| Samstag, 06.03.2010 - 14.25 Uhr | Zurück zur News-Übersicht |
Internationaler Frauentag
Der Internationale Frauentag oder Weltfrauentag genannte Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden wird weltweit von Frauenorganisationen am 8. März begangen. Er entstand
in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen.
Der Internationale Frauentag 2010 steht unter dem Motto „Kurs halten! Gleichstellung“, denn die Gleichstellung von Frauen und Männern ist keine Aufgabe für bessere Zeiten, sondern Teil der Lösung zur Überwindung der Wirtschaftskrise und trägt langfristig auch zu Wachstum, Beschäftigung und sozialen Zusammenhalt bei.
Der Internationale Frauentag blickt auf eine lange Tradition zurück. Er entstand im Kampf um Gleichberechtigung und Wahlrecht für Frauen. Initiiert durch Clara Zetkin (1857-1933) fand der erste Internationale Frauentag am 19. März 1911 statt. Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA beteiligten sich. Die Wahl dieses Datums sollte den revolutionären Charakter des Frauentages unterstreichen. Der 18. März war der Gedenktag für die Gefallenen in Berlin während der Revolution 1848.
Die zentralen Forderungen waren:
• Kampf gegen den imperialistischen Krieg
• Wahl- und Stimmrecht für Frauen
• Arbeitsschutzgesetze
• ausreichender Mutter- und Kinderschutz
• der Acht-Stunden-Tag
• gleicher Lohn bei gleicher Arbeitsleistung
• Festsetzung von Mindestlöhnen.
In den folgenden Jahren wurde der Internationale Frauentag jährlich zwischen Februar und April begangen.
Die Festlegung des Internationalen Frauentages auf den 8. März erfolgte 1921 durch Beschluss der Zweiten Kommunistischen Frauenkonferenz. Damit sollte an den Textilarbeiterinnen-Streik in Petersburg erinnert werden, der auf andere Sektoren übergriff und eine große Arbeiterinnendemonstration auslöste. Diese Kämpfe fanden anlässlich des Frauentages am 8. März 1917 statt - nach dem alten russischen Kalender am 23. Februar - und lösten den Beginn der „Februarrevolution" aus.
Einen starken Rückschritt brachte in Deutschland die NS-Ideologie von der Rolle der Frau als Ehefrau und Mutter. 1932 wurde der Frauentag von den Nationalsozialisten verboten und durch den Muttertag ersetzt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden in der sowjetischen Besatzungszone bereits 1946 wieder Feiern zum Frauentag statt. In den sozialistischen Ländern wurde die gesellschaftliche Befreiung der Frau gefeiert und der Tag mit offiziellen Feiern für die Frauen organisiert. In Westdeutschland wurde der Frauentag erst in den späten 60er-Jahren von der neuen, autonomen Frauenbewegung wiederbelebt. Der 8. März wurde zu einer wichtigen Plattform der Frauenbewegung. Themen wie die Rechte von Ausländerinnen, die Diskriminierung von nichtheterosexuellen Lebensweisen und die bessere Sicherung der Frauenrechte im Rahmen der europäischen Annäherung werden aufgegriffen.
Und woher kommt der Brauch, Frauen zum Frauentag mit einer roten Rose zu beschenken?
1986 feierte der Frauentag seinen 75. Geburtstag. Dieser Frauentag stand unter dem Motto:
Wir wollen Brot und Rosen!
Brot steht für:
• Recht auf Arbeit
• Gerechte Entlohnung
• Gleiche Bildungs- und Ausbildungschancen
• Menschgerechte Arbeitsbedingungen
• Berufliche Entfaltung und Fortentwicklung
• Eigenständige soziale Sicherung für die Frau
Rosen stehen für:
• Die Möglichkeit mit Kindern zu leben und berufstätig zu sein
• Familiengerechte Arbeitszeiten
• Die Befriedigung kultureller Bedürfnisse
• Eine menschenwürdige Wohn- und Lebensumwelt
• Die gleichberechtigte Teilhabe von Männern an Hausarbeit und Kindererziehung
• Humane Politikformen
• Toleranz
• Frieden
Diese Forderungen haben bis zum heutigen Tage nicht an Aktualität verloren.
Der Internationale Frauentag oder Weltfrauentag genannte Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden wird weltweit von Frauenorganisationen am 8. März begangen. Er entstand
in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen.
Der Internationale Frauentag 2010 steht unter dem Motto „Kurs halten! Gleichstellung“, denn die Gleichstellung von Frauen und Männern ist keine Aufgabe für bessere Zeiten, sondern Teil der Lösung zur Überwindung der Wirtschaftskrise und trägt langfristig auch zu Wachstum, Beschäftigung und sozialen Zusammenhalt bei.
Der Internationale Frauentag blickt auf eine lange Tradition zurück. Er entstand im Kampf um Gleichberechtigung und Wahlrecht für Frauen. Initiiert durch Clara Zetkin (1857-1933) fand der erste Internationale Frauentag am 19. März 1911 statt. Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA beteiligten sich. Die Wahl dieses Datums sollte den revolutionären Charakter des Frauentages unterstreichen. Der 18. März war der Gedenktag für die Gefallenen in Berlin während der Revolution 1848.
Die zentralen Forderungen waren:
• Kampf gegen den imperialistischen Krieg
• Wahl- und Stimmrecht für Frauen
• Arbeitsschutzgesetze
• ausreichender Mutter- und Kinderschutz
• der Acht-Stunden-Tag
• gleicher Lohn bei gleicher Arbeitsleistung
• Festsetzung von Mindestlöhnen.
In den folgenden Jahren wurde der Internationale Frauentag jährlich zwischen Februar und April begangen.
Die Festlegung des Internationalen Frauentages auf den 8. März erfolgte 1921 durch Beschluss der Zweiten Kommunistischen Frauenkonferenz. Damit sollte an den Textilarbeiterinnen-Streik in Petersburg erinnert werden, der auf andere Sektoren übergriff und eine große Arbeiterinnendemonstration auslöste. Diese Kämpfe fanden anlässlich des Frauentages am 8. März 1917 statt - nach dem alten russischen Kalender am 23. Februar - und lösten den Beginn der „Februarrevolution" aus.
Einen starken Rückschritt brachte in Deutschland die NS-Ideologie von der Rolle der Frau als Ehefrau und Mutter. 1932 wurde der Frauentag von den Nationalsozialisten verboten und durch den Muttertag ersetzt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden in der sowjetischen Besatzungszone bereits 1946 wieder Feiern zum Frauentag statt. In den sozialistischen Ländern wurde die gesellschaftliche Befreiung der Frau gefeiert und der Tag mit offiziellen Feiern für die Frauen organisiert. In Westdeutschland wurde der Frauentag erst in den späten 60er-Jahren von der neuen, autonomen Frauenbewegung wiederbelebt. Der 8. März wurde zu einer wichtigen Plattform der Frauenbewegung. Themen wie die Rechte von Ausländerinnen, die Diskriminierung von nichtheterosexuellen Lebensweisen und die bessere Sicherung der Frauenrechte im Rahmen der europäischen Annäherung werden aufgegriffen.
Und woher kommt der Brauch, Frauen zum Frauentag mit einer roten Rose zu beschenken?
1986 feierte der Frauentag seinen 75. Geburtstag. Dieser Frauentag stand unter dem Motto:
Wir wollen Brot und Rosen!
Brot steht für:
• Recht auf Arbeit
• Gerechte Entlohnung
• Gleiche Bildungs- und Ausbildungschancen
• Menschgerechte Arbeitsbedingungen
• Berufliche Entfaltung und Fortentwicklung
• Eigenständige soziale Sicherung für die Frau
Rosen stehen für:
• Die Möglichkeit mit Kindern zu leben und berufstätig zu sein
• Familiengerechte Arbeitszeiten
• Die Befriedigung kultureller Bedürfnisse
• Eine menschenwürdige Wohn- und Lebensumwelt
• Die gleichberechtigte Teilhabe von Männern an Hausarbeit und Kindererziehung
• Humane Politikformen
• Toleranz
• Frieden
Diese Forderungen haben bis zum heutigen Tage nicht an Aktualität verloren.
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