| Samstag, 06.02.2010 - 08.00 Uhr | Zurück zur News-Übersicht |
Schule kämpft gegen Hunger
Seit Montag, 1. Februar, gibt es auf Initiative von Eltern und Lehrern an der Grundschule an der Prinzregentenstraße täglich vor Unterrichtsbeginn ein Schulfrühstück für bedürftige Schüler und
Schülerinnen. „Seit geraumer Zeit müssen unsere Lehrer an der Schule beobachten, dass Schüler hungrig im Unterricht sitzen, zu Hause kein Frühstück bekommen und weder Pausenbrot noch Geld für den Pausenverkauf dabei haben. In der Not helfen aber alle zusammen, teilen ihre Pausenbrote miteinander oder unsere Lehrer besorgen etwas“, erzählt Konrektorin Helga Wagner.
Die Grundschule liegt im sozialen Brennpunkt um die Lessingstraße in Rosenheim Nord und ist mit rund 400 Schülern die größte Grundschule in Rosenheim. Viele der Familien sind sozial benachteiligt oder besitzen einen Migrationshintergrund. Dieses macht sich nicht selten in einer Vernachlässigung der Kinder bemerkbar. Eine Bestandsaufnahme unter der Lehrerschaft ergab, dass zirka fünf Prozent der Schüler hiervon ernsthaft betroffen sind. Es gibt also hungernde Kinder mitten in unserer Stadt!
Da unter diesen Umständen der Lernerfolg nicht nur der unmittelbar betroffenen Schüler, sondern ganzer Klassen beeinträchtigt ist, wurden Lehrer und Eltern der Schule nun aktiv: Es wurde beschlossen, ein Schulfrühstück für die betroffenen Schüler anzubieten. Über den Elternbeirat wurden Sponsoren und Fördermöglichkeiten für das Projekt gesucht. Mit Unterstützung durch Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, den Europäischen Sozialfonds und der Sozialen Stadt gelang es in dieser Woche, genügend Geld für die Anstellung einer verantwortlichen Leiterin des Schulfrühstücks zusammenzubekommen. Die umliegenden Einzelhandelsbetriebe unterstützen das Projekt durch Sachspenden.
Durch das Projekt wird somit auch ein Arbeitsplatz geschaffen, der einer allein erziehenden Mutter aus dem Stadtteil die Möglichkeit eröffnet, selbständig ihren Lebensunterhalt zu sichern. Dank der Zusammenarbeit mit dem in der Schule befindlichen Hort kann das Schulfrühstück schon ab kommenden Montag angeboten werden. Eltern und Lehrer beteiligen sich hierbei ehrenamtlich. Für Lehrer und Schüler ergibt sich durch diese halbe Stunde vor Unterrichtsbeginn auch eine gute Möglichkeit, sich ohne Unterrichtsstress besser kennen zu lernen und damit Vertrauen auf- und Probleme abzubauen. Zudem wird das Projekt in das Schulprogramm aufgenommen und im Unterricht unter dem Aspekt der gesunden Ernährung behandelt.
Das Projekt ist zunächst bis zum Schuljahresende gesichert. Für dessen Fortsetzung werden jedoch dringend Sponsoren gesucht. Auskünfte erteilt der Elternbeiratsvorsitzende Martin Löwe, Telefon 0 80 31/89 05 81.
Seit Montag, 1. Februar, gibt es auf Initiative von Eltern und Lehrern an der Grundschule an der Prinzregentenstraße täglich vor Unterrichtsbeginn ein Schulfrühstück für bedürftige Schüler und
Schülerinnen. „Seit geraumer Zeit müssen unsere Lehrer an der Schule beobachten, dass Schüler hungrig im Unterricht sitzen, zu Hause kein Frühstück bekommen und weder Pausenbrot noch Geld für den Pausenverkauf dabei haben. In der Not helfen aber alle zusammen, teilen ihre Pausenbrote miteinander oder unsere Lehrer besorgen etwas“, erzählt Konrektorin Helga Wagner.
Die Grundschule liegt im sozialen Brennpunkt um die Lessingstraße in Rosenheim Nord und ist mit rund 400 Schülern die größte Grundschule in Rosenheim. Viele der Familien sind sozial benachteiligt oder besitzen einen Migrationshintergrund. Dieses macht sich nicht selten in einer Vernachlässigung der Kinder bemerkbar. Eine Bestandsaufnahme unter der Lehrerschaft ergab, dass zirka fünf Prozent der Schüler hiervon ernsthaft betroffen sind. Es gibt also hungernde Kinder mitten in unserer Stadt!
Da unter diesen Umständen der Lernerfolg nicht nur der unmittelbar betroffenen Schüler, sondern ganzer Klassen beeinträchtigt ist, wurden Lehrer und Eltern der Schule nun aktiv: Es wurde beschlossen, ein Schulfrühstück für die betroffenen Schüler anzubieten. Über den Elternbeirat wurden Sponsoren und Fördermöglichkeiten für das Projekt gesucht. Mit Unterstützung durch Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, den Europäischen Sozialfonds und der Sozialen Stadt gelang es in dieser Woche, genügend Geld für die Anstellung einer verantwortlichen Leiterin des Schulfrühstücks zusammenzubekommen. Die umliegenden Einzelhandelsbetriebe unterstützen das Projekt durch Sachspenden.
Durch das Projekt wird somit auch ein Arbeitsplatz geschaffen, der einer allein erziehenden Mutter aus dem Stadtteil die Möglichkeit eröffnet, selbständig ihren Lebensunterhalt zu sichern. Dank der Zusammenarbeit mit dem in der Schule befindlichen Hort kann das Schulfrühstück schon ab kommenden Montag angeboten werden. Eltern und Lehrer beteiligen sich hierbei ehrenamtlich. Für Lehrer und Schüler ergibt sich durch diese halbe Stunde vor Unterrichtsbeginn auch eine gute Möglichkeit, sich ohne Unterrichtsstress besser kennen zu lernen und damit Vertrauen auf- und Probleme abzubauen. Zudem wird das Projekt in das Schulprogramm aufgenommen und im Unterricht unter dem Aspekt der gesunden Ernährung behandelt.
Das Projekt ist zunächst bis zum Schuljahresende gesichert. Für dessen Fortsetzung werden jedoch dringend Sponsoren gesucht. Auskünfte erteilt der Elternbeiratsvorsitzende Martin Löwe, Telefon 0 80 31/89 05 81.
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