| Samstag, 06.03.2010 - 15.06 Uhr | Zurück zur News-Übersicht |
Wolf im Inntal?
Zum ersten Mal seit vier Jahren streift wieder ein wilder Wolf durch Bayern. Der Rüde sei vermutlich aus den südlichen Alpen in das Mangfallgebirge in Oberbayern gekommen, sagte Manfred Wölfl, der
Wildtier-Beauftragte des Landesamtes für Naturschutz, am Freitag. „Ich sehe keine Gefahr für Menschen“, betonte Wölfl. „Das ist ein scheues Tier.“ Münchner Medien hatten über das Auftauchen des Wolfes berichtet.
Der Wolf lebt offenbar schon seit Monaten im Inntal. Ende Dezember war im Landkreis Rosenheim eine tote Hirschkuh mit verdächtigen Bisswunden gefunden worden. Da der Angreifer offensichtlich geschickt zugepackt hatte, war nach Angaben Wölfls sofort klar: „Das war einer, der sonst kein Hundefutter frisst.“ Gewissheit brachte vor wenigen Tagen die DNA-Analyse eines Schweizer Labors. Auch später scheint der Wolf erfolgreich gejagt zu haben. Die Reste der Beutetiere, darunter ein Schaf, das vermutlich von dem Wolf gerissen wurde, werden aber noch untersucht.
Das bayerische Umweltministerium forderte Schafhalter auf, ihre Tiere zu schützen - zum Beispiel durch Zäune. „Ich bin guten Mutes, dass wir das hinkriegen“, sagte Wölfl mit Blick auf den „Managementplan Wölfe in Bayern“. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) nannte den Plan einen Schritt in die richtige Richtung und mahnte Jäger, im Zweifel nicht abzudrücken. 2004 war ein Wolf im Bayerischen Wald erschossen worden, weil er für einen wildernden Hund gehalten worden war. Nach Angaben des NABU ist der Wolfsrüde derzeit der einzige Vertreter einer Alpenpopulation auf deutschem Boden. In Brandenburg gibt es bereits mehrere Rudel von Wölfen, die aber aus dem Baltikum zugewandert sind. 2006 war - etwa zur selben Zeit wie Braunbär Bruno - der erste Wolf seit 150 Jahren nach Bayern eingewandert. Auch er kam wie der später erschossene Braunbär aus Italien. Doch wenig später wurde er am Starnberger See von einem Auto überfahren.
Zum ersten Mal seit vier Jahren streift wieder ein wilder Wolf durch Bayern. Der Rüde sei vermutlich aus den südlichen Alpen in das Mangfallgebirge in Oberbayern gekommen, sagte Manfred Wölfl, der
Wildtier-Beauftragte des Landesamtes für Naturschutz, am Freitag. „Ich sehe keine Gefahr für Menschen“, betonte Wölfl. „Das ist ein scheues Tier.“ Münchner Medien hatten über das Auftauchen des Wolfes berichtet.
Der Wolf lebt offenbar schon seit Monaten im Inntal. Ende Dezember war im Landkreis Rosenheim eine tote Hirschkuh mit verdächtigen Bisswunden gefunden worden. Da der Angreifer offensichtlich geschickt zugepackt hatte, war nach Angaben Wölfls sofort klar: „Das war einer, der sonst kein Hundefutter frisst.“ Gewissheit brachte vor wenigen Tagen die DNA-Analyse eines Schweizer Labors. Auch später scheint der Wolf erfolgreich gejagt zu haben. Die Reste der Beutetiere, darunter ein Schaf, das vermutlich von dem Wolf gerissen wurde, werden aber noch untersucht.
Das bayerische Umweltministerium forderte Schafhalter auf, ihre Tiere zu schützen - zum Beispiel durch Zäune. „Ich bin guten Mutes, dass wir das hinkriegen“, sagte Wölfl mit Blick auf den „Managementplan Wölfe in Bayern“. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) nannte den Plan einen Schritt in die richtige Richtung und mahnte Jäger, im Zweifel nicht abzudrücken. 2004 war ein Wolf im Bayerischen Wald erschossen worden, weil er für einen wildernden Hund gehalten worden war. Nach Angaben des NABU ist der Wolfsrüde derzeit der einzige Vertreter einer Alpenpopulation auf deutschem Boden. In Brandenburg gibt es bereits mehrere Rudel von Wölfen, die aber aus dem Baltikum zugewandert sind. 2006 war - etwa zur selben Zeit wie Braunbär Bruno - der erste Wolf seit 150 Jahren nach Bayern eingewandert. Auch er kam wie der später erschossene Braunbär aus Italien. Doch wenig später wurde er am Starnberger See von einem Auto überfahren.
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