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Mit Hilfe eines Polizeihubschraubers war es frühzeitig möglich, die aufgeschlitzten Planen zu erkennen. Die Afrikaner, vier von ihnen sind noch minderjährig, waren offenbar schon in Italien auf die Ladeflächen geklettert. Foto: Bundespolizei

Afrikaner im Lkw-Auflieger versteckt

18.01.2018

Die Bundespolizei hat am Dienstag, 16. Januar, bei Güterzugkontrollen in Rosenheim insgesamt 14 Migranten in Gewahrsam genommen. Sie hatten sich in Lkw-Aufliegern versteckt.

Mit Hilfe eines Polizeihubschraubers war es frühzeitig möglich, die aufgeschlitzten Planen der transportierten Auflieger zu erkennen. Die Afrikaner, vier von ihnen sind noch minderjährig, waren offenbar schon in Italien auf die Ladeflächen geklettert. Die Bundespolizisten konnten im Rahmen eines Schwerpunkteinsatzes am Rosenheimer Bahnhof auf zwei Güterzügen mit Abfahrtsort Verona eine elf- und eine dreiköpfige Personengruppe finden.

Blinde Passagiere konnte sich nicht ausweisen

Nach ersten Erkenntnissen stammen die blinden Passagiere aus Gambia, Ghana, Nigeria, Kamerun, Sierra Leone und der Elfenbeinküste. Keiner der 14 Migranten konnte sich ausweisen. Die zehn Erwachsenen waren zwischen 18 und 40, die vier Minderjährigen zwischen 15 und 17 Jahre alt.

Zielgerichtete Güterzugkontrollen

Die am Dienstag etwa einen halben Tag andauernden Güterzugkontrollen wurden durch einen Polizeihubschrauber unterstützt. Dessen Besatzung konnte die Einsatzkräfte am Boden in beiden Fällen informieren, dass Planen der Lkw-Auflieger aufgeschnitten waren. Somit war ein schnelles und zielgerichtetes Vorgehen der Kontrollbeamten gewährleistet. Zunächst wurden die leicht unterkühlten Migranten aus dem Gleisbereich geordnet zu den beheizten Containern der Bundespolizei am Bahnhofsvorplatz geleitet. Von dort aus konnten sie zur örtlichen Bundespolizeiinspektion gefahren werden.

In der Dienststelle schlossen sich an eine medizinische Untersuchung unter anderem die Durchsuchung sowie die grenzpolizeiliche Befragung der Afrikaner an. Dabei bekundeten fünf von ihnen, dass es ihnen nicht auf Schutz oder Asyl in Deutschland ankäme. Sie wurden nach Österreich zurückgewiesen. Die vier Minderjährigen konnten der Obhut des Jugendamtes anvertraut werden. Der zuständigen Aufnahmestelle für Flüchtlinge wurden eine Frau und drei Männer zugeleitet.

Diese Güterzug-Fälle schließen sich nahtlos an die Feststellungen des Vorjahres an: Im Jahr 2017 hat die Rosenheimer Bundespolizei rund 330 Migranten, die zum Teil unter lebensgefährlichen Umständen auf Güterzügen mitgefahren waren, gefunden. Die meisten von ihnen stammen ursprünglich aus Guinea, Gambia, Nigeria und Eritrea. Bayernweit hat die Bundespolizei im vergangenen Jahr etwa 980 illegale Einreisen auf Güterzügen gezählt.

Weitere Informationen zur Bundespolizei erhalten Sie unter Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.bundespolizei.de  

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