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++ Betrüger ++ Jungwölfe ++ G20-Krawalle ++ Terrorismus ++ Merkel ++ Wulff ++

09.08.2017

Bayern- & Deutschlandnews zum 9. August 2017!

Falsche Polizisten erbeuten 18.000 Euro

Eine gutgläubige Seniorin aus Bad Reichenhall hat Betrügern, die sich als Polizisten ausgaben, 18.000 Euro übergeben. Die Betrüger hatten der 89-Jährigen telefonisch eingeredet, deren Daten stünden auf einem Notizzettel einer rumänischen Einbrecherbande, weshalb sie ihre Ersparnisse der Polizei übergeben müsse. Die Frau kam der Aufforderung Ende Juli nach. Inzwischen hat die Polizei drei Tatverdächtige im Alter von 27 bis 30 Jahren festgenommen, nach einem vierten Bandenmitglied wird gefahndet.

Schusswaffengebrauch in Großkarolinenfeld

Nach dem Einsatz in Großkarolinenfeld, Landkreis Rosenheim, bei dem ein Polizeibeamter von seiner Schusswaffe Gebrauch machen musste, erging Haftbefehl gegen den Angreifer. Der 52-jährige Mann aus Großkarolinenfeld, welcher am Samstagabend, 5. August, mit einem Stechbeitel oder Stemmeisen auf Polizeibeamte losgegangen war, woraufhin ein Polizeibeamter auf ihn schoss, wurde noch in der selbigen Nacht in einem Krankenhaus operiert. Er befindet sich auf dem Weg der Besserung. Der Haftrichter erließ Untersuchungshaftbefehl gegen den 52-Jährigen unter anderem wegen versuchten Totschlags zum Nachteil der eingesetzten Polizeibeamten.

Jungwölfe im Bayerischen Wald

Gesicherten Erkenntnissen des Bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU) zufolge ist nach rund 150 Jahren wurden in Bayern die ersten Jungwölfe nachgewiesen worden. Der Nachweis im Bayerischen Wald mit der Hilfe von Wildtierkameras belege eine „etablierte Population mit Reproduktion“. Der Wolf genießt in Europa und damit auch in Bayern einen strengen Schutzstatus und ist durch das europäische Naturschutzrecht geschützt.

Virus-Mails im Umlauf

Immer wieder sind Fälschungen im Umlauf, in denen der Name des Beitragsservice missbräuchlich verwendet wird, um Schadsoftware zu verbreiten. Darauf weist die Verbraucherzentrale Bayern hin. Es handelt sich um E-Mails, die mal als Mahnschreiben getarnt sind, mal als Aufruf, am Lastschriftverfahren teilzunehmen. „Verbraucher können davon ausgehen, dass es sich dabei um gefälschte Virus-Mails handelt. Denn der Beitragsservice kommuniziert aus Datenschutzgründen grundsätzlich auf dem Postweg“, sagt Tatjana Halm von der Verbraucherzentrale Bayern. Die Rechtsexpertin rät eindringlich, keinesfalls Anhänge oder Links solcher E-Mails zu öffnen, nichts auszufüllen und keine persönlichen oder kontobezogenen Daten preiszugeben.

Flughafen-Verspätungs-Ranking 2017

Insgesamt hoben im ersten Halbjahr 2017 etwas mehr als 85.000 Flüge unplanmäßig von den 13 größten deutschen Flughäfen ab. Das macht laut airhelp.com einen Schnitt von knapp 470 verspäteten Flügen pro Tag. Allein in Frankfurt am Main sind bis zum Juli 2017 fast 23.000 Flüge nicht wie geplant gestartet. Am pünktlichsten starteten Flugreisende in diesem Jahr vom Flughafen Hannover-Langenhagen. Am größten Airport Niedersachsens starteten fast 90 Prozent aller Flüge nach Plan. 26,89 Prozent der über 44.000 Flüge aus Berlin-Tegel hoben im ersten halben Jahr 2017 nicht nach Plan ab. Damit ist der Berliner Flughafen der mit Abstand unpünktlichste Airport der Untersuchung. In Frankfurt am Main hoben fast 22 Prozent der Flüge nicht planmäßig ab, in München waren es ziemlich genau 21 Prozent.

Ermittlungsverfahren nach G20-Krawallen

Einen Monat nach den schweren Ausschreitungen beim G20-Gipfel laufen 109 Verfahren gegen namentlich bekannte Beschuldigte und 53 gegen Unbekannte, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilt. Zu den Vorwürfen gehören Landfriedensbruch, Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung. In Untersuchungshaft sitzen noch 33 Menschen.

Vorsicht bei Urlaubsandenken

Die Asservatenkammern des Zolls sind voll mit Gegenständen, die bei der Einfuhr beschlagnahmt wurden: Schnitzereien aus Elfenbein, Taschen aus Elefanten- und Krokodilleder, präparierte Elefanten- und Nashornfüße, Orchideen, Kakteen, Korallen oder Muschel- und Schneckenschalen. Ab und an werden auch lebende Tiere mitgebracht. Wird der rückkehrende Urlauber bei der verbotenen Einfuhr erwischt, droht eine empfindliche Geldstrafe wegen des Verstoßes gegen das Artenschutzgesetz. Mehr Information online unter zoll.de.

Trotz Navigationssysteme verfahren

Deutsche Autofahrer verlieren laut einer aktuellen Studie von Enterprise Rent-A-Car immer noch Millionen Stunden jeden Monat, weil sie sich verfahren. Für die Studie wurden mehr als 4.500 Autofahrer aus Deutschland, Großbritannien, Irland, Spanien und Frankreich befragt. 95 Prozent der 1.000 befragten deutschen Autofahrer geben an, entweder ein eingebautes oder ein mobiles Gerät mit Navigationsfunktion im Fahrzeug zu haben. Dennoch verfahren sich 81 Prozent der Befragten regelmäßig, 72 Prozent davon gaben an, dass sie in den vier Wochen vor der Befragung durchschnittlich 26 Minuten auf dem falschen Weg waren. Überträgt man diese Zahlen auf die laut Kraftfahrtbundesamt ca. 37,5 Millionen registrierten Führerscheine in Deutschland, verschwenden deutsche Autofahrer ca. 9,4 Millionen Stunden pro Monat, weil sie sich verfahren.

Jugendliche sparen fleißig

Junge Menschen in Deutschland sind weiter sehr sparsam: Von durchschnittlich 472 Euro, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen monatlich zur Verfügung stehen, legen sie rund 131 Euro auf die hohe Kante. Ihre Sparquote liegt damit bei 28 Prozent und ist fast dreimal so hoch wie die der privaten Haushalte in Deutschland (2016: rund 10 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Online-Umfrage der Deutschen Bank zum Internationalen Tag der Jugend am 12. August. Für die Umfrage wurden mehr als 1000 Schüler, Auszubildende, Studenten und Berufstätige im Alter zwischen 14 und 25 Jahren zufällig ausgewählt und im Juli befragt.

Unternehmen unterschätzen Terrorismus

Acht von zehn Vorständen und Geschäftsführern in Deutschland sagen, das Thema „internationaler Terrorismus“ habe eher keine Folgen für die Geschäftstätigkeit ihrer Firma. Diese Einschätzung mag damit zu tun haben, dass 42 Prozent der Top-Manager nicht wirklich wissen, welche Anforderungen die EU-Anti-Terror-Verordnungen an ihr Unternehmen stellen. Dabei sind etwa drei Viertel der Betriebe international tätig und damit verstärkt in Gefahr, gegen diese Verordnungen zu verstoßen. Das zeigt die Umfrage „Deutsche Unternehmen und der internationale Terrorismus“ der Unternehmensberatung ROC. Mehr als 100 Top-Manager deutscher Unternehmen wurden dafür befragt.

Merkel an der Spitze

Kanzlerin Angela Merkel führt im aktuellen Politiker-Ranking, das das Forsa-Institut für den stern erstellt, weiterhin unangefochten die Liste an. Mit 67 Vertrauenspunkten - einer weniger als noch im Juni - rangiert sie vor Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der ebenfalls einen Punkt abgibt auf 61. Die 1001 Befragten konnten Punkte zwischen 0 (kein Vertrauen) und 100 (sehr großes Vertrauen) vergeben, woraus dann der Mittelwert errechnet wurde. Den höchsten Wert mit 85 Punkten erreicht die CDU-Chefin zudem bei den Anhängern der eigenen Partei. Sigmar Gabriel steht auf Platz 3 und ist, beflügelt vom Amt des Außenministers, mit 52 Vertrauenspunkten populärer als SPD-Chef Martin Schulz.

Schwarz-Gelb verliert Mehrheit

Die SPD gewinnt im stern-RTL-Wahltrend nach vier Wochen der Stagnation wieder einen Prozentpunkt hinzu und kommt nun auf 23 Prozent. Die Union aus CDU und CSU behauptet ihre 40 Prozent, während die FDP im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt einbüßt (7 Prozent). Damit wäre, wenn schon jetzt der Bundestag neu gewählt würde und nicht erst am 24. September, eine schwarz-gelbe Regierungskoalition nicht möglich. Denn Union und FDP bekämen zusammen 47 Prozent - genau so viel wie die übrigen Parteien. Bündnis 90/DIE GRÜNEN, DIE LINKE und die AfD halten sich weiterhin bei 8 Prozent. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen zusammen 6 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 24 Prozent, ein Punkt mehr als in der Vorwoche.

AfD beklagt Wahlbenachteiligung

Der bayerische AfD-Landesvorsitzende und Bundestagskandidat Petr Bystron will nach seinen jüngsten juristischen Erfolgen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die Wahlbeobachter zur Bundestagswahl entsenden wird, eine Dokumentation der Rechtsbrüche der CSU-geführten bayerischen Staatsregierung übergeben. „Der fortgesetzte Amts- und Machtmissbrauch, dessen Rechtswidrigkeit soeben in zwei Gerichtsbeschlüssen festgestellt wurde, bedeutet für die AfD eine massive Benachteiligung im laufenden Bundestagswahlkampf“, begründet Bystron den Schritt. Die OSZE müsse darüber informiert werden, um sich ein vollständiges Bild vom Klima staatlicher Repression gegen eine missliebige Oppositionspartei zu machen, sagt der AfD-Politiker.

Wulff soll Ehrensold spenden

Die Bündnisgrünen fordern persönliche und gesetzgeberische Konsequenzen aus der Beschäftigung von Christian Wulff als Prokurist eines türkischen Modelabels gefordert. „Den Ehrensold für Bundespräsidenten sollte Wulff spenden“, sagte Parteichefin Simone Peter der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Gerade von einem ehemaligen Bundespräsidenten müsse erwartet werden, dass er die verantwortungsvolle Rolle und moralische Integrität, die das Amt mit sich bringe, auch im weiteren Leben einnehme. Grünen-Haushaltsexperte Tobias Lindner regte eine Verrechnung an. Wenn Staatsoberhäupter anders als früher nicht mehr erst im hohen Rentenalter aus dem Amt ausscheiden, „sollte man darüber nachdenken, ob auch bei Altbundespräsidenten Zusatzeinkünfte zumindest teilweise auf den Ehrensold angerechnet werden“, sagte Lindner der „Rheinischen Post“.

Kein Geld für Freunde

Die große Mehrheit der Deutschen mag es nicht, sich von Freunden Geld zu leihen (83 Prozent), besagt eine Forsa-Umfrage im Auftrag von RaboDirect Deutschland. Vor allem auch deshalb, weil man selbst genervt wäre, wenn Freunde ständig nach Geld fragen oder sich aushalten lassen würden. Das sagen zumindest 70 Prozent der Befragten. Ein weiterer Knackpunkt: Wenn sie dann doch der Freundin oder dem Freund mit einem Darlehen aus der Klemme geholfen haben, ist es den meisten unangenehm, daran erinnern zu müssen, dass sie oder er ihnen noch Geld schuldet (70 Prozent). Vor allem Frauen (74 Prozent; Männer: 65 Prozent) tun sich schwer damit, nachzufragen, wann denn der ausstehende Betrag endlich beglichen wird. Kurios: Diejenigen, die selbst nichts gespart haben und das verliehene Geld deshalb besonders dringend zurückbenötigen würden, trauen sich seltener als Sparer, den anderen auf den Rückstand hinzuweisen (Sparer: 69 Prozent; Nichtsparer: 75 Prozent).

Olaf Konstantin Krueger

Hier geht's zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 2. August 2017.

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