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++ Chiemgau ++ Wildunfälle ++ Kohleausstieg ++ Einweggeschirr ++ Brustkrebs ++ Integration ++

24.10.2018

Bayern- & Deutschlandnews zum 25. Oktober 2018!

Gästeankünfte: Chiemgau vorn

Fünf Prozent mehr Übernachtungen und achteinhalb Prozent mehr Ankünfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kann der Chiemgau für die Zeit von Januar bis August 2018 verbuchen. Die Region konnte damit ihre Zahlen zum wiederholten Mal wie keine andere Region Oberbayerns steigern – vor allem, was die Zahl der Ankünfte angeht. Bei der Zahl der Übernachtungen im August (522.475, nur gewerbliche Betriebe über zehn Betten) liegt der Chiemgau an zweiter Stelle gleich nach der Landeshauptstadt. Bei der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer ist der Chiemgau ebenfalls spitze: 4,6 Tage für den August (Oberbayern: 2,7 Tage), 4 Tage für das bisherige Jahr (2,4).

Zehn Tote durch Wildunfälle

Im vergangenen Jahr sind auf deutschen Straßen zehn Menschen bei Wildunfällen ums Leben gekommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurden dabei außerdem 606 Personen schwer- und 2308 Personen leicht verletzt. Die meisten der insgesamt 2551 Wildunfälle mit Personenschaden gab es in Bayern (471, zwei Tote) und Niedersachsen (355, zwei Tote), die wenigsten in den Stadtstaaten Bremen (keine Unfälle) und Hamburg (zwei Unfälle, keine Toten). In den Monaten Oktober (282) und Mai (266) wurden die meisten Wildunfälle registriert, die wenigsten ereigneten sich dagegen in den Monaten Februar (124) und Januar (126).

Drei Wasserburgerinnen nominiert

Der neue Bundestrainer der deutschen Damen-Nationalmannschaft, Patrick Unger, hat für die anstehenden EM-Qualifikationsspiele in Marburg gegen Belgien und in Wolfenbüttel gegen die Schweiz den Kader nominiert. Mit dabei auch drei Wasserburgerinnen: Svenja Brunckhorst spielt seit 2013 in der A-Nationalmannschaft und hat bereits über 50 Spiele für Deutschland auf dem Buckel. Ebenfalls seit 2013 ist Laura Hebecker dabei, hat aber aufgrund von Verletzungen erst 14 Partien für ihr Land absolviert. Eine Premiere bei den „Großen“ gibt es für Leonie Fiebich, die seit 2015 in den diversen deutschen Nachwuchsmannschaften gespielt und im Sommer mit der U18 den Europameisterschaftstitel geholt hat. Durch die guten Leistungen bei der EM und auch in ihren ersten Bundesliga-Spielen für den TSV hat sich die 18-jährige die Nominierung verdient.

Streitthema Geld

Zu wenig Geld, ein schlechtes Arbeitszeugnis, gekündigt - Gründe für Rechtsstreitigkeiten rund um den Arbeitsplatz gibt es genügend. So ist es auch kaum verwunderlich, dass sich 13,4 Prozent aller aktuellen Streitfälle in Deutschland um dieses Thema drehen. Damit ist das Thema Arbeit nach dem Privatleben (40,1 Prozent) und dem Straßenverkehr (27,9 Prozent) das dritthäufigste Streitgebiet. Zu diesem Ergebnis kommt „Deutschlands großer Streitatlas 2017“, eine zum dritten Mal neu aufgelegte Studie von ADVOCARD, für die bisher insgesamt 1,7 Millionen Streitfälle der ADVOCARD gesammelt und ausgewertet wurden.

Defizit bei ein Prozent des BIP

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) verringerte sich das öffentliche Defizit in der EU28 von 1,7 Prozent im Jahr 2016 auf 1,0 Prozent im Jahr 2017 und im Euroraum von 1,6 Prozent auf 1,0 Prozent. Deutschland verzeichnete im Jahr 2017 einen öffentlichen Überschuss (+1,0 Prozent), ebenso wie Malta (+3,5), Zypern (+1,8), Schweden (+1,6), Tschechien (+1,5), Luxemburg (+1,4), die Niederlande (+1,2), Bulgarien und Dänemark (je +1,1), Kroatien (+0,9), Griechenland (+0,8), Litauen (+0,5) und Slowenien (+0,1). Zwei Mitgliedstaaten wiesen ein Defizit von 3 Prozent oder mehr des BIP auf: Spanien (-3,1) und Portugal (-3,0). Gemessen am BIP sank der öffentliche Schuldenstand in der EU von 83,3 Prozent (Ende 2016) auf 81,6 Prozent (Ende 2017) und im Euroraum von 89,1 Prozent auf 86,6 Prozent.

Kohlenausstieg: 100 Milliarden Euro

Ein durch den Klimaschutzplan 2050 politisch forcierter Ausstieg aus der Braunkohle mit einem vorzeitigen Abschalten von Kraftwerken schon in den kommenden Jahren würde bis 2025 mindestens 36.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze vernichten, bis 2030 würden rund 50.000 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. Ein übereilter Ausstieg aus der Braunkohle gefährdet damit nach Ansicht von Dr. Helmar Rendez, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Braunkohlen-Industrie-Vereins (DEBRIV), einen erfolgreichen und langfristig angelegten Strukturwandel in den Braunkohlenregionen. Seine Kritik gründet Rendez auf eine Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln.

GmbH-Geschäftsführer-Vergütungen

Was verdienen GmbH-Geschäftsführer? Diese Frage hat BBE media auch in diesem Jahr wieder durch eine Erhebung untersucht und dafür die Gehaltsdaten rund 3.000 Teilnehmern ausgewertet. Zentrale wirtschaftszweigübergreifende Ergebnisse: Wer als GmbH-Chef mit seinen Jahresgesamtbezügen unter 148.400 Euro liegt, verdient weniger als die Hälfte seiner Kollegen. Die Bezüge liegen damit 0,2 Prozent über Vorjahreswert. 25 Prozent der Geschäftsführer verdienen mehr als 197.744 Euro. Das entspricht gegenüber 2017 einem Plus 0,4 Prozent.

Erzeugerpreise gestiegen

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im September 2018 um 3,2 Prozent höher als im September 2017. Einen stärkeren Anstieg im Vorjahresvergleich hatte es mit +3,3 Prozent zuletzt im April 2017 gegeben. Im August 2018 hatte die Jahresveränderungsrate bei +3,1 Prozent gelegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Erzeugerpreise im September gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent und damit stärker als im August 2018 (+0,3 Prozent).

Einweggeschirr: 350.000 Tonnen Müll

346.831 Tonnen Abfall fielen 2017 in Deutschland durch Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen an, darunter 222.419 Tonnen Papier, Pappe und Karton sowie 105.524 Tonnen Kunststoff. Das sind Ergebnisse einer Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) im Auftrag des NABU. Erstmals seit 1994 wurde umfassend erhoben, wie viel Abfall für Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen in Deutschland anfällt, wie stark der Zuwachs seit 1994 ist und wer die Einwegprodukte in Umlauf bringt.

Diagnose Brustkrebs

Jedes Jahr erhalten in Deutschland rund 71.900 Frauen die Diagnose Brustkrebs. Damit ist diese Krebsart mit Abstand die häufigste Krebserkrankung der Frau. Bei etwa fünf bis zehn Prozent der Betroffenen lässt sich das Entstehen eines Brusttumors auf eine angeborene genetische Veranlagung zurückführen. Ursache dafür sind schädliche Veränderungen in den sogenannten Risikogenen wie beispielsweise BRCA1 oder BRCA2. Frauen, die die veränderten Gene tragen, haben ein stark erhöhtes Risiko, im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs zu erkranken. Kompetenten Rat in schriftlicher Form stellt die Broschüre „Familiärer Brust- und Eierstockkrebs“ der Deutschen Krebshilfe bereit. Weitere Informationsmaterialien können kostenlos unter Rufnummer 02 28/72 99 00 bei der Deutschen Krebshilfe bestellt oder unter www.krebshilfe.de/infomaterial-fuer-betroffene herunterladen werden.

Schwanger auf Güterzug

Eine aus Nigeria stammende Schwangere ist mit einem Güterzug von Mailand bis nach Zell am Main, Landkreis Würzburg, gereist. Die 25-Jährige bestieg in Italien einen Waggon, schnitt ein Loch in die Plane eines Lkw-Aufliegers und gelangte so in dessen Inneres. In Würzburg wurde die Frau von einer Passantin gesehen. Die Polizei stoppte den Zug und nahm die Migrantin fest. Gegen sie wird wegen unerlaubter Einreise ermittelt.

Oberbayern lobt Integrationspreis aus

Die Regierung von Oberbayern lobt zum zehnten Mal den Integrationspreis aus. Mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums des Innern und für Integration – insgesamt 5.500 Euro – werden oberbayerische Initiativen ausgezeichnet. Die Initiativen sollen sich in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Bildung, Sport, Soziales, Gesundheit und Demographie für ein interkulturelles Miteinander einsetzen, insbesondere auch in interkommunaler Zusammenarbeit.

Einwanderungsgesetz muss kommen

Der Deutsche Städtetag hat die Bundesregierung aufgefordert, das geplante Einwanderungsgesetz für Fachkräfte zügig vorzulegen. „Eine geregelte Zuwanderung von qualifiziertem Personal bringt große Chancen, um den Mangel an Fachkräften zu bekämpfen. Deshalb brauchen wir dieses Gesetz bald“, sagt der Präsident des Deutschen Städtetages, Markus Lewe, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Der Oberbürgermeister von Münster hält es außerdem für dringend notwendig, dass zwischen humanitärer Aufnahme von Menschen durch das Asylrecht und Erwerbsmigration klar unterschieden wird.

Jeder Dritte Ü65er mit Smartphone

bei Senioren wird das Smartphone immer häufiger zum täglichen Begleiter: Inzwischen nutzt jeder zweite Bundesbürger zwischen 65 und 70 Jahren ein internetfähiges Handy. In der Altersgruppe darüber bis 80 Jahre liegt der Anteil bereits bei 30 Prozent. Vor allem der Wunsch der Senioren nach Mobilität und Selbständigkeit war für die Anschaffung ihres Smartphones ausschlaggebend. Das ergibt die Emporia-Seniorenstudie 2018 „Smart im Alltag“. Dafür wurden 1.000 Bundesbürger über 65 Jahre befragt.

Olaf Konstantin Krueger

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