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Coole Tipps für heiße Tage: So halten Lebensmittel länger

06.07.2018

Sommerhitze und schwüle Gewitterluft setzen unseren Lebensmitteln schnell zu. Brot neigt innerhalb kürzester Zeit zu Schimmelbildung, Obst wird matschig und die Milch sauer. Wie Lebensmittel bei drückend-warmen Temperaturen gelagert werden, damit sie möglichst lange halten, verrät die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Das Thermometer klettert in Richtung 30-Grad-Marke und für den Abend sind Sommergewitter angesagt: beste Voraussetzungen für Mikroorganismen. Denn die vermehren sich bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit besonders gut in Lebensmitteln. Die Haltbarkeit der Nahrungsmittel wird dadurch verkürzt. Achtet man bei Gewitterklima auf die richtige Lagerung, vermindert man auch bei leicht Verderblichem das Risiko für eine Lebensmittelvergiftung.

Bei Sommerhitze: Wenig kaufen, schnell verbrauchen!

Bestes Badewetter ist vorausgesagt? Dann lieber kleine Mengen frisch einkaufen und die Lebensmittel schnell verbrauchen. Kühlschrank und Gefriertruhe sind an diesen Tagen ohnehin stark frequentiert: Getränke wollen gekühlt, Eiswürfel bereitet und auch Schokoladen sollten jetzt besser im Kühlschrank aufbewahrt werden. Doch mit jedem Produkt, das zusätzlich in der Kühlung landet, steigt auch die Temperatur im Kühl- und Gefrierschrank. Gerade bei Hitze bedeutet das: Immer nur so viel einkaufen, dass Kühlprodukte ausreichend Platz haben und die Kühlung die Temperatur halten kann.

Beim Einkauf: Mit der Kühltasche die Kühlkette einhalten!

Im Sommer müssen Einkäufe auch schon mal Temperaturen von über 40 Grad im Auto überstehen. Dann ist es besonders wichtig, die Kühlkette einzuhalten. Das heißt: Die Kühlbox oder Isoliertasche sollten zum ständigen Einkaufsbegleiter werden. Am besten ist es, Milchprodukte, Fleisch, Tiefkühlkost und alle hitzeempfindlichen Produkte ganz zum Schluss in den Einkaufswagen zu legen. Sie können nach dem Bezahlen schnell in die Kühltasche und zu Hause in den Gefrier- oder Kühlschrank wandern.

Bei Gewitterluft: Brot im Kühlschrank lagern!

Die Sonne sticht und drückende Gewitterluft zieht auf: Dann ist es Zeit, Brot und Kuchen vor Schimmelbefall zu retten. Denn bei drückender Gewitterluft sind Backwaren besonders anfällig. Am besten sind sie jetzt im Kühlschrank aufgehoben. Allerdings nur kurzzeitig. Denn in der Kühlung verliert Gebackenes schnell an Geschmack. Daher gehört Brot normalerweise in den Brotkasten. Diesen sollte man ein- bis zweimal pro Woche mit Essigwasser reinigen, um Schimmelbildung zu verhindern. Ein weiterer Tipp: Brotlaibe im Ganzen kaufen, denn sie halten länger als Schnittbrot. Geschnittene Brotscheiben haben eine größere Angriffsfläche für Schimmelpilze. Für Schnittbrot empfiehlt es sich, einzelne Scheiben einzufrieren und diese nach Bedarf aufzutauen.

Für frische Früchte gilt: Gemüsefach statt Obstschale!

Auch wenn es in der Küche noch angenehm kühl ist, viele Früchte werden im Sommer durch Wärmeeinfluss und hohe Luftfeuchtigkeit schneller weich. Die meisten Obst- und Gemüsesorten halten sich nun am besten im Kühlschrank. Heimische Früchte lieben es generell kühl. Auch wenige Exoten wie Feige und Kiwi dürfen ins Gemüsefach. Ob Paprika, Gurke oder Karotte: Fast alle Gemüsesorten bevorzugen die Kühlung. Die Ausnahme bilden Aubergine, Tomate, Kartoffel und Kürbis. 

Wird bei Gewitter die Milch sauer?

Eine alte Bauernregel besagt, dass Gewitterluft die Milch zum „Kippen“ bringt. Tatsächlich kann das auf ungekühlte Milchprodukte zutreffen. Denn in der schwülen Wärme vermehren sich Milchsäurebakterien nur zu gerne. Im mittleren Kühlschrankfach aufbewahrt, sind Vollmilch, Sahne, Quark oder Joghurt vor Gewitterluft bestens geschützt.

Initiative Zu gut für die Tonne!

Pro Person und Jahr werfen wir rund 55 Kilogramm Lebensmittel in die Tonne. Und das sind nur die Abfälle, die in den Privathaushalten anfallen. Wie sich Lebensmittelabfälle reduzieren lassen, zeigt die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Akteure aus Industrie, Handel, Gastronomie und Landwirtschaft sowie Verbraucherverbänden, Kirchen und NGOs unterstützen die Initiative. Unter www.zugutfuerdietonne.de finden sich Tipps zu Lebensmittellagerung und -haltbarkeit, Fakten zur Lebensmittelverschwendung sowie Rezepte für beste Reste.

Pressekontakt Zu gut für die Tonne! Eine Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft Telefon: +49 (0)228 996845-7340 E-Mail: kontakt@zugutfuerdietonne.de Twitter: @zgfdt Weitere Presseinformationen und Bildmaterial unter: www.zugutfuerdietonne.de

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