Previous
Next

Foto: 123rf.de

++ Depression ++ Tafel ++ Advent ++ E-Autos ++ Cyber-Angriffe ++ Plastikmüll ++

28.11.2018

Foto: 123rf.de

Bayern- & Deutschlandnews zum 28. November 2018!

Deutschland-Barometer Depression

Die Erkrankung Depression belastet Partnerschaft und Familie in hohem Maße: 84 Prozent der Erkrankten haben sich während ihrer Depression aus sozialen Beziehungen zurückgezogen. Das belegt das zweite „Deutschland-Barometer Depression“ von Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Deutsche Bahn Stiftung. Die repräsentative Befragung untersucht Einstellungen und Erfahrungen zur Depression in der Bevölkerung. Befragt wurden 5.000 Personen zwischen 18 und 69 Jahren aus einem repräsentativen Online-Panel für die deutsche Bevölkerung in Privathaushalten. Informationen und Hilfe finden Angehörige online unter deutsche-depressionshilfe.de.

Tafel-Tütenaktion erfolgreich

Die Benefizaktion „Gemeinsam Teller füllen“ ist erfolgreich beendet worden: Im Aktionszeitraum vom 5. bis 17. November hatten REWE-, Sky- und nahkauf-Kunden deutschlandweit die Möglichkeit, mit Lebensmitteln gefüllte Tüten für den guten Zweck zu kaufen. Die Supermärkte haben die gesammelten Tüten an die nächstgelegenen Tafeln übergeben und weitere Waren im Wert von 40.000 Euro beigesteuert, die auf karitative Vereine verteilt werden. Die Spendenbereitschaft beläuft sich auf Lebensmittel im Wert von 2,53 Millionen Euro.

Advents-Deko wächst auch draußen

Selbst gemachter Adventsschmuck ist dekorativ, günstig und liegt voll im Trend! „Beim Spaziergang findet sich so manches Deko-Stück direkt am Wegesrand“, sagt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. „Gegen das Sammeln ist nichts einzuwenden, wenn man nicht querfeldein durchs Gelände tobt, den Waldboden abgrast und die Wildtiere aufscheucht“, so Goris. Trotzdem: Es muss nicht alles teuer gekauft werden. Knorrige Hölzer, Zapfen und auf dem Boden liegende Baumrinde, vereinzelte Gräser und abgebrochene, urige Äste eignen sich perfekt zu Dekorationszwecken. Mit etwas Geschick lässt sich so zum 1. Advent preisbewusst und kreativ ein Stück Natur ins Haus holen.

Deutschlands beliebteste Weihnachtsmärkte

Das Verbraucherportal testberichte.de hat rund 67.000 Besucher-Meinungen zu über 80 Weihnachtsmärkten in Deutschlands Großstädten ausgewertet und das ultimative Weihnachtsmarkt-Ranking erstellt: Danach zieht der beliebteste Weihnachtsmarkt jedes Jahr rund 1,5 Millionen Besucher an und liegt an der Weser. Mit einem unglaublich hohen Schnitt von 4,8 (von fünf möglichen) Sternen bei insgesamt über 1.200 abgegeben Bewertungen liegt Bremen ganz vorn. Zweitbeliebtester Markt im Ranking ist der Dresdner "Striezelmarkt". Deutschlands ältesten Weihnachtsmarkt gibt es bereits seit 1434, er findet dieses Jahr zum 584. Mal statt. Berlins Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche erhält insbesondere von vielen ausländischen Gästen (auf Englisch) sehr gute Bewertungen. In zahlreichen Kommentare des drittplatzierten Marktes wird den Opfern des islamistischen Terroranschlags vor zwei Jahren gedacht.

Höchststand bei Studierenden

Im Wintersemester 2018/2019 sind so viele Studierende wie noch nie an den deutschen Hochschulen eingeschrieben. Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren 2.867.500 Studentinnen und Studenten im aktuellen Wintersemester an einer deutschen Hochschule immatrikuliert. Damit erhöhte sich die Zahl der Studierenden im Vergleich zum Wintersemester 2017/2018 um 22.600 (+0,8 Prozent).

Elektroautos: Mangel an Informationen

Die Automobilhersteller haben stark in die Entwicklung von Elektroautos investiert, doch die Verkaufszahlen bleiben weit unter dem Ziel, so die Cars Online Trend-Studie „Electric Cars: At the tipping point?“ von Capgemini. Dies liegt mitunter an mangelnder Information für interessierte Verbraucher. Im Durchschnitt sieht sich laut der Studie etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer (53 Prozent) nicht ausreichend über Elektroautos informiert. In Deutschland sind es fast zwei von drei Befragten (64 Prozent). Bezüglich der Akkus fühlen sich hierzulande lediglich 29 Prozent gut informiert, über Ladestationen weniger als jeder Vierte. Gravierend sind die Informationslücken gerade bei diesen Themen, da sie für die Kaufbereitschaft fast aller deutschen Befragten kritisch sind: Für 95 Prozent ist es wichtig, vor dem Kauf Information über die Lebensdauer und Kosten des Akkus zu erhalten, für 94 Prozent sind Informationen zur maximalen Reichweite des Elektroautos entscheidend und ebenfalls für 94 Prozent Infos zur der Lage der öffentlichen Ladestationen.

Mehr Cyber-Angriffe

34 Prozent der Unternehmen in Deutschland waren in den vergangenen zwölf Monaten Opfer eines Cyber-Angriffs. 39 Prozent haben im gleichen Zeitraum mindestens einen IT-Sicherheitsvorfall registriert. Um sich zu schützen und Datenlecks ausfindig zu machen, existiert in sechs von zehn der Unternehmen eine umfassende IT-Sicherheitsstrategie. Allerdings hält jeder dritte Entscheider die Chance für gering, überhaupt Ziel einer gravierenden Hackerattacke zu werden, die Schäden in Höhe von mindestens fünf Prozent des Jahresumsatzes verursacht. Das sind die Ergebnisse der Studie „Potenzialanalyse Unternehmen schützen, Risiken minimieren“ von Sopra Steria Consulting und dem F.A.Z.-Institut.

Weniger HIV-Neuinfektionen

Die jährliche Zahl der HIV-Neuinfektionen ist zwischen 2010 und 2017 um 18 Prozent gesunken. 1,8 Millionen Erwachsene und Kinder infizierten sich 2017 mit dem Virus. 2010 waren es 2,2 Millionen. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand von Daten der Vereinten Nationen mit. Laut Schätzungen von UNAIDS, dem Gemeinsamen Programm der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS, waren 2017 weltweit rund 36,9 Millionen Menschen mit HIV infiziert. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) lebte in Ost- und Südafrika. Dort wurden 2017 auch 44 Prozent aller weltweiten Neuinfektionen gemeldet.

Plastik aus Deutschland vermüllt Malaysia

Zum Recycling bestimmter Plastikmüll auch aus Deutschland wird in Malaysia illegal entsorgt und unter freiem Himmel verbrannt. Der von Greenpeace veröffentlichte Report „The Recycling Myth“ zeigt, dass in dem südostasiatischen Land Plastikverpackungen aus 19 Industrieländern nicht vorschriftsmäßig wiederverwertet werden. Die ungeregelte Entsorgung schade der Umwelt und stelle eine Gesundheitsgefahr für Menschen dar. „Die Flut an Plastikmüll lässt sich nur eindämmen, indem weniger Kunststoffe produziert werden“, sagt Manfred Santen von Greenpeace Deutschland. „Die Bundesregierung muss einen überprüfbaren Plan mit Zwischenzielen entwickeln, um die Masse an Plastik zu reduzieren. Illegale Plastikmüll-Exporte müssen mit klaren Regeln und strengen Kontrollen verhindert werden.“ Mehr online: https://tinyurl.com/y94mc9s7

Wenige investieren in Betriebsrente

Zu geringes Einkommen und zu viel Bürokratie: Diese beiden Faktoren halten Arbeitnehmer davon ab, eigene Beiträge in Betriebsrenten zu investieren. Das ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens Aon. Befragt wurden rund 1.000 Arbeitnehmer aus Großunternehmen mit mehr als 10.000 Beschäftigten. Bisher leisten 65 Prozent der Männer Eigenbeiträge, bei Frauen sind es sogar nur 46 Prozent. Der wichtigste Grund, nicht zu investieren: „Mein Einkommen reicht nicht aus“. Besonders häufig wird er von Geringverdienern, Teilzeitbeschäftigten sowie Mitarbeitern aus Handel und Logistik genannt. Mit 26,9 Prozent trifft dies im Übrigen doppelt so häufig auf Frauen wie auf Männer (13,6 Prozent) zu.

Bayerische Initiative erfolgreich

Erfolg für Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber im Bundesrat: Angesichts der gewaltigen Herausforderungen durch Borkenkäfer, Stürme und Trockenheit hat sich Kaniber im Agrarausschuss des Bundesrats für eine steuerliche Erleichterung der Waldbesitzer stark gemacht. Die anderen Bundesländer folgten ihrer Initiative. „Die massiven Schäden durch Waldschädlinge und Wetterextreme und die enormen Kosten für die Wiederaufforstung sind für die Waldbesitzer allein kaum mehr zu bewältigen“, sagte die Ministerin. Die Schäden hätten sich in den vergangenen Monaten bundesweit dramatisch verschärft und erreichten mittlerweile ein historisches Ausmaß. „Daher müssen alle Möglichkeiten zur Entlastung unserer Waldbesitzer genutzt werden“, appellierte Kaniber.

Olaf Konstantin Krueger

Hier geht's zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 21. November 2018.

Aus unseren Regionen...