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++ Gift ++ Integrationspreis ++ Kinder ++ Pendler ++ Unbeschenkbare ++ Zeugenaufruf ++

06.12.2017

Bayern- & Deutschlandnews zum 6. Dezember 2017!

Gift in Altöttinger Blutproben

Obwohl das Landesamt für Gesundheit seit zehn Jahren von einer Belastung mit hochgiftigen perfluorierten Kohlenwasserstoffen in der Region Altötting wusste, sind weder die Menschen vor Ort gewarnt, noch offenbar das Trinkwasser entsprechend untersucht worden. Das ist das Ergebnis von Recherchen der SPD-Abgeordneten Florian von Brunn und Günther Knoblauch. 2016 waren bei Kontrollen von Blutspenden aus der Region bis zu 20-fach erhöhte Werte von Perfluoroctansäure (PFOA) entdeckt worden. Doch bereits 2006 hatten die Behörden die Chemikalie in Fischen in der Alz festgestellt, wie jetzt bekannt wurde. PFOA baut sich in der Umwelt nicht ab und ist für den Menschen giftig. Der Stoff wurde daher auf deutsche Initiative bereits im Jahr 2013 als besonders besorgniserregende Chemikalie klassifiziert und ab 2020 ist PFOA in der EU komplett verboten.

Lagerfeld kritisiert Merkel

Modeschöpfer Karl Lagerfeld ist über den Wahlerfolg der AfD sehr wütend: „Da habe ich beinahe einen Schlag gekriegt, so aufgebracht war ich. Ich war wütend, bin es immer noch“, sagt der 84-Jährige in einem Interview mit dem ZEITmagazin und VOGUE. Die Ursache für den Aufschwung der AfD sieht er in der Politik Angela Merkels: „Seit Angela Merkels Umgang mit Griechenland während der Finanzkrise hatte sie in Europa den Ruf einer bösen Mutter, wie man in Frankreich sagt. Während der Flüchtlingskrise wollte sie sich dann als Pastorentochter ein besseres Image zulegen. Man hat ihr damals vorausgesagt, dass sie deshalb Millionen von Stimmen verlieren wird. Und genau so ist es gekommen. Bravo!“

Oberbayerischer Integrationspreis verliehen

Gemeinsam mit der Integrationsbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung Kerstin Schreyer, MdL, und dem Vertreter von Bayerns Integrationsministerin Emilia Müller, Ministerialdirektor Dr. Markus Gruber, hat Regierungspräsidentin Brigitta Brunner am 5. Dezember 2017 die Integrationspreise für den Regierungsbezirk Oberbayern verliehen. Damit zeichneten sie fünf Initiativen aus Altötting, Neuötting, Pittenhart (Landkreis Traunstein), Weilheim und Wörth (Landkreis Erding) in den Kategorien Bildung und Soziales, Kultur, Sport, Demografie und Wirtschaft aus. Zwei der Integrationsprojekte widmen sich außerdem speziell dem Thema Frauen. Die ausgezeichneten Initiativen stehen stellvertretend für alle anderen Bewerber um den Integrationspreis, deren gesellschaftliches Engagement vorbildlich ist.

Kinderreichste Familie gesucht

Der Reiseshoppingsender sonnenklar.TV ermittelt bis Ende Dezember die kinderreichste Familie in Deutschland und schickt sie auf einen zehntägigen Gratis-Trip. Die An- und Abreise erfolgt dabei mit der Deutschen Bahn. Zunächst fahren die Gewinner für zwei Übernachtungen nach München, wo ein Studiobesuch bei sonnenklar.TV und ein Aufenthalt in der Therme Erding auf sie warten. In der mit 140.000 Quadratkilometern Wellness und 2.500 Rutschen-Metern größten Therme der Welt kann die Familie sogar im eigenen Alm Chalet entspannen. Nach drei Tagen München geht es weiter nach Bodenmais in den Bayerischen Wald, wo Groß und Klein für sieben Nächte im Familien-Komforthotel Fürstenbauer residieren. Vollpension light mit Frühstücksbuffet, Nachmittagssnack und Abendessen ist ebenfalls inklusive. Teilnehmen können alle Eltern mit gemeinsamen Kindern bis Ende zwölf Jahren. Information zur Aktion: sonnenklar.TV/familie.

Bayerns Großhändler erfolgreich

Der Umsatz des bayerischen Großhandels (einschl. der Handelsvermittlung) stieg in den ersten neun Monaten 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum nominal um 7,1 Prozent und real um 4,5 Prozent). Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, wuchs die Zahl der Beschäftigten des Großhandels um 2,1 Prozent. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten erhöhte sich dabei um 2,3 Prozent und die Zahl der Teilzeitbeschäftigten um 1,5 Prozent.

Arbeitslosigkeit kräftig gesunken

Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist von Oktober auf November um 20.000 auf 2.368.000 gesunken. Der Rückgang fiel kräftiger aus als üblich. Deshalb hat die Arbeitslosigkeit auch bereinigt um die saisonalen Einflüsse abgenommen und zwar um 18.000 im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr waren 164.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 21.000 auf 3.359.000 Personen gesunken. Das waren 149.000 weniger als vor einem Jahr. Damit ist sie im Vorjahresvergleich weniger stark zurückgegangen als die Arbeitslosigkeit, da mehr – insbesondere geflüchtete – Menschen gefördert wurden. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im Oktober auf 1,60 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,7 Prozent.

Berufspendler fahren Auto

Im Jahr 2016 benötigten in Bayern rund 24 Prozent der Erwerbstätigen weniger als zehn Minuten und 50 Prozent zwischen zehn und unter 30 Minuten für den einfachen Weg von der Wohnung zur Arbeitsstelle. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, nutzten etwa zwei von drei Berufstätigen das Auto, um zum Arbeitsplatz zu gelangen. Männer waren hierbei häufiger mit dem PKW unterwegs als Frauen (72 Prozent gegenüber 66 Prozent). Rund 13 Prozent der Erwerbstätigen nutzten überwiegend die öffentlichen Verkehrsmittel, acht Prozent gingen zu Fuß und weitere acht Prozent wählten das Fahrrad. Fast jeder zweite Erwerbstätige in Bayern arbeitete in seiner Wohngemeinde.

Innere Uhr wird ignoriert

Die herkömmlichen Zeitvorgaben vom Arbeitgeber oder Schulbetrieb orientieren sich nicht an den Bedürfnissen der Menschen: Wie der Schlafforscher Hans-Günter Weeß, Leiter der schlafmedizinischen Abteilung des Pfalzklinikums Klingenmünster gegenüber dem Business-/Lifestyle-Magazin 'Business Punk' bestätigte, raubt die dem Schlaf-/Wachrhythmus nicht angepasste Arbeits- bzw. Schulzeit den Menschen wertvollen Schlaf. „Unsere Gesellschaft tickt nicht richtig, weil Schule und Arbeit nicht an unseren inneren Uhren ausgerichtet sind und viele Menschen zu früh aus dem Bett geholt werden“, so Weeß. Gerade in unseren Breiten sei der sogenannte Spät-Typ am verbreitesten, der eigentlich eher zwischen 24 und zwei Uhr ins Bett und morgens zwischen acht und zehn Uhr aufstehen will.

80 Prozent „unbeschenkbar“

Die neueste Studie von Groupon zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen mindestens eine Person in der Familie hat, die scheinbar unbeschenkbar ist - weil sie bereits alles haben, wählerisch und schwer zufriedenzustellen sind. Ergebnisse: 80 Prozent der Deutschen haben einen „Unbeschenkbaren“ in der Familie - eine Person, für die es fast unmöglich ist, zu Weihnachten das richtige Geschenk zu finden. Fast die Hälfte (44 Prozent), die solch einen Unbeschenkbaren in der Familie hat, fürchtet, dass ein falsches Präsent dem zu Beschenkenden das Gefühl vermittelt nicht gemocht zu werden. Auf der Suche nach dem perfekten Geschenk ruft ein Viertel der Geschenksuchenden sogar jemanden an, um eine zweite Meinung einzuholen. 44 Prozent der Befragten verlassen sich auf ihren Partner, um ihrer Schwiegermutter ein passendes Geschenk zu kaufen.

FDP verliert Vertrauen

Zwei Wochen nach dem Abbruch der „Jamaika“-Sondierungen durch Parteichef Christian Lindner ist das Vertrauen in die FDP weiter gesunken. Das zeigt das aktuelle RTL/n-tv-Trendbarometer, das forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL Deutschland ermittelt hat. Gäbe es jetzt Neuwahlen für den Bundestag, würde jeder fünfte FDP-Wähler vom 24. September wieder die Union wählen. Die Ergebnisse im Einzelnen: CDU/CSU 34 Prozent (Bundestagswahl 32,9), SPD 20 Prozent (20,5), FDP 8 Prozent (10,7), Bündnis 90/DIE GRÜNEN 13 Prozent (8,9), DIE LINKE 9 Prozent (9,2), AfD 10 Prozent (12,6).

Lawinenwarnzentrale: tägliche Lageberichte

Die Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) veröffentlicht wieder täglich den Lawinenlagebericht für den bayerischen Alpenraum. Der Service bietet Wintersportlern umfassende Informationen über die vorliegende Gefahrenstufe, den Schneedeckenaufbau sowie den Umfang und die Verteilung der Gefahrenstellen im Gelände. Er ist eine unverzichtbare Grundlage für die Planung und Durchführung von Winteraktivitäten im Gebirge. Für Wintersportler aus dem Ausland wird die Prognose der Lawinenlage für den Folgetag nun auch auf Englisch veröffentlicht. Der Lawinenlagebericht wird für die sechs bayerischen Alpinregionen Allgäuer Alpen, Ammergebirge, Werdenfelser Alpen, Bayerische Voralpen, Chiemgauer Alpen und Berchtesgadener Alpen erstellt. Er ist online unter lawinenwarndienst-bayern.de, telefonisch unter 0 89/92 14 15 10 und im Videotext des Bayerischen Fernsehens auf Tafel 646 abrufbar. Eine mobile Anwendung für Smartphones und Tablets steht unter lawinenwarndienst-bayern.de/mobile/ zur Verfügung. Zudem kann der Lawinenlagebericht als E-Mail-Newsletter unter lawinenwarndienst-bayern.de/service_downloads/ abonniert werden.

Angriff auf 17-Jährige: Zeugenaufruf

In Rosenheim iat am Montag, 6. November, nahe der Loretowiese eine 17-Jährige von einem Unbekannten angegriffen, in ein Gebüsch gezogen und sexuell genötigt worden. Nur weil sich die Frau erheblich wehrte, gelang es ihr zu fliehen. Staatsanwaltschaft und Kripo suchen dringend nach Zeugen. Der Angreifer war etwa 50 Jahre alt, ca. 180 cm groß, hatte eine stämmig-mollige Figur, trug einen dunkelbraunen Vollbart, hatte glatte, bis zum Ohr reichende Haare („Topfschnitt“) ohne Scheitel, eine auffällige, waagrecht verlaufende Narbe unterhalb dem rechten Auge und eine auffällige Tätowierung linksseitig am Hals (ähnlich einer Kette mit offenen Kettengliedern, Glieder reichen vom Unterkiefer bis zum unteren Halsende und sind dick bzw. schwarz ausgemalt), sehr auffällig bei dem Mann war der teilamputierte Ringfinger an der linken Hand, er war zur Tatzeit komplett schwarz gekleidet, mit einem schwarzen Stoffgürtel über der Jacke und einer roten Bauchtasche. Das Fachkommissariat K1 der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim bittet Zeugen, sich unter Rufnummer 0 80 31/20 00 zu melden. Für Hinweise, die zur Klärung der Straftat führen, wurden 2.000 Euro Belohnung ausgelobt.

Jugend-Motorsportler ausgezeichnet

Gala zum Saisonabschluss: Der ADAC Südbayern hat bei der Jugendsportehrung am 3. Dezember im Veranstaltungsforum Fürstenfeld 100 erfolgreiche Talente ausgezeichnet. Überreicht wurden Trophäen und Urkunden von den Vorständen Martin Krisam, Fritz Schadeck sowie Vorstandsrat und Wagenreferent Wolfgang Gastorfer. Auch Michael Härtel (MSC Dingolfing) ehrte die jungen Talente aus den Disziplinen Kart-Fraktion (Slalom und Rundstrecke), Automobilslalom, Autocross, Schlepperturnier, BMX, Trial, Bahnsport, Motocross, Supermoto und Motorrad-Rundstrecke. Das ADAC-Jugendsportabzeichen in Gold erhielten Katharina Spielberger (MSC Schrobenhausen), Sebastian Echter (MSF Olching), Marco Erhart (MSC Ohlstadt), Felix Nörpel (MC Dießen) und Florian Weiß (MAC Königsbrunn).

Olaf Konstantin Krueger

Hier geht's zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 29. November 2017.

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