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++ Gipfelkreuz ++ Kitas ++ Südbayern ++ Journalismus ++ Taschendiebstähle ++ Antifa ++

08.11.2017

Bayern- & Deutschlandnews zum 8. November 2017!

König Ludwig II.-Museum geschlossen

Das König Ludwig II.-Museum der Bayerischen Schlösserverwaltung auf Herrenchiemsee bleibt bis voraussichtlich Ostern 2018 wegen Bauarbeiten an der Klimaanlage geschlossen. Die neue Anlage verspricht eine höherwertigere Klimatechnik und einen deutlich geringeren Energieverbrauch als die defekte, rund 30 Jahre alte Klimaanlage. Die Baukosten liegen bei insgesamt 900.000 Euro.

Wieder Gipfelkreuz zerstört

Das in einem Metallfundament eingefasste Gipfelkreuz am Kotzen im Vorkarwendel wurde letztes Wochenende oberhalb der Metallaufnahme umgesägt. Die Tatzeit des aktuellen Falls kann auf Sonntagvormittag zwischen 6 Uhr und 10.30 Uhr eingegrenzt werden. Zur weiteren Klärung bittet die Polizei unter Rufnummer 08 81/64 00 um Hinweise aus der Bevölkerung. Schon 2016 kam es zwischen dem 31. Juli und 5. November im Bereich von Lenggries zu insgesamt vier Fällen von umgesägten Gipfelkreuzen, bei denen das Östliche Torjoch und der Scharfreiter betroffen waren.

Ausreisepflichtige teils abgelehnte Asylbewerber

Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag ist etwa jeder zweite ausreisepflichtige Ausländer in Deutschland ein abgelehnter Asylbewerber. Danach waren zum 31. Juni 2017 im Ausländerzentralregister rund 226.000 Ausreisepflichtige gespeichert, unter diesen knapp 115.000 Menschen, deren Asylanträge abgelehnt wurden. Bei den Verbleibenden handelt es sich etwa um Menschen, deren Visum abgelaufen ist.

Geiselnehmer in Psychatrie

Der 28-jährige Geiselnehmer von Pfaffenhofen wird in einer Nervenklinik untergebracht, da er nach Ansicht des Haftrichters seelisch krank ist. Der Mann hatte letzten Montag im Jugendamt von Pfaffenhofen eine 31-jährige Sachbearbeiterin über fünf Stunden lang als Geisel gehalten und mit einem Messer bedroht. Der mutmaßliche Täter wollte erzwingen, dass seine eineinhalbjährige Tochter aus der Obhut einer Pflegefamilie zurück zur Mutter kommt. Er wurde von der Polizei mit einer Elektroschockpistole überwältigt.

LKA-Beamte vor Gericht

Sechs suspendierte Beamte des bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) müssen sich wegen eines V-Mann-Einsatzes bei der Rockerbande „Bandidos“ vor dem Landgericht in Nürnberg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den Ermittlern Diebstahl in mittelbarer Täterschaft, Strafvereitelung im Amt, Betrug und uneidliche Falschaussage vor. Die Ermittler sollen den Diebstahl eines Minibaggers nicht verhindert und später noch gedeckt haben - durch Lügen vor Gericht und die Manipulation von Akten, vorgeblich um den Informanten zu schützen und weitere Erkenntnisse über die Rockerbande zu gewinnen. Der Vorwurf des Betrugs gegen einen der Beamten bezieht sich auf eine Tachomanipulation. Ein Urteil könnte Mitte März gesprochen werden.

Gesündere Kitas

Bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Apothekenmagazins „Baby und Familie“ mahnte die große Mehrheit der Väter und Mütter mit einem Kita-Kind an, dass sich die Kinder in Krippen und Kindergärten zur Stärkung ihrer Abwehrkräfte viel draußen bewegen sollten (92,0 Prozent). Zudem sollte dort viel mehr frisches Gemüse auf dem Speiseplan stehen, damit die Kinder besser mit Vitaminen versorgt werden und so weniger krankheitsanfällig sind (86,2 Prozent). Außerdem sollten Kinder nur mit komplettem Impfschutz dorthin geschickt werden dürfen (83,7 Prozent). Etwas mehr als jeder Dritte (38,4 Prozent) kritisiert pauschal, die Betreuungseinrichtungen unternähmen „viel zu wenig“ gegen die Ansteckungsgefahr der Kinder untereinander.

Ausbildungsmarkt stabil

Von Oktober 2016 bis September 2017 wurden den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern in gemeinsamen Einrichtungen insgesamt 549.800 Berufsausbildungsstellen gemeldet, ähnlich viele wie im Vorjahreszeitraum (+2.800). Der überwiegende Teil sind betriebliche Ausbildungsstellen; sie verzeichnen ein leichtes Plus von 4.100 auf 521.900. Die von Seiten der Kammern bislang vorliegenden Daten zu den 2017 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen sprechen ebenfalls für eine stabile Entwicklung. Nach den Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, des Handwerkskammertages sowie der Kammern der Freien Berufe wurden bis zum 30. September 2017 insgesamt 480.000 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen. Das waren rund 5.300 mehr als vor einem Jahr.

Wirtschaftsstandort Südbayern „gut“

Südbayern steht für fast zwei Drittel der bayerischen Wirtschaftsleistung, wird aber als Motor der bayerischen Wirtschaft nur unzureichend wahrgenommen. Mit ihrer erstmals gemeinsam durchgeführten Standortumfrage unter fast 5.000 Betrieben wollen die IHK für München und Oberbayern, die IHK Niederbayern und die IHK Schwaben vor der kommenden Landtagswahl auf die gemeinsamen Interessen der Wirtschaft in Südbayern hinweisen. In der Umfrage erhält der Wirtschaftsraum die Gesamtnote 2,1. Mehr als zwei Drittel der Unternehmen bewerten den Standort als „sehr gut“ oder „gut“. Noch einmal für Südbayern würden sich 83 Prozent der Unternehmen entscheiden. Allerdings sagen mehr als ein Viertel der Betriebe, dass Standortmängel ihr Wachstum bremsen.

Produktion rückläufig

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im September 2017 preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt 1,6 Prozent niedriger als im Vormonat. Für August 2017 wurde das im Vormonat veröffentlichte Ergebnis (Anstieg von 2,6 Prozent gegenüber Juli 2017) bestätigt.

Weiterhin Luchs-Tötungen

Der im September im Berchtesgadener Land tot aufgefundene Luchs „Alus“ ist laut der Gregor Lousioder Umweltstiftung nicht eines natürlichen Todes gestorben: Alus wurde ohne Kopf und ohne Vorderläufe vorgefunden, die Polizei Oberbayern hat eindeutig Geschosspartikel im Tier nachgewiesen. Der Fall reiht sich damit in eine Reihe von in den vergangenen Jahren illegal getöteten Luchsen im Bayerischen Wald ein. In keinem der Fälle konnte bisher ein Täter dingfest gemacht werden.

Qualität im Journalismus wichtig

Neun von zehn Bundesbürgern sehen qualitativ hochwertigen Journalismus als wichtig für die Demokratie und die Gesellschaft in Deutschland an. Für 88 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahre sind qualitativ hochwertige Medien für das Funktionieren unserer Demokratie sehr wichtig (57 Prozent) bzw. wichtig (31 Prozent). Außerdem sind 94 Prozent davon überzeugt, dass guter Journalismus einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft hat. Dabei spielen Printmedien eine bedeutende Rolle. Das geht aus der Allensbach-Studie „Wert des Journalismus im Spannungsfeld mit Gratisinformationen“ unter 1.454 Befragten hervor, die im Auftrag des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) durchgeführt wurde.

Fast 165.000 Taschendiebstähle

Erstmals hat das Schnäppchen-Portal shopping.de über 400 Städte und Kreise in Deutschland zum Thema Taschendiebstahl untersucht. Fazit: Sowohl Großstädte als auch Landkreise stehen im Fadenkreuz der Kriminellen. Fakten: Innerhalb der vergangenen 30 Jahre stieg die Diebstahlquote um 528 Prozent an. Beschauliche 26.239 Delikte zählte man 1987 im früheren Bundesgebiet. Im Jahr des DDR-Beitritts waren es fast 51.000. Zum ersten Mal sechsstellig wurde es 1993 (100.984 Straftaten), die 150.000 knackte man im Jahr 2014. Die Anzahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen stieg zwischenzeitlich auf 77 Prozent (1992). Auffällig damals: 53 Prozent der Tatverdächtigen besaßen den Status Asylbewerber. Seit Öffnung des Schengenraums nach Osten im Dezember 2007 läuft die Straftatenerfassung unter Volldampf (2008: 91.609, 2010: 104.145, 2012: 117.277, 2014: 157.069). Mittlerweile sind es fast 165.000 angezeigt Taschendiebstähle. Auch die Anzahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen ist nach kurzem Abflauen wieder bei 76 Prozent im Jahr 2016 angekommen. Mehr online: http://tinyurl.com/ybdlpvt5

Antifa-Kongress verurteilt

Den Antifa-Kongress mit mehreren Hundert Teilnehmern im Münchner Gewerkschaftshaus hat der stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion Peter Felser als „unerträgliche Zumutung für die Öffentlichkeit und als nicht hinzunehmende Unterstützung eines gewaltbereiten Linksextremismus verurteilt.“ Gerade nach den Krawallen schwarz vermummter Linksautonomer beim G 20-Gipel in Hamburg hätte Felser vom DGB mehr Fingerspitzengefühl erwartet. Er beanstandet, dass die Gewerkschaftsführung kritische Stimmen aus den eigenen Reihen und Proteste von großen Teilen der Polizei gegen die Antifa-Tagung ignoriert habe.

Mieter muss Bedrohung mitteilen

Mietinteressenten, die „Anziehungspunkt für linksgerichtete Gewalt“ sind und dies verschweigen, begehen eine arglistige Täuschung. Mit dieser Begründung hat das Amtsgericht Göttingen der Räumungsklage einer Vermieterin gegen ein Mitglied der AfD-Nachwuchsorganisation stattgegeben (Az. 18 C 41/17). Zwar müsse ein Mieter seine politische Gesinnung vor dem Unterzeichnen eines Mietvertrages nicht offenbaren, ziehe er aber linke Gewalt an, sei dies ein „bedeutsamer Umstand“, über den der Mietinteressent den Vermieter aufklären müsse. Im konkreten Fall war der AfD-Nachwuchspolitiker im Sommer in eine Göttinger Wohnung gezogen. In der Folgezeit kam es in der Umgebung wiederholt zu politisch motivierten Sachbeschädigungen und Brandstiftungen ähnlich jenen bei der früheren Wohnung des Mieters.

Olaf Konstantin Krueger

Hier geht's zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 1. November 2017.

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