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Foto: 123rf.de

++ Igel ++ Zirkustiere ++ Rauschgifthändler ++ Migranten ++ Fanatismus ++ Technologieboom ++

24.01.2018

Bayern- & Deutschlandnews zum 24. Januar 2018!

Bayerische Igel gefährdet

Zum Jahresende 2017 hat das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) eine aktualisierte „Rote Liste“ für Bayerns Säugetiere veröffentlicht, worin über 40 Prozent der bayerischen Säugetierarten als gefährdet verzeichnet sind. Der Igel steht in der sogenannten Vorwarnliste. Seine negative Bestandsentwicklung setze sich „durch die strukturelle Verarmung der Landschaft und den Einsatz von Chemie in der Agrarlandschaft auf beunruhigende Weise fort“, warnt LBV-Igelexpertin Martina Gehret.

Unfälle mit Zirkustieren

Nachdem ein Zirkustiger im Winterlager des Zirkus Barley in Kieve zwei Dompteure schwer verletzt hat, fordert die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ erneut ein bundesweites Wildtierverbot für Zirkusse. Immer wieder käme es in Deutschland zu Unfällen mit Wildtieren, bei denen Zirkusmitarbeiter, Zuschauer oder Passanten schwer verletzt oder getötet würden.

Rauschgifthändler festgenommen

In Freilassing, Landkreis Berchtesgadener Land, ist am 20. Januar ein mutmaßlicher regionaler Rauschgifthändler festgenommen worden. In seiner Wohnung wurden verschiedene Betäubungsmittel im Grammbereich aufgefunden sowie diverse Rauschgiftutensilien. Die Kriminalpolizei Traunstein übernahm die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts auf illegalen Handel mit Heroin in nicht geringer Menge sowie Handel mit Amphetamin und Metamphetamin. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein erging Haftbefehl.

19.370 unerlaubte Einreisen

2017 sind im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeidirektion München rund 19.370 unerlaubte Einreisen inklusive versuchte unerlaubte Einreisen registriert worden (2016: rund 126.900), davon rund 14.630 über die deutsch-österreichische Grenze (2016: 123.700). Die meisten hier festgestellten Migranten kamen aus Nigeria, Afghanistan, Syrien und Irak. Zurückgewiesen wurden mehr als 7.000 Personen, etwa 52 Prozent der Feststellungen. Rund 980 illegale Einreisen erfolgten per Güterzug - etwa 40 Prozent wurden in Raubling oder Rosenheim registriert, fast 60 Prozent in München. Seit November sind vier Inspektionen an der deutsch-österreichischen Grenze zuständig: Passau, Rosenheim, Freilassing und Kempten. Im Dezember stellten sie rund 1.300 unerlaubte Einreisen fest (2016: rund 1.450). Laut OLG Koblenz wird die illegale Einreise ins Bundesgebiet „de facto nicht mehr strafrechtlich verfolgt“ (AZ.: 13 UF 32/17).

GroKo: Ende einer Hängepartie

Bayerns Wirtschaft fordert einen zügigen Abschluss der Koalitionsverhandlungen in Berlin. Dabei müsse die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland im Mittelpunkt stehen. „CDU, CSU und SPD müssen nun ein mittelstandsfreundliches Programm formen und dürfen keine weitere Zeit verlieren. Die Hängepartie nach der Bundestagswahl dauert bereits viel zu lange“, erklärt Eberhard Sasse, Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK).

AfD übernimmt drei Vorsitze

Die AfD übernimmt im Bundestag in drei von insgesamt 23 Ausschüssen den Vorsitz: im Haushaltsausschuss, im Rechtsausschuss und im Ausschuss für Tourismus. Das Zugriffsrecht auf den Vorsitz im Haushaltsausschuss hat traditionell die größte Oppositionsfraktion, was bei Zustandekommen der GroKo aus CDU/CSU und SPD die AfD ist. Die Ausschussvorsitzenden werden von den Mitgliedern der Ausschüsse „bestimmt“, nicht gewählt. Bei allen Wahlen im Bundesparlament sind die AfD-Kandidaten bislang gescheitert, weshalb die AfD sich über „Tricksereien um den Alterspräsidenten“, „totale Verweigerungshaltung in Sachen Vizepräsidentschaftskandidaten“, der Wahl zum Parlamentarischen Kontrollgremium sowie der Festaktresolution zum Jubiläum des Elysée-Vertrages beschwerte.

Migrationszentrum im Senegal

Deutschland hat in der senegalesischen Hauptstadt Dakar ein Migrationszentrum mit fünf Beratern eröffnet, das sowohl Rückkehrern als auch Migranten hilft. Rückkehrern wird Hilfestellung geboten, Migranten über die Gefahr einer illegalen Einreise informiert und bei der legalen Migration und Jobsuche beraten. Bis 2020 stehen dafür rund 1,3 Millionen Euro zur Verfügung, teilt das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit. Deutschland hat inzwischen Zentren in Tunesien, Marokko und Ghana eröffnet, im Frühjahr folgt eines in Nigeria - einem der größten Herkunftsländer afrikanischer Migranten in Europa.

Integration von Flüchtlingen

Bundesagentur für Arbeit, Deutsche Post DHL Group, Henkel und Telekom haben eine positive Bilanz ihres Pilotprojektes „Praktikum PLUS Direkteinstieg“ zur langfristigen Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gezogen. Zusätzlich zu den bereits angebotenen Integrationsmöglichkeiten über Praktika und Ausbildungsplätze konnten knapp 100 Flüchtlinge über ein mehrstufiges Praktikum in eine zweijährige Anstellung wechseln.

Steinmeier verurteilt Fanatismus und Ausgrenzung

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft zum toleranten Umgang mit Minderheiten auf und verurteilt religiösen Fanatismus und Extremismus. „In unserer Einwanderungsgesellschaft kommt es darauf an, dass wir uns einander zuwenden und einander zuhören, dass wir uns unsere Geschichten erzählen. Nur dann kann das Zusammenleben der Vielen gelingen.“ An die Zuwanderer gewandt erklärt Steinmeier: „Sie sollten sich, nicht zuletzt, auch mit der deutschen Geschichte auseinandersetzen, mit der besonderen Verantwortung, die alle Menschen tragen, die in diesem Land leben wollen, ganz gleich, woher sie kommen und wie lange sie schon hier sind.“

Keine German Angst vor Industrie 4.0

Die Chefetagen internationaler Unternehmen sehen der vierten industriellen Revolution mit gemischten Gefühlen entgegen: Einerseits glauben die im Rahmen des globalen „Industry 4.0 Readiness Report“ von Deloitte befragten 1.600 Führungskräfte mit großer Mehrheit daran, dass Industrie 4.0 der Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen nutzen und zu mehr Gerechtigkeit und Stabilität führen wird. Andererseits sind sich viele unsicher, wie gut sie selbst aufgestellt sind und welchen Einfluss ihr Unternehmen insbesondere in gesellschaftlichen und sozialen Fragen künftig haben wird. In Deutschland dominierten Selbstbewusstsein und der Glaube an das eigene Potenzial.

Technologieboom im Automarkt

Allen Skandalen zum Trotz sind die Konsumenten weiterhin bereit, viel Geld für ein Auto auszugeben: Nach den Ergebnissen des internationalen Automobilbarometers 2017 von Consors Finanz würden neun von zehn der befragten Autofahrer für ihren nächsten Neuwagen mindestens so viel Geld ausgeben wie für ihr derzeitiges Fahrzeug. Sechs von zehn sind sogar bereit, mehr auszugeben. Dabei spielt auch eine Rolle, dass das Produktangebot der Autoindustrie mit dem digitalen Zeitgeist geht: Das Auto stehe in der digitalen Welt für einen freiheitlichen Lebensstil.

E-Mobilität bedroht Stromversorgung

Ab einer E-Auto-Quote von 30 Prozent komme es in Deutschland zu Engpässen bei der Stromversorgung: Unter den derzeitigen regulatorischen Rahmenbedingungen könnte in deutschen E-Mobilitäts-„Hotspots“ bereits in fünf bis zehn Jahren regelmäßig der Strom ausfallen - ab 2032 sei damit flächendeckend in Deutschland zu rechnen. Auf diese Weise bedrohe die wachsende Anzahl elektrisch angetriebener Autos die Stabilität der Stromversorgung und setze die Netzbetreiber unter erheblichen Handlungsdruck. Die Oliver Wyman-Analyse „Der E-Mobilitäts-Blackout“ empfiehlt als Alternative zum konventionellen Netzausbau die Flexibilisierung der Ladevorgänge. Dafür müssten kurzfristig Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Online-Shopper hinken Trends hinterher

Laut einer repräsentativen Studie der Shopping- und Vergleichsplattform idealo gehen die Wünsche der Konsumenten und die Trends des E-Commerce weit auseinander. Die Studie konfrontierte insgesamt 999 Teilnehmer mit den aktuellen Tendenzen der Branche. Ergebnis: Online-Shopper können in der heutigen digitalen Welt noch nicht einschätzen, wozu und wie der E-Commerce ihre persönlichen Daten nutzt, und haben Angst, zu einem gläsernen Kunden zu werden. Online-Händler hätten ihren Kunden diese Angst bislang nicht nehmen können.

Mehr Ausbildungsverhältnisse

Nach Zahlen von SOKA-BAU sind die neuen Ausbildungsverhältnisse in der Bauwirtschaft im vergangenen Jahr deutlich um 7,4 Prozent auf 12.709 gestiegen. Im Vorjahr hatten sie bereits um 2,0 Prozent zugenommen. Bemerkenswert ist dabei der erneut stärkere Anstieg der Ausbildungsverhältnisse in den neuen Bundesländern. Darüber hinaus hat auch die Gesamtzahl aller Auszubildenden zugenommen: um 3,1 Prozent auf rund 37.000. Damit hat sich 2017 der Ausbildungsmarkt in der Bauwirtschaft erneut besser entwickelt als in anderen Branchen: Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit sind die ihr gemeldeten neuen Ausbildungsverhältnisse im Durchschnitt aller Branchen um 0,6 Prozent gesunken.

Olaf Konstantin Krueger

Hier geht's zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 17. Januar 2018.

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