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++ Laktose ++ Bergwachten ++ Einreisen ++ Radl-Demo ++ Nachhaltigkeit ++ Azubimangel ++

11.07.2018

Bayern- & Deutschlandnews zum 11. Juli 2018!

Laktoseintoleranz: Mehr Betroffene

Die Zahl der Betroffenen mit Laktoseintoleranz hat sich von 2006 bis 2016 weit mehr als verdreifacht. Das geht aus einer aktuellen Datenerhebung der KKH Kaufmännische Krankenkasse hervor. Demnach diagnostizierten Ärzte 2016 bundesweit bei rund 18.250 KKH-Versicherten eine Milchzuckerunverträglichkeit. 2006 waren es noch rund 5.630 Versicherte. Einer der Gründe für den enormen Anstieg sind neben der Medienpräsenz und der damit verbundenen Aufmerksamkeit für das Thema verbesserte Testverfahren für die Diagnose.

Rettungseinsätze der Bergwachten

Die Bergwachten im Berchtesgadener Land waren am 7. Juli bei drei Einsätzen im Lattengebirge, am Grünstein und am Hochstaufen gefordert. Am Vormittag wurde ein durchnässter, erschöpfter und verwirrter Mann auf der Forststraße zwischen der Röthelbachklause und Baumgarten gefunden. Der 47-jährige Ortsansässige war seit fast einer Woche mit nur leichter Bekleidung und ohne Essen unterwegs. Am späten Mittag versorgten Bergwacht Berchtesgaden und der Landrettungsdienst des Roten Kreuzes einen 53-jährigen Mann, der einen Herzinfarkt erlitten hatte. Und am späten Abend stürzte ein 40-jähriger einheimischer E-Bike-Fahrer im oberen Teil der Forststraße von der Steiner Alm nach Urwies und verletzte sich unter anderem schwer an der Schulter. Nach der Rettung wurde er in der Kreisklinik Bad Reichenhall versorgt.

Tod im Karwendelgebirge

Im Karwendelgebirge bei Mittenwald ist am 9. Juli ein 83-Jähriger aus bislang ungeklärten Gründen gestürzt und etwa 150 Meter talwärts durch steiles Wald und Wiesengelände gestürzt. Dabei zog sich der Wanderer so schwere Verletzungen zu, dass jede Hilfe zu spät kam und er noch an der Unfallstelle verstarb. Der Verunfallte gehörte zu einer 5-köpfigen Wandergruppe aus Lüdenscheid und war ein erfahrener Bergsteiger, der zusammen mit der Gruppe bereits mehrere Touren beging. Die Bergung des Leichnams erfolgte durch vier Bergwachtmänner der Bergwachtbereitschaft Mittenwald sowie drei Polizeibergführer mit einem Hubschrauber der bayerischen Polizei.

Fast alle Lehrer fest angestellt

In Bayern sind derzeit – anders als in anderen Bundesländern – rund 92 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer verbeamtet, drei Prozent sind unbefristet angestellt und rund fünf Prozent befristet angestellt. Unter den befristet angestellten Lehrerinnen und Lehrern befinden sich auch diejenigen, die an der Zweitqualifizierungsmaßnahme des Ministeriums teilnehmen: Ihnen allen wird bei erfolgreichem Abschluss eine unbefristete Beamtenstelle in Aussicht gestellt. Inzwischen haben mehr als 300 diese Maßnahme durchlaufen und arbeiten unbefristet beschäftigt in der Regel auf Planstelle an Mittelschulen in Bayern. Weitere 1.300 Lehrkräfte konnten bisher für diese Maßnahme gewonnen werden.

Busse und Züge bevorzugt

Laut Bundespolizeiinspektion Rosenheim sind Fernverkehrsbusse und -züge im ersten Halbjahr die bevorzugten Verkehrsmittel für die illegale Einreise über die deutsch-österreichische Grenze gewesen: Etwa ein Drittel der im Grenzraum zwischen Chiemsee und Zugspitze vorläufig festgenommenen Migranten, die nicht über die erforderlichen Einreisepapiere verfügten, wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in international verkehrenden Reisebussen festgestellt. Weitere rund 30 Prozent der Migranten, die zwischen Januar und Juni versucht hatten, unerlaubt einzureisen, sind von der Rosenheimer Bundespolizei in Fernverkehrszügen in Gewahrsam genommen worden.

2,2 Mrd. m³ Frischwasserverbrauch

Nach Berechnungen des Bayerischen Landesamts für Statistik lag das Wasseraufkommen im Rahmen der nichtöffentlichen Wasserversorgung in Bayern im Jahr 2016 bei rund 2.249 Millionen m³; rund 57 Prozent dieser Menge wurde im Bereich der Elektrizitäts- und Wärmeversorgung eingesetzt. Die von den befragten Betrieben im Jahr 2016 ein- und weitergeleitete Abwassermenge lag insgesamt bei rund 1.936 Millionen m³. Knapp 1.604 Millionen m³ Abwasser wurden direkt und ohne vorherige Behandlung in betriebseigenen Abwasserbehandlungsanlagen in ein Oberflächengewässer oder den Untergrund eingeleitet, darunter etwa 1.456 Millionen m³ Kühlwasser.

Radl-Demo gegen Trasse

Das Bürgerforum Inntal ruft für Samstag, 21. Juli, zu einer Demo-Radlfahrt durch das Inntal gegen den Bau einer Hochgeschwindigkeitstrasse auf. Der vom Landratsamt genehmigte und von der Polizei verkehrstechnisch abgesicherte Rundkurs beginnt um 9 Uhr im Freibadgelände Beurer See. Die Tour führt nach der Fahrt, zumeist auf Staatsstraßen, über Neubeuern, Raubling, Brannenburg, Flintsbach, Niederaudorf/Reisach und einer Mittagspause in Erl zurück über Nußdorf zum Ausgangspunkt. Ankunft dort ist gegen 16.30 Uhr. In den Ortschaften werden kurze Versammlungen abgehalten. Details sind online: buergerforum-inntal.de. Die TeilnehmerInnen werden gebeten, Warnwesten und ein verkehrssicheres Rad zu benutzen.

Radeln mit der Stadt Burghausen

„Eine Stadt fährt Rad“ führte 2016 mit mehr als 100 Radlern über Simbach nach Ranshofen und an der österreichischen Seite wieder retour. In diesem Jahr gibt es am Sonntag, 23. September, die nächste Radtour nach Mühldorf. Insgesamt gilt es, hin und zurück flache 64 Kilometer zu bewältigen. Für weniger geübte Radler und kaum trainierte Senioren wird eine kürzere Strecke von etwa 40 Kilometern angeboten. Deren Ziel ist Neuötting, wo es nach einem kurzen Zwischenstopp wieder retour nach Burghausen geht. Eine eigene eBike-Gruppe ist ebenfalls geplant, damit auch die Geschwindigkeiten innerhalb der Gruppe besser abgestimmt sind. Streckenablauf und Anmeldeformular sind online: visit-burghausen.com.

Nachhaltigkeit an Berufsschulen

Das Müllsystem der Schule erneuern, einen Garten und Blühflächen anlegen oder Mehrweg-Coffee-to-go-Becher einführen – dies sind einige der Projekte, die die Schüler im Rahmen des im letzten Jahr neu gestarteten Projektes „Egal war gestern – Richtung Nachhaltigkeit an beruflichen Schulen“ erfolgreich abgeschlossen haben. Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V. (LBV) unterstützt im Rahmen des bayernweit einzigartigen Projekts berufliche Schulen dabei, sich aktiv mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Im Schuljahr 2017/18 haben Schüler von zwölf Teilnehmerschulen aus ganz Bayern mit Unterstützung ihrer Lehrkräfte und des LBV ein Nachhaltigkeitsprojekt selbstständig geplant und durchgeführt. Ihr Engagement wird mit der Verleihung einer Urkunde durch den Amtschef des bayerischen Umweltministeriums, Dr. Christian Barth, am 19. Juli in Nürnberg gewürdigt.

Azubimangel drastisch

Bereits zwei Monate vor Beginn des Ausbildungsjahrs ist nach Angaben des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK) absehbar, dass im Freistaat eine Rekordzahl an Lehrstellen unbesetzt bleiben wird. Aktuell stehen rund 44.000 unbesetzten Lehrstellen nur noch um die 23.000 unversorgte Schulabgänger gegenüber, wie aus der Statistik der Arbeitsagentur zu Ende Juni hervorgeht. Die Lücke von derzeit 21.000 fehlenden Bewerbern hat sich binnen Jahresfrist um 42 Prozent vergrößert.

Olaf Konstantin Krueger

Hier geht's zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 4. Juli 2018.

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