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++ Lebensunterhalt ++ Gewerbe ++ Zigaretten ++ BKK ++ Tote ++ CSU ++

18.07.2018

Foto: 123rf.de

Bayern- & Deutschlandnews zum 18. Juli 2018!

Leben von Erwerbstätigkeit

Im Jahr 2017 bestritten sieben von zehn Erwachsenen (72 Prozent) zwischen 18 und 64 Jahren in Deutschland ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch ihre eigene Erwerbstätigkeit. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand von Ergebnissen des Mikrozensus weiter mitteilt, waren das 37,0 Millionen Personen. Unterschiedlich hoch waren die Anteile bei Männern und Frauen: 78 Prozent der Männer und 66 Prozent der Frauen zwischen 18 und 64 Jahren lebten überwiegend von ihrer Erwerbstätigkeit. 4,8 Millionen aller 18- bis 64-Jährigen (9 Prozent) lebten 2017 hauptsächlich von öffentlichen Leistungen (ohne Renten und Pensionen). 13 Prozent nannten als Haupteinkommensquelle Einkünfte von Angehörigen (zum Beispiel von Partnerin oder Partner, Eltern). Das traf auf 7 Prozent der Männer und 19 Prozent der Frauen zu. Insgesamt waren das 6,5 Millionen Personen. Für Personen im Alter von mindestens 65 Jahren waren 2017 Renten- und Pensionszahlungen die Haupteinkommensquelle (89 Prozent oder 15,1 Millionen Personen). Bei den Männern waren es 93 Prozent, bei den Frauen 86 Prozent. Jede zehnte Frau (10 Prozent) in diesem Alter bestritt ihren Lebensunterhalt vorwiegend durch Einkünfte von Angehörigen (Männer: 0,5 Prozent).

Anstieg im Verarbeitenden Gewerbe

In Deutschland waren Ende Mai 5,6 Millionen Personen in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten tätig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das rund 147.000 Beschäftigte und somit 2,7 Prozent mehr als im Mai 2017. Damit erreichte das Verarbeitende Gewerbe im Mai 2018 erneut einen Höchststand bei der Zahl der Beschäftigten seit Beginn der Zeitreihe im Januar 2005. Am stärksten stieg die Beschäftigtenzahl im Mai 2018 gegenüber Mai 2017 in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit +4,1 Prozent. Überdurchschnittlich erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten auch im Maschinenbau mit +3,6 Prozent. Insbesondere in der Metallerzeugung und -bearbeitung (+1,7 Prozent) sowie in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+1,8 Prozent) erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten dagegen unterdurchschnittlich.

Mehr Bildschirmarbeit

Mehr als vier von fünf Erwerbstätigen nutzen häufig oder manchmal einen Computer für die Arbeit. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Berufsgruppen. Zwar haben die Nutzer einen erweiterten Handlungsspielraum, berichten jedoch über erhöhten Arbeitsdruck. Sie geben zudem an, häufiger unter Augenschmerzen und emotionaler Erschöpfung zu leiden als andere Erwerbstätige. Das zeigen Ergebnisse der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012, die das jetzt von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) veröffentlichte Faktenblatt „Berufliche Computernutzung: Chancen und Risiken für Erwerbstätige“ zusammenfasst.

Mehr Zigaretten versteuert

Im zweiten Quartal 2018 wurden in Deutschland 7,0 Prozent mehr Zigaretten versteuert als im zweiten Quartal 2017. Laut Statistisches Bundesamt (Destatis) stiegen auch die Absatzmengen aller anderen Tabakwaren. Im Vergleich zum Vorjahresquartal nahm die Menge des versteuerten Feinschnitts um 6,5 Prozent zu, der Absatz von Zigarren und Zigarillos um 7,2 Prozent. Der Absatz von Pfeifentabak erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 7,5 Prozent. Zum Pfeifentabak gehören auch Wasserpfeifentabak und neuartige Pfeifentabakprodukte. Insgesamt wurden im zweiten Quartal 2018 Tabakwaren im Wert von 7,3 Milliarden Euro versteuert. Das waren rund 0,7 Milliarden Euro oder 11,0 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2017.

Weniger Apotheken

Die Zahl der Vor-Ort-Apotheken ist mit 19.748 auf dem tiefsten Stand seit fast 30 Jahren - Tendenz weiter fallend. Eine bundesweite, repräsentative Umfrage mit 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zeigt, dass vielen Bundesbürgern der starke Rückgang der Apothekenzahl in Deutschland unbekannt ist. Die Umfrage wurde von der Noweda Apothekergenossenschaft mit Sitz in Essen bei der GfK, Gesellschaft für Konsumforschung, Nürnberg, in Auftrag gegeben.

BKK-Dachverband begrüßt ePA

Der BKK-Dachverband begrüßt die Initiative von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), möglichst schnell die rechtlichen Voraussetzungen für eine elektronische Patientenakte (ePA) mit mobilem Zugriff zu schaffen. „So bekommen Kassen endlich Rechtsicherheit, eine ePA anbieten zu können“, sagt Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes. „Versicherte und Patienten wollen einfach, sicher und mobil auf Laborwerte, MRT-Daten, Arzneimittel-Verordnungen und Befunde zurückgreifen können. Sie reagieren schon heute mit Unverständnis auf die Zettelwirtschaft im Gesundheitswesen. Sie können die meisten Dinge des Alltags wie etwa Online-Banking und Reisebuchungen mit ihrem Smartphone erledigen und wollen im wichtigen Bereich der Gesundheit nicht von der Digitalisierung abgekoppelt sein.“ Das Prinzip, dass Versicherte auch mobil auf ihre Daten zugreifen und jederzeit selbst entscheiden können, mit wem sie diese Daten teilen, ist für Betriebskrankenkassen entscheidend für den Erfolg der Digitalisierung.

Mehr Tote in der Wüste als im Mittelmeer

Entwicklungsminister Gerd Müller will die Aufklärung in Transitzentren nahe der afrikanischen Herkunftsländer verstärken. „Es sterben drei Mal mehr Flüchtlinge auf dem Marsch durch die Wüste als im Mittelmeer“, sagte Müller der „Rheinischen Post“. Hunderttausende müssten davor bewahrt werden. Zusammen mit Partnern wie Frankreich und Großbritannien wolle er in Nigeria, Eritrea und Somalia noch stärker aktiv werden, dort für stabile Verhältnisse sorgen „und vor Illusionen über Europa warnen“, sagte der CSU-Politiker.

CSU sackt ab

Im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer kommt die Union wieder auf 31 Prozent (ein Plus von einem Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche). Diese leichte Erholung kommt trotz der anhaltenden Schwäche der Christsozialen zustande: Während die CDU mit 26 Prozent ihr Ergebnis der Bundestagswahl in etwa halten kann, kommt die CSU bundesweit nur noch auf 5 Prozent (gegenüber 6,2 Prozent im September 2017). In Bayern käme die CSU bei einer Bundestagswahl unverändert nur auf 34 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen. Bei einer ähnlichen Wahlbeteiligung wie bei der letzten Bundestagswahl entspräche das nur noch einem Viertel (26,5 Prozent) der Wahlberechtigten im Freistaat. forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL: „Wie gering die einstige Bindekraft der CSU geworden ist, zeigt ein Vergleich mit dem Ergebnis der Wahl von 2002, als noch wie über lange Jahre üblich fast die Hälfte aller bayerischen Wahlberechtigten (47 Prozent) der CSU die Stimme gaben. Das entspricht einem Wählerschwund von 44 Prozent in 16 Jahren.“ Bei einer Bundestagswahl ergäbe sich derzeit folgende Stimmenverteilung: CDU/CSU 31 Prozent (Bundestagswahl 32,9 Prozent), SPD 17 Prozent (20,5), FDP 9 Prozent (10,7), Bündnis 90/DIE GRÜNEN 13 Prozent (8,9), DIE LINKE 9 Prozent (9,2%), AfD 16 Prozent (12,6). Fünf Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2). 24 Prozent der Wahlberechtigten sind unentschlossen oder würden nicht wählen (Nichtwähler: 23,8 Prozent).

Kein Geschenk für Merkel

Ihren Politikern würden die Deutschen nur ungern ein Geschenk machen. Das hat anlässlich des Geburtstages von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) der Onlineshop geschenkidee.de herausgefunden. Eine Analyse des Google-Suchvolumens ergab, dass die Bundesbürger am liebsten ihre Freunde beschenken: Über 142.000 Mal wird im Schnitt monatlich nach Geschenken für den Kumpel oder die beste Freundin gesucht. Das durchschnittliche Suchvolumen für Geschenke für Eltern, Kinder oder Geschwister beläuft sich auf 135.000. Ebenfalls gerne wird nach kleinen Aufmerksamkeiten für Großeltern (23.850) gesucht. Politiker, die Müllabfuhr und Anwälte tauchen in der Analyse zwar auf, allerdings nur mit einem sehr geringen Suchvolumen zwischen 10 und 80 – damit bilden sie das Schlusslicht der Analyse.

Olaf Konstantin Krueger

Hier geht's zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 11. Juli 2018.

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