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++ Rauschtrinken ++ Depression ++ Schüler ++ Hartz IV ++ Supertalent ++ Nationalpark ++

14.03.2018

Bayern- & Deutschlandnews zum 14. März 2018!

Vermisste 82-Jährige lebt nicht mehr

Eine seit dem 27. Januar vermisste, hochgradig demenzkranke 82-jährige Frau aus Schliersee ist tot. Spaziergänger fanden am Sonntag, 11. März, im Gemeindebereich von Schliersee die Leiche einer Frau. Die Tote lag in dem sehr unwegsamen, bergigen Gelände abseits von Wegen. Die im Rechtsmedizinischen Institut in München durchgeführten Untersuchungen bestätigten die Vermutung der Kripo Miesbach, dass es sich bei der Toten um die vermisste 82-Jährige handelt. Es ergaben sich bei den Untersuchungen keine Hinweise auf eine Fremdbeteiligung.

Rauschtrinken rückläufig

Jugendliche und junge Erwachsene trinken weniger Alkohol – zumindest weniger exzessiv. Das hat jetzt eine Auswertung der Versichertendaten der KKH Kaufmännische Krankenkasse ergeben. Die Zahl der 12- bis 25-Jährigen, die unter anderem wegen eines akuten Alkoholrauschs oder psychischer Probleme aufgrund von Alkohol behandelt wurden, ist von 2011 auf 2016 um 4,6 Prozent zurückgegangen. „Diese Entwicklung ist erfreulich“, sagt Andreas Heiß vom KKH-Serviceteam in Rosenheim, „denn gerade im Jugendalter ist Alkoholkonsum mit besonderen Risiken für eine gesunde Entwicklung verbunden.“ Hinzu kommen vor allem beim Rauschtrinken mögliche akute Gefahren wie Unfälle oder Gewalt.

Mehr depressive Patienten

In Deutschland wurden im Jahr 2016 insgesamt 263.428 Patientinnen und Patienten aufgrund einer Depression vollstationär im Krankenhaus behandelt. Das waren 7 Prozent mehr als vor 5 Jahren (2011: 245.956 Patientinnen und Patienten). Unter den im Jahr 2016 behandelten Patientinnen und Patienten waren 15.446 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, was einem Anteil von 6 Prozent entspricht. 2011 hatte ihr Anteil noch bei 3 Prozent gelegen, so das Statistische Bundesamt (Destatis).

Ärzteversorgung unterschiedlich

In Bayern sind laut der Betriebskrankenkasse (BKK) rund 26.000 Ärzte und Psychotherapeuten in einer Praxis tätig. Es gibt vereinzelt unterversorgte, aber auch eine Vielzahl an überversorgten Regionen im Freistaat. Aktuell werden 325 Planungsbereiche geführt, die mit einem Versorgungsgrad von 140 Prozent und mehr als stark überversorgt gelten. Betroffen sind 16 Arztgruppen, darunter überwiegend Chirurgen, Orthopäden, Hautärzte, aber auch Psychotherapeuten. Dem gegenüber stehen 38 Planungsbereiche, die Indizien einer drohenden Unterversorgung zeigen - rund 70 Prozent betreffen die hausärztliche Versorgung. Sigrid König, Landesvorsitzende des BKK: „Wo Ärztemangel besteht, muss er abgebaut werden. Auch das Thema überversorgte Regionen müssen wir aus der Tabuzone holen. Beides kann schädlich für Versicherte sein.“

Weniger Schüler deutschlandweit

Im Schuljahr 2017/2018 werden nach vorläufigen Ergebnissen rund 11,0 Millionen Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in Deutschland unterrichtet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, entspricht dies einer leichten Abnahme von 0,4 Prozent im Vergleich zum vorhergehenden Schuljahr. Dabei sank sowohl die Zahl der Schüler (5,7 Millionen) mit -0,3 Prozent als auch die Zahl der Schülerinnen (5,3 Millionen) mit -0,5 Prozent.

Berufsschülerzahl in Bayern stabil

Das Bayerische Bildungs- und Wissenschaftsministerium hat die Zuverlässigkeit der Aussagen der GEW zur Entwicklung der Schülerzahlen an den beruflichen Schulen und zum Bedarf an Lehrkräften dort für das kommende Jahrzehnt in Frage gestellt. Die Datengrundlage, die die GEW für ihre bundesweiten Aussagen herangezogen habe, sei nicht aktuell und die Folgerung gewagt. Bayern dagegen schreibe – wie andere Bundesländer – sowohl die Schülerprognose wie auch die Lehrerbedarfsprognose jährlich aktuell fort und stelle entsprechend Lehrkräfte ein. Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler an beruflichen Schulen – derzeit rund 420.000 – werde sich für Bayern mit Blick auf das von der GEW herangezogene Referenzjahr 2030 nicht erhöhen.

Studium: Frauenanteil bei 49 Prozent

Im Wintersemester 2017/18 liegt der Frauenanteil bei den insgesamt 389.080 Studierenden an den Hochschulen in Bayern bei 49,0 Prozent. Ähnlich hoch war er im Prüfungsjahr 2016 bei den Hochschulprüfungen mit 49,7 Prozent, bei den MINT-Fächern betrug die Frauenquote der Abschlüsse knapp 30 Prozent. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik zum Weltfrauentag weiter mitteilt, war fast jede fünfte der 6.822 Professuren im Jahr 2016 weiblich besetzt.

Arbeitskräftemangel wird Wachstumshemmnis

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist im Agenturbezirk Rosenheim im Jahresverlauf 2017 um 2,4 Prozent bzw. 4.400 auf 188.200 angestiegen. Dies sind 600 mehr als in der ursprünglichen Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) vorhergesagt. Für das Jahr 2018 wird ein weiterer Anstieg um 2,1 Prozent bzw. 4.000 Beschäftigten auf 192.200 vorhergesagt. Für Oberbayern insgesamt prognostiziert die Berechnung einen Anstieg um 48.900 auf insgesamt 2,133 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte (+2,3 Prozent).

Arbeitslosigkeit sinkt

Die Arbeitslosigkeit in Oberbayern wird 2018 um 800 auf 80.800 Erwerbslose zurückgehen, prognostiziert das IAB. Der Rückgang um ein Prozent fällt damit für Oberbayern geringer aus als im bayernweiten Schnitt von 2,5 Prozent. Die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Rosenheim werde um 5,0 Prozent beziehungsweise 400 Personen auf durchschnittlich 7.600 im Jahr sinken. Parallel dazu soll die Arbeitslosigkeit in Bayern um 5.800 auf durchschnittlich 228.600 Personen im Jahr sinken.

Hartz IV-Bezieher nicht arm

Der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes BDA, Steffen Kampeter, hat sich in der Armutsdebatte um Hartz IV hinter den CDU-Politiker Jens Spahn gestellt. „Hartz IV bedeutet nicht Armut, sondern ist die Antwort unserer Solidargemeinschaft auf drohende Armut und aktive Armutsverhinderung“, sagte Kampeter der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Armut bekämpfe man nicht, indem man in Deutschland mit einem der besten Sozialsysteme der Welt gebetsmühlenartig über die Höhe der Regelsätze diskutiere, fügte der Arbeitgeberfunktionär hinzu.

500.000 Menschen 2016 zugezogen

Im Jahr 2016 sind rund 500.000 Personen mehr nach Deutschland zugezogen als aus Deutschland fortgezogen, eine Stadt in der Größe von Duisburg (499.845 Menschen laut Statista mit Stand vom 31.12.2016). Im Jahr 2015 hatte der Wanderungsüberschuss noch 1,14 Millionen Personen betragen (Köln: 1,075 Millionen Menschen). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, gab es 2016 insgesamt 1.865.000 Zuzüge und 1.365.000 Fortzüge über die Grenzen Deutschlands. Das waren 272.000 Zuzüge weniger (-13 Prozent) und 368.000 Fortzüge mehr (+37 Prozent) als im Jahr 2015. Von den insgesamt 1.865.000 Zugewanderten hatten 1.719.000 einen ausländischen Pass, das waren 297.000 (-15 Prozent) weniger als im Vorjahr. Im Jahr 2016 wanderten 1.084.000 ausländische Personen (+224.000) aus Deutschland ab. Im Saldo aus Zu- und Fortzügen ergibt sich daraus ein Wanderungsüberschuss ausländischer Personen von rund 635.000 (2015: +1.157.000). Ende 2016 lebten insgesamt 82,5 Millionen Menschen in der Bundesrepublik, seit Anfang 2015 ein Zuwachs durch Flüchtlinge und andere Zuwanderer um rund zwei Millionen Menschen.

Razzia in Asylunterkunft

Die Bad Aiblinger Polizei hat am 13. März die hiesige Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber kontrolliert. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd will mit solchen Einsätzen frühzeitig verhindern, dass sich Brennpunkte bilden oder Situationen verfestigen, die ein positives Zusammenleben innerhalb und außerhalb der Unterkunft unnötig erschweren. In der Vergangenheit kam es in der Asylbewerberunterkunft zu gefährlichen Körperverletzungen, Eigentumsdelikten und Straftaten aus dem Bereich der Betäubungsmittelkriminalität. Bei der neuerlichen Kontrolle wurden zehn Personen angetroffen, die sich dort ohne die erforderliche Berechtigung aufhielten. Die Angetroffenen erwartet ein Strafverfahren unter anderem wegen Hausfriedensbruch. Im Außenbereich der Anlage wurden über 70 Gramm Marihuana entdeckt.

Castingtour „Das Supertalent 2018“

Ab Herbst 2018 sucht RTL wieder das spektakulärste Unterhaltungstalent Deutschlands. Dafür ist das Casting-Team von "Das Supertalent" ab 24. März wieder in ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich unterwegs, um besondere Talente zu finden. Jeder, der schon immer mal sein Können unter Beweis stellen wollte und davon träumt, aus dem grauen Alltag ins Rampenlicht zu treten, hat jetzt wieder die Gelegenheit dazu. Jeder, der glaubt, eine besondere Begabung, ein tolles Talent zu haben, kann ohne Voranmeldung von 12:00 bis 20:00 Uhr zu den offenen Castings kommen. Den Auftakt der Castingtour bildet am 24. März Stuttgart. Dann folgen 25 weitere Städte. Bis zum Start der offenen Castings kann man sich noch unter www.rtl.de bewerben.

Ja zum 3. Nationalpark

Eine bayernweite Umfrage im Auftrag von LBV (Landesbund für Vogelschutz) und BUND Naturschutz in Bayern (BN) zeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung im Freistaat sich den Schutz von Wildnis und Natur wünscht. 64 Prozent der Befragten sprechen sich dabei für einen dritten Nationalpark in Bayern aus. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Emnid-Umfrage welche die beiden Naturschutzverbände heute in München vorgestellt haben. Dabei stimmten sogar über zwei Drittel der CSU-Wähler (67 Prozent) für das Schutzgebiet. Die Naturschützer rufen deshalb die Staatsregierung mit Nachdruck auf, dem Wunsch der Bürger und Wähler Rechnung zu tragen und das Prüfverfahren zur Ausweisung eines dritten Nationalparks konsequent fortzusetzen.

Olaf Konstantin Krueger

Hier geht's zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 7. März 2018.

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