Ein Güterzug – 20 Afrikaner

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Foto: 123rf.de

++ RoMed ++ Weihnachtstrucker ++ Blut ++ SPD ++ Silvesterappell ++ Marktwächter ++

27.12.2017

Bayern- & Deutschlandnews zum 27. Dezember 2017!

RoMed Klinik Wasserburg in der Bredouille

Landrat Wolfgang Berthaler zufolge entsteht in der Geburtshilfeabteilung der RoMed Klinik Wasserburg jährlich ein Defizit von rund einer Million Euro. Der Landkreis Rosenheim bemüht sich daher um Leistungen aus dem Förderprogramm „Zukunftsprogramm Geburtshilfe“ der Bayerischen Staatsregierung. Dieses stellt jährlich bis zu einer Million Euro, um das Defizit einer Geburtshilfeabteilung auszugleichen. Voraussetzung ist, dass der Landkreis mindestens 15 Prozent des Defizits übernimmt. Außerdem muss das Krankenhaus im ländlichen Raum liegen. Es darf nicht mehr als zwei Einrichtungen mit der Fachrichtung Gynäkologie und Geburtshilfe in einem Landkreis geben und pro Jahr sollen mindestens 300 und höchstens 800 Geburten stattfinden. Diese Bedingungen erfüllt die RoMed Klinik in Wasserburg. Trotzdem kann der Landkreis nicht auf eine finanzielle Unterstützung hoffen, denn eine vierte Bedingung wird nicht erfüllt: Die jeweilige Klinik muss mindestens die Hälfte aller Neugeborenen im Landkreis versorgen: Die RoMed Klinik in Wasserburg müsste rund 1.100 Babys versorgen. Damit scheitert das Haus zweifach, denn in Wasserburg werden jährlich bis zu 700 Kinder geboren und wenn es tatsächlich 1.100 wären, würde die Obergrenze von 800 überschritten.

Weihnachtsbaum 2017

In dieser Saison werden nach Auskunft des Hauptverbandes der Deutschen Holz verarbeitenden Industrie 29,5 Mio. Weihnachtsbäume in Deutschland verkauft sein - ungefähr so viele wie 2016. Grund für den stabilen Absatz sind nach wie vor der Wunsch nach einem zweiten Baum sowie mehr Singlehaushalte. Die Nordmanntanne ist dabei mit ihren 75 Prozent Marktanteil der beliebteste Weihnachtsbaum. Sie trat ihren Siegeszug erst in den 1980er-Jahren an. Vorher standen Fichten und Blautannen in deutschen Wohnzimmern. Die Nordmanntanne hat nicht so spitze Nadeln, sticht nicht beim Transport und hält bei richtiger Pflege sehr lange. Sie mag einen Ständer mit Wasserbehälter, den man alle zwei Tage wieder auffüllen sollte. Gerne kann ein Löffelchen Zucker ins kalte Wasser eingestreut werden, das dankt der Baum mit glänzenden Nadeln.

Weihnachtstrucker in Osteuropa

In Landshut sind am zweiten Weihnachtsfeiertag 45 Sattelschlepper der Johanniter-Weihnachtstrucker gestartet. Nach einer feierlichen Verabschiedung fuhren die ehrenamtlichen Fahrer und Helfer unter dem Jubel von hunderten Zuschauern los in Richtung Albanien, Bosnien und Herzegovina, Rumänien und erstmals in die Ukraine. Dort werden sie im Lauf von fünf Tagen fast 55.000 gespendete Hilfspakete an notleidende Menschen verteilen. Aktuelle Berichte und Fotos von der Reise sind online unter johanniter.de/weihnachtstrucker abrufbar und auf Facebook unter JohanniterWeihnachtstrucker.

Blut spenden, Leben retten

Bayerns Blutspender haben es 2017 bewiesen: Ungefähr 500.000 Mal schritten sie zur guten Tat auf die Spenderliege. Die Serie an Spendeterminen, die der Blutspendedienst des BRK (BSD) anbietet, beginnt bayernweit bereits am 2. Januar und läuft ununterbrochen bis Ende Dezember weiter. Männern ist es sechsmal und Frauen viermal innerhalb von zwölf Monaten erlaubt, Blut zu spenden. Ungefähr 4.400 Blutspendetermine hat der BSD 2017 in enger Zusammenarbeit mit den BRK-Kreisverbänden durchgeführt. Ein ähnliches Ergebnis ist auch für 2018 vorgesehen. Denn allein in Bayern werden pro Tag 2.000 Blutspenden gebraucht. Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 08 00/1 19 49 11 zwischen 7.30 Uhr und 18 Uhr oder online unter blutspendedienst.com abrufbar.

Burghausen auf Platz 11 bei Instagram

In Deutschland gibt es weit mehr als 1.000 Kleinstädte mit 5.000 bis 20.000 Einwohnern. Der Premium-Reiseanbieter Travelcircus hat nun die Schönsten von ihnen im Instagram Ranking 2017 ausfindig gemacht. Für die Analyse wurden 1.012 deutsche Kleinstädte hinsichtlich ihrer Hashtag-Anzahl zu ihrem Städtenamen auf Instagram überprüft. Mit mehr als 17.000 geteilten Bildern unter dem Hashtag #burghausen, erreichte die Kleinstadt Burghausen den sensationellen 11. Platz des Rankings. Die Liste führt Füssing an mit über 79.000 Hashtags, auf Platz 2 folgen Winterberg mit 74.000 und Rothenburg ob der Tauber mit 40.500 auf Platz 3. Mehr Information online: travelcircus.de.

SPD unter 20 Prozent

Die SPD ist laut einer forsa-Umfrage für das RTL/n-tv-Trendbarometer zum Jahresende unter die 20-Prozent-Marke gerutscht. Mit 19 Prozent liegt sie bei den abgefragten Parteipräferenzen der Bundesbürger einen Prozentpunkt unter der Vorwoche. Die Unionsparteien kommen danach auf 34 Prozent (Vorwoche: 33 Prozent). Weitere Ergebnisse: Bündnis 90/DIE GRÜNEN 12 Prozent (konstant), FDP 8 Prozent (10,7), Grüne 12 Prozent (8,9), DIE LINKE 10 Prozent (9,2), AfD 12 Prozent (12,6). Fünf Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2). Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt bei 21 Prozent, etwas unter dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl (23,8 Prozent).

„Amtszeit Merkel endet“

Angesichts nachlassenden Rückhalts für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Bevölkerung rufen die Jungsozialisten (Jusos) die SPD dazu auf, keine weitere Große Koalition einzugehen. „Das Ende von Angela Merkels Amtszeit hat begonnen. Die SPD täte gut daran, diese Amtszeit nicht zu verlängern“, sagte Juso-Chef Kevin Kühnert dem in Berlin erscheinenden „Tagesspiegel“.

Silvesterappell gegen Frauenfeindlichkeit

Anlässlich des zweiten Jahrestages der frauenfeindlichen Angriffe in der Silvesternacht 2015/2016 in Köln und anderen Städten haben AfD-Frauen aus zwölf Bundesländern unter Federführung von Christiane Christen (Rheinland-Pfalz) und Janin Klatt-Eberle (Sachsen) auf Facebook den Silvesterappell „Wir werden uns und unsere Töchter nicht opfern!“ initiiert. Die zwölf Erstunterzeichner des Aufrufs fordern die Verantwortlichen in der Bundesregierung, den Ländern und Kommunen eindringlich auf, sich mit den Opfern dieser frauenfeindlichen Gewaltorgien zu sympathisieren.

Erneuerbaren-Anteil steigt

Die Erneuerbaren Energien werden 2017 voraussichtlich über 36 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland decken. Zu diesem Ergebnis kommen das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer ersten Schätzung. Demnach könnten bis Jahresende fast 217 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen erzeugt werden. Das wäre ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr: 2016 lag der Anteil der Erneuerbaren Energien mit 188 Mrd. kWh noch bei 31,6 Prozent des Bruttostromverbrauchs.

Marktwächter mahnen ab

Der im Oktober veröffentlichte Marktüberblick Online-Dating der Marktwächter der Verbraucherzentrale Bayern hat zahlreiche Datenschutzverstöße aufgedeckt. Zwei Portale – secret.de von Friendscout24 und „Kiss no frog“ von OVC - wurden nun erfolgreich abgemahnt. Die Friendscout24 GmbH geriet ins Visier der Verbraucherzentrale Bayern, weil sie sich in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) das Recht einräumen ließ, Nutzerdaten an Dritte weiterzugeben. Nach der Abmahnung durch die Marktwächter hat Friendscout die AGB von secret.de entsprechend geändert. Das Portal „Kiss no frog“ räumte sich in seinen AGB das Recht ein, Flirtprofile seiner Kunden für Suchmaschinen auffindbar und damit öffentlich einsehbar zu machen. Die Betreiberfirma OVC GmbH wollte die Daten ihrer Nutzer auch an Dritte oder weitere eigene Portale weitergeben dürfen. Gleichzeitig warb das Unternehmen mit dem Slogan „Sicheres Dating – Wir garantieren zu jeder Zeit maximalen Schutz Ihrer persönlichen Daten“. Die OVC GmbH hat die Abmahnung der Marktwächter akzeptiert und ihre Geschäftsbedingungen geändert.

Entschädigungsleistung bis 31. Dezember

Mit Beschluss des Deutschen Bundestages vom 27. November 2015 werden Zwangsarbeiter, die kriegs- oder kriegsfolgenbedingt wegen ihrer deutschen Staats- oder Volksangehörigkeit zwischen dem 1. September 1939 und dem 1. April 1956 zu Zwangsarbeit verurteilt worden sind, mit einer einmaligen finanziellen Anerkennungsleistung in Höhe von 2.500 Euro entschädigt. Für den Erhalt der Anerkennungsleistung ist ein schriftlicher Antrag notwendig, online abrufbar unter bva.bund.de/Zwangsarbeiter. Dieser Antrag muss bis spätestens 31. Dezember 2017 gerichtet werden an: Bundesverwaltungsamt – Außenstelle Hamm, Uentroper Weg 2, 59071 Hamm. Beachtenswert: Ist die von der Zwangsarbeit betroffene Person nach dem Beschluss des Deutschen Bundestages vom 27. November 2015 verstorben, können auch der hinterbliebene Ehegatte oder ein hinterbliebenes Kind die Leistung beantragen.

Olaf Konstantin Krueger

Hier geht's zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 20. Dezember 2017.

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