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Foto: 123rf.de

++ Sprachstörungen ++ Senioren ++ Weihnachten ++ Kanalisation ++ Schnüffel-Fibel ++ Teppiche ++

05.12.2018

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Bayern- & Deutschlandnews zum 5. Dezember 2018!

Jeder sechste Junge sprachgestört

Im vergangenen Jahr wurden KKH-versicherte Kinder im Alter bis 15 Jahren fast 29.000-mal zum Sprachtherapeuten überwiesen. Jungen sind dabei deutlich häufiger als Mädchen betroffen: Im Alter zwischen vier und sieben Jahren musste fast jeder sechste Junge zur Sprachtherapie, bei den Mädchen war dies nur jedes zehnte. Der Besuch einer Logopädie-Praxis gehört damit für viele Kinder offenbar zum Alltag.

Senioren oft allein

2017 lebten in Deutschland 45 Prozent der Frauen ab 65 Jahren allein in einem Haushalt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Ergebnissen des Mikrozensus weiter mitteilt, lag der Anteil bei Männern dieser Altersgruppe wesentlich niedriger bei 20 Prozent.

Smartphones: Senioren überfordert

Zu viele Funktionen und Programme, zu kompliziert - so lautet das Urteil von Senioren über Smartphones. Zwei Drittel der über 65-Jährigen nutzen nur eine sehr geringe Zahl von Apps. Vor allem Frauen wünschen sich weniger Programme und stattdessen eine einfachere Bedienbarkeit. Das zeigt die Emporia-Seniorenstudie 2018 „Smart im Alltag“, für die 1.000 Bundesbürger über 65 Jahre befragt wurden.

Weihnachtszeit ist Brandzeit

Zur Weihnachtszeit steigt die Zahl der Wohnungsbrände deutlich an. Hauptrisikogruppe sind Senioren, denn über 60 Prozent der Brandtoten in Deutschland sind älter als 60 Jahre. Das Risiko bei einem Wohnungsbrand zu sterben, ist für Senioren damit doppelt so hoch wie für die restliche Bevölkerung. Die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ appelliert daher an Angehörige, beispielsweise zum Adventskaffee die Wohnungen der Senioren auf ausreichenden Brandschutz zu überprüfen.

Fachkräftemangel bei Weihnachtsmännern

Studenten, die sich mit einem Weihnachtsmannauftritt die eigene Kasse aufbessern, werden immer seltener. Gleichzeitig ist die Nachfrage an Weihnachtsmännern in diesem Jahre besonders hoch, so das Mietportal erento.com. Waren es alleine in Berlin in den vergangenen Jahren noch viele Hundert Weihnachtsmänner, die an den Feiertagen zu Familien gefahren sind, um sich einen kleinen Nebenverdienst zu sichern, sind in diesem Jahr nur noch zwischen 150 und 200 Weihnachtsmänner unterwegs. Doch der Fachkräftemangel macht beim Mann mit Rauschebart kein Halt - auch Engel und Christkinder sind immer schwerer zu finden.

Dateyard-Umgang mit Daten unwirksam

Die Online-Dating-Firma Dateyard darf nicht mehr selbstständig im Namen ihrer Nutzer Nachrichten an andere User schreiben. Auch Kundendaten zwischen den verschiedenen Plattformen des Unternehmens auszutauschen, ist unzulässig. Das hat das Landgericht München nach einer Klage der Verbraucherzentrale Bayern entschieden (Az.: 12 O 19277/77). In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) lässt sich Dateyard das Recht einräumen, „zur Unterstützung der Kommunikation“ selbst im Namen seiner Nutzer im Postfach aktiv zu werden. Nach Auffassung des Gerichts steht diese Klausel dem Sinn und Zweck eines Online-Dating-Vertrags entgegen. Der Nutzer soll selbst entscheiden können, mit wem er in Kontakt tritt und mit welchem Ziel. Das Gericht hat die entsprechende Klausel in seinem Urteil für unwirksam erklärt.

Fast alle an öffentliche Kanalisation angeschlossen

Im Jahr 2016 waren in Deutschland gut 97 Prozent der Bevölkerung und damit rund 80 Millionen Einwohnerinnen sowie Einwohner an die öffentliche Abwasserkanalisation angeschlossen. 25 Jahre zuvor (1991) waren es rund 90 Prozent der Bevölkerung gewesen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurden im Jahr 2016 über die öffentliche Kanalisation rund 5 Milliarden Kubikmeter Schmutzwasser aus Haushalten und Kleingewerbe zur Abwasserbehandlung abgeleitet. Knapp drei Prozent der Bevölkerung leiteten ihr Schmutzwasser ohne öffentliche Kanalisation in Kleinkläranlagen oder abflusslose Gruben ein. Die Gesamtlänge des in Deutschland betriebenen Abwasserkanalnetzes belief sich auf rund 594.000 Kilometer.

Roboter in 16 Prozent der Unternehmen

Im Jahr 2018 nutzt im Bereich des Verarbeitenden Gewerbes nahezu jedes sechste Unternehmen (16 Prozent) in Deutschland mit mindestens zehn Beschäftigten Industrie- oder Serviceroboter. Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des am 3. und 4. Dezember in Nürnberg stattfindenden Digital-Gipfels weiter mitteilt, setzen große Industrieunternehmen häufiger Roboter ein als kleinere Unternehmen. Bei Großunternehmen mit mindestens 250 Beschäftigten liegt der Anteil bei 53 Prozent. Bei mittelgroßen Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten beträgt er 24 Prozent. Kleine Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten verwenden Robotertechnologie mit einem Anteil von 10 Prozent deutlich seltener. Industrieroboter werden beispielsweise für Schweißarbeiten, Laserschneiden und Speziallackierung genutzt. Serviceroboter werden etwa für Überwachung, Transport und Reinigung eingesetzt. 3D-Druck nutzte im Jahr 2017 im Bereich des Verarbeitenden Gewerbes etwa jedes achte Unternehmen (13 Prozent) mit mindestens 10 Beschäftigten.

Bürger geben AKK Vorzug

Für den künftigen CDU-Vorsitz ist Annegret Kramp-Karrenbauer („AKK“) nach Einschätzung der Bundesbürger besser geeignet als Friedrich Merz. Da Jens Spahn beim Kampf um die Nachfolge Angela Merkels als aussichtslos gilt, hat forsa für das aktuelle RTL/n-tv-Trendbarometer ermittelt, welche Eigenschaften die Bundesbürger mit Kramp-Karrenbauer und Merz verbinden. 42 Prozent halten Kramp-Karrenbauer für glaubwürdig (Merz: 15 Prozent), 41 Prozent für sympathisch (Merz: 9 Prozent), 41 Prozent für bodenständig (Merz: 10 Prozent). Ein Drittel der Befragten (35 Prozent) glaubt, dass Kramp-Karrenbauer weiß, was die Bürger bewegt – von Merz glauben das nur 11 Prozent.

Entsetzen über „Schnüffel-Fibel“

Bildungspolitiker und Pädagogen fordern den sofortigen Stopp einer vom Familienministerium geförderten Broschüre zum Aufspüren von Kindern aus „völkischen Elternhäusern“. Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, erklärte gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, die „Schnüffel-Fibel“ der Antonio-Amadeu-Stiftung müsse „schnellstens aus dem Verkehr gezogen werden“. Die Kritik richtet sich gegen die Broschüre „Ene, mene, muh – und raus bist du!“, die an Kindergärten verteilt wird. Darin werden Beispiele konstruiert, anhand derer Erzieher auf Kinder aus „völkischen Elternhäusern“ aufmerksam gemacht werden sollen: „Das Mädchen trägt Kleider und Zöpfe, es wird zu Hause zu Haus- und Handarbeiten angeleitet, der Junge wird stark körperlich gefordert und gedrillt“, heißt es auf Seite 13. Den Betreuern wird geraten, in solchen Fällen „die Eltern zum persönlichen Gespräch in die Kita einzuladen“. Das Grußwort hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) geschrieben.

Aufklärung für Organspende

Seit 2012 ist die Ergänzung des Transplantationsgesetzes und damit die sogenannte Entscheidungslösung in Kraft. Eine repräsentative Studie des Vereins Junge Helden in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut respondi zeigt nun, dass es trotz dieser gesetzlichen Anpassung große Wissenslücken in der deutschen Bevölkerung gibt. Für die Studie befragten Auszubildende zu Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung mehr als 1.000 Menschen aus allen Regionen Deutschlands. Ergebnis: Nur 28 Prozent der Befragten geben an, regelmäßig oder wenigstens einmal von ihrer Krankenkasse Informationen über Organspende erhalten zu haben. 72 Prozent wissen nicht, was die aktuell gültige „Entscheidungslösung“ ist.

Mehr Recycling von Teppichböden

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert die gesetzliche Einführung des Prinzips der Produktverantwortung für Hersteller von Teppichböden. Sie sollten dazu verpflichtet werden, ihre Produkte wieder verwendbar und recyclingfähig zu gestalten, ein Sammelsystem aufzubauen und ein Recycling nach dem Produktlebensende sicherzustellen. Das Prinzip der Produktverantwortung, bei denen Hersteller die Verantwortung und Kosten des Umgangs mit ihren Produkten am Ende des Lebenszyklus übernehmen, werden von den EU-Institutionen als geeignetes Mittel zur Erreichung von Recycling- und Klimaschutzzielen empfohlen.

BGA: Konjunktur verliert Schwung

Der Großhandel in Deutschland konnte im 3. Quartal 2018 seine Umsätze gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,1 Prozent nominal und 0,8 Prozent real steigern. Der Konsumgütergroßhandel konnte dabei 1,9 Prozent nominal und 0,4 Prozent real zulegen und der Großhandel mit Investitionsgütern und Rohstoffen um 5,5 Prozent und 0,5 Prozent real. Im September 2018 verzeichnete der Großhandel ein Wachstum von 1,2 Prozent, verkaufte aber real 2,0 Prozent weniger. „Die Politik muss diese Signale endlich ernst nehmen und die Voraussetzungen für neue Investitionen und Innovationen schaffen“, erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA).

Olaf Konstantin Krueger

Öffnet externen Link in neuem FensterHier geht's zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 28. November 2018.

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