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Foto: 123rf.de

++ Tierschutz ++ Naturschutz ++ Bevölkerung ++ Sportmuffel ++ Familiennachzug ++ NetzDG ++

10.01.2018

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Bayern- & Deutschlandnews zum 10. Januar 2018!

Jährlich verschwinden 80.000 Tiere

Allein von den bei der Tierschutzorganisation TASSO registrierten Tieren gehen 80.000 pro Jahr in Deutschland verloren. Die Dunkelziffer dürfte Schätzungen zufolge allerdings mehrere hunderttausend vermisste Tiere betragen. Sie rennen vor Schreck weg, verlaufen sich oder werden irgendwo eingesperrt. TASSO e. V., der Europas größtes Haustierregister betreibt, rät Tierhaltern dringend, ihre Tiere kennzeichnen und registrieren zu lassen. Die TASSO-Jahresstatistik für das vergangene Jahr zeigt: Vor allem Katzen kehren oft nicht nach Hause zurück. Rund 61 Prozent der 2017 bei TASSO erfassten entlaufenen Tiere sind Katzen. Aber auch Hunde entwischen häufiger als manch einer denken mag. Auf sie entfallen 39 Prozent. Andere Tiere wie Frettchen, Vögel oder Schildkröten machen nicht einmal 0,4 Prozent der vermissten Tiere aus. Details: 8,7 Millionen registrierte Tiere, davon 5 Millionen Hunde, 3,7 Millionen Katzen, 6,3 Millionen Tierhalter, 53.600 entlaufene Katzen, 33.700 entlaufene Hunde, 38.600 zurückvermittelte Katzen, 31.700 zurückvermittelte Hunde.

„Grüne Bilanz“ positiv

Der BUND Naturschutz zieht trotz mancher Rückschläge insgesamt eine positive „Grüne Bilanz“ für das Jahr 2017. Immer mehr Menschen seien aktiv für die Bewahrung von Bayerns Lebensgrundlagen Boden, Luft und Wasser sowie bei der Rettung bedrohter Tiere und Pflanzen in ihrer Heimat. Bayerns größter Natur- und Umweltschutzverband freut sich über Erfolge beim Schutz von einzigartigen Naturlandschaften wie am „Grünen Band Deutschland“, über positive Entwicklungen bei der Wiederkehr von Biber und Wildkatze sowie einen großen Mitgliedergewinn im Jahr 2017. Mit zum Jahresende rund 228.000 Mitgliedern und Förderern erreicht Bayerns größter Umweltverband den größten Mitgliederstand in seiner 105-jährigen Geschichte. Über eine Million Stunden Gemeinwohlarbeit wurden von den ehrenamtlich Aktiven in rund 600 Orts- und Kreisgruppen für den Schutz von Mensch und Natur geleistet.

Bevölkerungsüberschuss in Bayern

In Bayern lebten am 31. Dezember 2016 mehr als 12,9 Millionen Einwohner. Gegenüber dem 31. Dezember des Vorjahres nahm die Bevölkerung um rund 87.000 Personen zu, so das Bayerische Landesamt für Statistik. Maßgeblich hierfür war der im Jahresverlauf erzielte Wanderungsgewinn von rund 96 000 Personen, der den im Jahr 2016 erneut vorhandenen Sterbefallüberschuss ausgleichen konnte. Auf Regierungsbezirksebene konnten die größten Bevölkerungszuwächse gegenüber dem 31. Dezember 2015 in Oberbayern (+1,0 Prozent), Mittelfranken (+0,7 Prozent) und Schwaben (+0,6 Prozent) verbucht werden. Aber auch in Niederbayern (+0,6 Prozent), in der Oberpfalz (+0,6 Prozent), Oberfranken (+0,3 Prozent) und in Unterfranken (+0,2 Prozent) nahm die Bevölkerung im Laufe des Jahres 2016 zu. Während das Wanderungssaldo von Deutschen negativ war (rund -12.200 Personen), wurde bei der ausländischen Bevölkerung ein Plus von knapp 108.300 Personen ermittelt.

Verarbeitendes Gewerbe im Umsatzplus

Der preisbereinigte Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im November 2017 saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,4 Prozent niedriger als im Vormonat. Für Oktober 2017 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Anstieg von 0,7 Prozent gegenüber September 2017 (vorläufiger Wert: +0,5 Prozent). Der preisbereinigte Auftragseingang ohne Großaufträge im Verarbeitenden Gewerbe lag im November 2017 saison- und arbeitstäglich bereinigt um 1,8 Prozent höher als im Vormonat.

Sparsam beim Modekauf

Junge Verbraucher unter 29 Jahren gehen mit weniger Budget für Mode ins neue Jahr. Das ergab eine Umfrage der GfK im Auftrag des Fachmagazins TextilWirtschaft (TW) aus der dfv Mediengruppe. Laut des aktuellen TW-Kundenmonitors „Das Jahr 2017/18“ plant fast jeder Dritte (29 Prozent) dieser Altersgruppe in diesem Jahr weniger für Bekleidung auszugeben als im Vorjahr. Im vergangenen Jahr war es noch knapp jeder vierte Konsument unter 29 Jahren. Gleichzeitig ist der Anteil der Jüngeren, die 2018 mehr für Mode ausgeben wollen, gesunken - und zwar um sechs Prozentpunkte von 35 Prozent auf 29 Prozent.

Keine Streupflicht

Wer zum Winterdienst verpflichtet ist, muss nur bei einer allgemeinen Eisglätte oder besonderen Anzeichen für eine Glättegefahr streuen. Rutscht eine Person auf einer einzelnen Glättestelle aus, haftet der streupflichtige Anwohner nicht. Denn eine einzelne vereiste Stelle löst noch keine Streupflicht aus. Dies hat laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice) der Bundesgerichtshof entschieden (BGH, Az. VI ZR 254/16).

Jeder Zweite ist Sportmuffel

Jedem zweiten Deutschen, der keinen Sport treibt (48 Prozent), mangelt es an Motivation. Das zeigt eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag von CosmosDirekt, dem Direktversicherer der Generali in Deutschland, unter 1.505 Bundesbürgern ab 18 Jahren. Danach fühlen sich 32 Prozent der Befragten auch ohne Sport wohl. Zeitmangel (29 Prozent) und ein fehlender Sparringspartner (22 Prozent) halten die Deutschen ebenfalls vom Training ab.

„Alf“ ist zurück

„Wenn ihr mich sucht, ich bin im Kühlschrank.“ Mit diesem und zahlreichen weiteren einprägsamen Sprüchen erlangte Gordon Shumway, besser bekannt als Alf (Alien Life Form), Ende der 1980er-Jahre weltweit Kultstatus. Pünktlich zum 30. Jubiläum - die Erstausstrahlung erfolgte in Deutschland im Januar 1988 - holt SUPER RTL Alf und die nicht minder populäre Familie Tanner zurück auf den Bildschirm: Seit dem 12. Januar können sich die Zuschauer immer freitags um 22 Uhr auf ein Viererpack des urkomischen Klassikers freuen.

„Digitale Kleinstaaterei beenden“

Der dbb-Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach hat mit Blick auf die Modernisierung des öffentlichen Dienstes die Politik zu einem Pakt für Digitalisierung aufgerufen. „Für eine wirklich sichere, ganzheitliche digitale Strategie muss es ein Zusammenspiel von Bund, Ländern und Gemeinden geben“, sagte Silberbach in einer Grundsatzrede bei der dbb Jahrestagung am 8. Januar in Köln. „Derzeit hängt Deutschland im Zeitalter der digitalen Kleinstaaterei fest. Das widerspricht dem Gedanken der Vernetzung. Es gibt zwar vielversprechende regionale IT-Initiativen, aber eben keinen verbindlichen nationalen Masterplan.“

Drogenhändler verhaftet

Ein international gesuchter Weißrusse ist am Montag, 8. Januar, in der Grenzkontrollstelle der Rosenheimer Bundespolizei an der Rastanlage Inntal-Ost verhaftet worden. Beim Abgleich seiner Personalien mit dem polizeilichen Datenbestand stellte sich heraus, dass der 28-Jährige wegen organisierten Drogenhandels von den Behörden seines Heimatlandes seit September 2017 gesucht wurde. Auch bei einem Deutschen schlug der Fahndungscomputer Alarm. Der verurteilte Schleuser hatte die Wahl rund 4.800 Euro zu zahlen oder mehrere Monate ins Gefängnis zu gehen. Nach Zahlung der geforderten Summe wurde ihm die Weiterreise gestattet.

Familiennachzug in Vorbereitung

Während Union und SPD bei den Sondierungsgesprächen noch über den Familiennachzug von Flüchtlingen mit eingeschränktem Status streiten, bereitet das Auswärtige Amt (AA) bereits die Wiederaufnahme des Nachzugs ab Mitte März vor. „Die Visastellen der hauptsächlich betroffenen Botschaften und Generalkonsulate nehmen derzeit Terminwünsche entgegen und registrieren sie“, schreibt das Auswärtige Amt in einer Antwort auf eine Anfrage der Linken, die der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vorliegt. Die Betroffenen können mit einem Termin ein Visum zum Familiennachzug beantragen. Entsprechende Termine dürfte es in der Regel aber erst in einigen Monaten geben. Das Ministerium weist darauf hin, dass die Vorbereitungen entsprechend der geltenden Rechtslage und mit Blick auf das Fristende laufen. Antragsteller würden entsprechend beraten.

Kanzlerin verliert an Vertrauen

Ist das Vertrauen zum Bundespräsidenten während der letzten vier Jahre deutlich größer geworden und das Ansehen der übrigen politischen Institutionen ziemlich stabil blieb, so ist das Vertrauen zur Bundeskanzlerin erheblich gesunken: von 64 Prozent in 2014 auf aktuell 50 Prozent. forsa-Chef Prof. Manfred Güllner erklärt: „Angela Merkels Vertrauensverlust ist im Wesentlichen auf drei Faktoren zurückzuführen: 1. Viele Anhänger der CSU haben nach dem langen Streit zwischen den Schwesterparteien das Vertrauen zur Kanzlerin verloren. 2. Für viele AfD-Anhänger ist Angela Merkel, anders als noch vor vier Jahren, zu einer Hassfigur geworden. 3. Viele SPD-Anhänger sehen sich selbst, trotz der ‚GroKo‘-Sondierungen, derzeit eher als Opposition - sie betrachten die Kanzlerin dementsprechend als politische Gegnerin.“ Die Daten wurden vom 15. bis 20. Dezember 2017 vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL erhoben.

NetzDG wirkt

Das „Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken (Netzwerkdurchsetzungsgesetz - NetzDG)“ wirkt sich selbst auf Postings und Tweets von Bundestagsabgeordneten aus. So hat etwa Facebook den Post des Nürnberger AfD-Politikers Martin Sichert gelöscht, da dieser gegen die „Gemeinschaftsstandards von Facebook“ verstoße. Sichert hatte eigenen Angaben zufolge afghanische Sprichwörter mit Quellenangabe zitiert, darunter FOCUS und ZDF, um das dortige Rollenbild der Frau zu beschreiben, etwa: „Der Platz der Frau ist entweder das Haus ihres Mannes oder ihr Grab. Ein Mann ohne Frau ist wie ein Esel ohne Last. Eine gute Ziege ist besser als eine schlechte Frau. Eine Frau ohne Schleier ist wie Speise ohne Salz: reizlos“. Sichert kritisiert das Löschen: „Es ist beängstigend und zugleich beschämend, dass unser Staat die Aufklärung der Bürger verhindert, indem er sachliche Meinungen, öffentlich zugängliche Zitate und Links zu seriösen Quellen einfach so zensiert.“ Das NetzDG behindere die Willensbildung der Bevölkerung, so Sichert.

Olaf Konstantin Krueger

Hier geht's zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 3. Januar 2018.

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