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++ Wirtschaft ++ Wohnungsbau ++ Meister ++ Frauen ++ Schwangerschaften ++ Generation Z ++

07.03.2018

Bayern- & Deutschlandnews zum 7. März 2018!

Wirtschaft verunsichert

Die Ankündigung weitreichender Strafzölle auf Stahl und Aluminium durch US-Präsident Trump alarmiert die bayerische Wirtschaft. „Die USA sind Bayerns wichtigster Exportmarkt“, sagt Eberhard Sasse, Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK). „Jedes Signal für mehr Protektionismus im Welthandel ist schädlich für die bayerische Wirtschaft. Die bayerische Industrie erwirtschaftet mehr als die Hälfte ihrer Umsätze im Export“, unterstreicht der BIHK-Präsident.

Mehr Wohnungsbaugenehmigungen

Nach vorläufigen Ergebnissen der monatlichen Baugenehmigungsstatistik meldeten die Bauaufsichtsämter in Bayern im Jahr 2017 insgesamt 74.981 Wohnungsbaugenehmigungen (einschließlich Genehmigungsfreistellungen) und damit eine Wohnungsbaunachfrage leicht über Vorjahresniveau (+383 Wohnungsbaugenehmigungen bzw. +0,5 Prozent gegenüber 2016). Nach weiteren Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik handelt es sich dabei insbesondere um 26.061 Wohnungen in neuen Eigenheimen (Ein- und Zweifamilienhäuser) sowie 34.596 Wohnungen in neuen Mehrfamilienhäusern (ohne Wohnheime), was einem Zuwachs von 1,6 Prozent bzw. 3,9 Prozent entspricht. Mit Ausnahme des Regierungsbezirks Oberbayern, der bei den Wohnungsbaugenehmigungen im Vergleich zum Jahresergebnis 2016 einen Anstieg um 10,6 Prozent erfuhr, verzeichneten die anderen sechs Regierungsbezirke Bayerns jeweils ein rückläufiges Genehmigungsvolumen zwischen 1,2 Prozent (Mittelfranken) und 17,2 Prozent (Oberfranken).

„Damit Bayern Heimat bleibt“

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Bayern schließt sich dem Volksbegehren „Betonflut eindämmen!“ an. Grund: In ganz Bayern verschwinden jeden Tag 13 Hektar Land unter Asphalt und Beton. Das entspricht jährlich einer Fläche so groß wie der Ammersee. „Die ungebremste Versiegelung und Verdichtung des Bodens zerstört die natürlichen Lebensgrundlagen, führt zur Verödung der Ortszentren, verstärkt die Hochwassergefahr und vernichtet Acker- und Grünland“, so die Landesvorsitzende der KAB Bayern, Erna-Kathrein Groll.

Gemischte Gefühle bei Häuslebauern

95 Prozent der Bundesbürger, die in den kommenden zwei Jahren ein Haus bauen wollen, freuen sich darauf. 86 Prozent der angehenden Eigenheimbesitzer setzen darauf, dass der Bau Kräfte und Kreativität freisetzen wird. Allerdings geben 43 Prozent zu, dass das „Projekt Traumhaus“ manchmal auch Existenzängste auslöst. Kleiner Trost: 90 Prozent der Deutschen, die in den vergangenen fünf Jahren ein Haus gebaut haben, hätten dies auch getan, wenn sie gewusst hätten, was alles auf sie zukommt. Das sind Ergebnisse einer Umfrage des Bauherren-Beraters Almondia. Für die „Bauherren-Studie“ wurden mehr als 1.000 Bundesbürger befragt, die entweder in den vergangenen Jahren ein Eigenheim gebaut haben oder gerade einen Bau planen.

Meisterpreis verliehen

Die beste Absolventin aus dem Landkreis Traunstein hat in einer Feierstunde der IHK für München und Oberbayern den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung erhalten. Elisabeth Senoner, geprüfte Handelsfachwirtin aus Ruhpolding, gehört zusammen mit 230 weiteren Absolventen zu den Jahrgangsbesten aus 58 IHK-Fortbildungsprüfungen. Insgesamt 2.994 Teilnehmer schlossen im abgelaufenen Prüfungsjahr ihre Fortbildung als Meister, Fachwirte, Fachkaufleute oder Betriebswirte erfolgreich ab.

Jeder vierte „Reichsbürger“ lebt in Bayern

Jeder vierte identifizierte „Reichsbürger“ in der Bundesrepublik Deutschland lebt in Bayern. Dies besagt eine aktuelle Erhebung von Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Demnach leben 3.850 der bundesweit rund 15.000 „Reichsbürger“ im Freistaat. Bei weiteren rund 1.400 Personen in Bayern sind die Überprüfungen noch nicht abgeschlossen.

Mayer im Innenministerium

Der Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer aus Altötting-Mühldorf am Inn wird vom CSU-Parteivorsitzenden Horst Seehofer als Parlamentarischer Staatssekretär vorgeschlagen. Er steht damit gemeinsam mit Seehofer und zwei weiteren Kollegen der CDU an der Spitze eines um Zuständigkeiten erweiterten Innen- und Heimatministeriums. MdB Mayer gehört dem Innenausschuss des Bundestags seit seiner ersten Wahl 2002 an und war seit 2014 innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

51 Prozent Frauen

Über die Hälfte der insgesamt 82,5 Millionen Menschen, die Ende 2016 in der Bundesrepublik Deutschland lebten, waren Mädchen und Frauen (51 Prozent beziehungsweise 41,8 Millionen). Das Geschlechterverhältnis hat sich in den letzten Jahren immer mehr angeglichen, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Während 1970 zum Teil kriegsbedingt 1.000 Männern noch 1.098 Frauen gegenüberstanden, waren es Ende 2016 noch 1.028 Frauen.

Mehr Geburten in Bayern

Im Jahr 2016 ist die Zahl der Lebendgeburten deutlich angestiegen (+6,3 Prozent auf rund 125 700). Dieser Anstieg wirkte sich positiv auf die zusammengefasste Geburtenziffer aus, die für Bayern von 1,48 (2015) auf 1,56 Kindern je Frau im Jahr 2016 anstieg. Der regionale Vergleich zeigt, dass für jeden bayerischen Regierungsbezirk im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg der zusammengefassten Geburtenziffer verzeichnet werden konnte. Dabei wies Schwaben mit 1,65 Kindern je Frau den höchsten Wert auf. Auf Kreisebene variiert die Geburtenziffer zwischen 1,20 in der kreisfreien Stadt Bayreuth und 1,81 in der kreisfreien Stadt Memmingen. Neben der regionalen Differenzierung ist auch ein Unterschied der Geburtenziffer zwischen Frauen mit deutscher (1,46 Kinder je Frau) und ausländischer Staatsangehörigkeit (2,04 Kinder je Frau) festzustellen.

Mehr Schwangerschaftsabbrüche

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland hat 2017 gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden 2017 rund 101.200 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet. Knapp drei Viertel (72 Prozent) der Frauen, die 2017 einen Abort durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahre alt, 17 Prozent zwischen 35 und 39 Jahre. Rund 8 Prozent der Frauen waren 40 Jahre und älter. Die unter 18-Jährigen hatten einen Anteil von 3 Prozent. Rund 39 Prozent der Frauen hatten vor dem Schwangerschaftsabbruch noch keine Lebendgeburt.

Verunglückt beim Eisklettern

Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing sowie die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ haben am Samstagnachmittag, 3. März, einen 36-jährigen Regensburger gerettet, der beim Eisklettern oberhalb der B21 am Fronaufall zwischen Luegerhörndl und Vogelspitz im Lattengebirge rund 15 Meter tief abgestürzt war und sich nach erster Einschätzung schwer an der Wirbelsäule verletzt hatte. Bereits am Donnerstagmittag, 1. März, war ein 53-jähriger Bergsteiger aus Mecklenburg-Vorpommern im steilen Gelände über ein Schneefeld abgerutscht und vor den Augen seines Sohns rund 120 Meter tief tödlich abgestürzt. Die Notärztin und die Bergretter konnten nichts mehr für den Verunfallten tun.

Schulleitungen werden entlastet

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und Finanzminister Dr. Markus Söder haben grünes Licht für eine weitere Entlastung der Schulleitungen an Bayerns Schulen im Jahr 2018 gegeben. Noch im laufenden Schuljahr, nämlich zum 1. April, werden 150 zusätzliche Stellen für Verwaltungsangestellte an Schulen aller Schularten sowie zum kommenden Schuljahr 2018/2019 zusätzlich 150 Stellen für Lehrkräfte bereitgestellt.

Höhere Zuschüsse für nichtstaatliche Theater

Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat beschlossen, die Förderung der Verbände darstellender Künste um fast das Doppelte von 83.000 auf 163.000 Euro zu erhöhen. Hierdurch können die laufenden Betriebskosten der nichtstaatlichen Theater und anderen Einrichtungen auf dem Gebiet der darstellenden Kunst besser gedeckt werden. „Damit werden die Traditionen der bayerischen Theaterkunst gewahrt und gefördert, was uns ein sehr großes Anliegen ist“, erklären die beiden Rosenheimer Landtagsabgeordneten Otto Lederer und Klaus Stöttner.

„Generation Z“ ständig aktiv

Wie nutzen Jugendliche ihr Smartphone und welche sozialen Plattformen sind dabei unverzichtbar? Diesen und weiteren Fragen ist die Hamburger Kreativagentur elbdudler gemeinsam mit dem internationalen Marktforschungsinstitut YouGov nachgegangen. Zwei Ergebnisse: 98 Prozent der 14- bis 18-Jährigen besitzen ein Smartphone. Über 42 Prozent der Befragten gaben an, „ständig aktiv“ zu sein und das Smartphone immer bei sich zu haben. Weitere 51 Prozent sind eigener Aussage zufolge zumindest häufig an ihrem Smartphone aktiv und haben dieses meistens in direkter Nähe. Jeder Zweite öffnet direkt nach dem Aufstehen WhatsApp, fast ein Viertel Snapchat. Über den Tag hinweg werden soziale Netzwerke mehrfach besucht und liegen in der Nutzung direkt hinter Messenger-Apps. Die höchste Relevanz haben dabei YouTube und Instagram (69 Prozent bzw. 65 Prozent nutzen diese Plattformen „mehrfach täglich“). Download: http://jugendstudie.elbdudler.de.

Olaf Konstantin Krueger

Hier geht's zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 28. Februar 2018.

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