++ Antibiotika ++ Kaiserschnitt ++ Geflüchtete ++ Wohnungsbau ++ Silvester-Böllerei ++ Meinungsfreiheit ++
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Prospekt-Box Blickpunkt

++ Antibiotika ++ Kaiserschnitt ++ Geflüchtete ++ Wohnungsbau ++ Silvester-Böllerei ++ Meinungsfreiheit ++

Bayern- & Deutschlandnews zum 31. Juli 2019!

Langes Leben durch Ernährung

Fast sieben von zehn Bundesbürgern (69,1 Prozent) halten gesunde Ernährung für einen der hauptsächlichen Faktoren für ein langes, gesundes Leben. Von den Frauen sind sogar 75,0 Prozent dieser Meinung, von den Männern 63,4 Prozent, wie eine repräsentative Umfrage für das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ ergab. Möglichst viel Bewegung oder Sport nennt (zudem) jeder Zweite (51,8 Prozent). Mit 47,5 Prozent fast genauso viele halten (auch) die erblichen Anlagen oder die Gene für entscheidend, um ein möglichst langes und vor allem gesundes Leben genießen zu können. Eine gute Gesundheitsversorgung bezeichnet jeder Vierte (26,7 Prozent) als einen der wichtigsten Faktoren, 22,5 Prozent nennen den Verzicht auf Alkohol, Nikotin etc. Für 15,6 Prozent ist der regelmäßige Besuch ärztlicher Vorsorgeuntersuchungen einer der hauptsächlichen Einflüsse, möglichst viel Entspannung und Schlaf für 14,7 Prozent. 13,9 Prozent sehen viel Spaß als zentralen Faktor für ein gesundes Leben, 9,5 Prozent ein gutes Einkommen.

Weniger Antibiotika in der Tiermedizin

Tierärzte haben erneut deutlich weniger Antibiotika eingesetzt: Seit 2011 wurde die Menge um rund 58 Prozent reduziert. In 2018 trug mit mehr als einem Drittel der Rückgang bei den als humanmedizinisch wichtig eingestuften Fluorchinolonen und Cephalosporinen der 3. und 4. Generation bei. Durch ein umfassendes Tiergesundheits- und Hygienemanagement kann der Landwirt mit seinem betreuenden Tierarzt Krankheiten verhüten. Dies dient dem Tierwohl und der nachhaltigen Produktion sicherer Lebensmittel.

Weniger Kaiserschnitt-Entbindungen

Im vergangenen Jahr wurden etwas weniger Babys per Kaiserschnitt geboren als in den Jahren zuvor. Das belegen die Versichertendaten der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Bundesweit schlägt sich das prozentual allerdings kaum nieder: Demnach stagniert der Anteil der Kaiserschnittentbindungen bei der KKH leicht bei 31,6 Prozent in 2018 (-0,04 Prozent). Im Jahr 2013 lag der Anteil noch bei 32,4 Prozent. Dennoch liegt die Rate weiterhin auf hohem Niveau: Noch immer kommt fast jedes dritte Kind per Kaiserschnitt auf die Welt. „Grundsätzlich ist die Kaiserschnittrate in den neuen Bundesländern traditionell niedriger als in den alten Bundesländern“, erklärt Andreas Heiß vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Rosenheim. „So kommt der Osten Deutschlands auf eine Quote von 28,6 Prozent im Vergleich zu 32,3 Prozent in den westlichen Bundesländern.“ Die wenigsten Kaiserschnitte wurden 2018 in Sachsen durchgeführt (24 Prozent). Den höchsten Wert erreichte dagegen Hessen mit 33,9 Prozent. Bei den Steigerungsraten führt Thüringen mit 32,5 Prozent die Tabelle an. Den stärksten Rückgang verzeichnete Schleswig-Holstein mit minus 16,1 Prozent. Die Gründe für diese regionalen Unterschiede sind nicht allein durch medizinische Faktoren zu erklären. Ausschlaggebender scheinen vielmehr das örtliche Versorgungsangebot und die jeweilige Versorgungspraxis in den Ländern zu sein.

Praktikumsstellen für Geflüchtete

Rund 3000 branchenübergreifende Praktikumsplätze speziell für junge Geflüchtete und Zugewanderte stehen derzeit auf der bayernweiten Online-Praktikumsbörse sprungbrett into work zur Verfügung und warten nur darauf, von den Jugendlichen genutzt zu werden. Eine ideale Möglichkeit dazu bieten die anstehenden Sommerferien, denn gerade auch für Schülerinnen und Schüler sind die Praktikumsplätze, bei denen es sich überwiegend um ein- bis zweiwöchige Schnupperpraktika handelt, interessant. In den letzten zwei Jahren hat sich die Anzahl der Praktikumsplätze mehr als verdoppelt: Zum Sommerferienbeginn 2017 waren es erst knapp 1.400 Praktikumsangebote. Ein voller Erfolg sind auch die neuartigen Formate zur Berufsorientierung für Geflüchtete, die sprungbrett into work ins Leben gerufen hat: etwa virtuelle Praktika oder ein Hop-on-hop-off-Praktikumsbus.

Asylbewerber fassen auf Arbeitsmarkt Fuß

Asylbewerber finden in Deutschland laut Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zunehmend Arbeit. „Unter den seit 2015 aus den acht wichtigen Asylherkunftsländern Syrien, Afghanistan, Irak, Eritrea, Pakistan, Nigeria, Somalia, Iran zu uns gekommenen Erwerbsfähigen gehen etwa 35 Prozent einer Beschäftigung nach“, sagte der kommissarische IAB-Direktor Ulrich Walwei der Tageszeitung „Welt“. „Das sind ungefähr 400.000 Personen, mit steigender Tendenz.“

270.000 Wohnungen gebaut

Ende 2018 gab es in Deutschland 42,2 Millionen Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg der Wohnungsbestand im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent oder 267 000 Wohnungen. Im Vergleich zum Jahr 2010 erhöhte sich der Wohnungsbestand um 4,3 Prozent beziehungsweise 1,8 Millionen Wohnungen. Somit kamen Ende 2018 auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner 509 Wohnungen und damit 14 Wohnungen mehr als acht Jahre zuvor (2010: 495 Wohnungen je 1000 Einwohner/-innen). Die Wohnfläche des Wohnungsbestandes belief sich Ende 2018 auf insgesamt knapp 3,9 Milliarden Quadratmeter (m2). Damit vergrößerte sie sich gegenüber 2010 um 5,4 Prozent. Die Wohnfläche je Wohnung betrug Ende 2018 durchschnittlich 91,8 m2, die Wohnfläche je Einwohnerin und Einwohner 46,7 m2. Damit haben sich die Wohnfläche je Wohnung seit dem Jahr 2010 um 0,9 m2 und die Wohnfläche je Einwohnerin und Einwohner um 1,7 m2 erhöht.

Schluss mit Silvester-Böllerei

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) stellt bei 31 Städten formelle Anträge zum Verbot beziehungsweise zur Beschränkung der Silvester-Böllerei als wichtige Einzelmaßnahme für die Luftreinhaltung. Die formellen Anträge richten sich an die Städte, in denen die DUH Rechtsverfahren zur „Sauberen Luft“ führt und deren innerstädtische Luft mit einer Feinstaubbelastung von mindestens 20 µg/m3 belastet ist. Diesen Grenzwert hat bereits vor Jahren die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen. Der EU-Umweltkommissar Vella hat erst vor wenigen Monaten angekündigt, die derzeit viel zu hohen EU-Grenzwerte für Feinstaub entsprechend der WHO-Empfehlung abzusenken. Die DUH beantragt von den betroffenen Städten eine Anpassung der Luftreinhaltepläne, beziehungsweise kommunale Entscheidungen zur Sylvester-Böllerei.

Bahnstrecken besser schützen

In einem gemeinsamen Positionspapier vertreten die Allianz pro Schiene, der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) sowie der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) die Auffassung, dass die Schieneninfrastruktur als zentraler Bereich einer zukunftsfähigen Mobilität robuster gegen witterungsbedingte Störungen werden muss. Ziel sei es daher, den Schienenverkehr im Einklang mit den naturschutzfachlichen Vorgaben zum zuverlässigsten Verkehrsmittel bei Wetterextremen, insbesondere Sturm, zu machen. Die Präventionsmaßnahmen von Infrastrukturbetreibern wie der Deutschen Bahn sollten künftig so effektiv sein, dass Bäume nur in seltenen Ausnahmefällen aufs Gleis stürzen. „Negative Auswirkungen der dafür erforderlichen Maßnahmen auf den Natur- und Artenschutz müssen so weit wie möglich vermieden werden. Idealerweise verbessern die Pflegemaßnahmen existierende Habitate und reduzieren gleichzeitig die Sturmanfälligkeit der Begleitvegetation an den Bahngleisen“, heißt es in dem gemeinsamen Positionspapier.

Zeitbomben im Recyclinghof

DEKRA warnt vor Brandgefahren durch unsachgemäß entsorgte Lithium-Batterien. Schätzungsweise wöchentlich kommt es aus diesem Grund in Recycling-Unternehmen zu Bränden, beobachten DEKRA-Experten. Einzige Lösung: strikte Mülltrennung durch die Verbraucher sowie wirksame Kontrollen.

Bergbahnen rechnen mit mehr Umsatz

Oberbayerns Bergbahnbetreiber sind optimistisch in die Sommermonate gestartet. Wie aus dem aktuellen Saisonbericht der IHK für München und Oberbayern hervorgeht, rechnen 40 Prozent der Betreiber mit höheren Umsätzen als im Vorjahr. Ebenso viele gehen von einer besseren Geschäftsentwicklung aus. Insgesamt zeigt sich die Branche sehr dynamisch: 80 Prozent wollen ihre Investitionen erhöhen oder zumindest auf Vorjahresniveau halten. Als Beispiel nennt die IHK die Neubaupläne der Bayerischen Zugspitzbahn für den Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen.

Klimaschutz und Pendlerpauschale

In den Vorschlägen seiner Partei zum Klimaschutz im Vergleich zur bisherigen Verkehrspolitik sieht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) keinen Widerspruch. „Es darf auf keinen Fall dazu führen, dass der Klimaschutz am Ende zu einer Spaltung zwischen Stadt und Land führt“, erklärte Söder gegenüber der ARD. Im Bahnverkehr müssten Tickets billiger und Fahrzeiten verkürzt werden. Davon profitierten aber viele Menschen auf dem Land nicht: „Dass man in den nächsten Jahren eine ICE-Strecke ins kleinste Dorf bauen kann, das ist eher unwahrscheinlich. Insofern brauchen diese Menschen auch eine Perspektive“, so Söder.

Stimmungsbarometer stabil

Würde der Bundestag jetzt neu gewählt, könnten die Parteien im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer mit einem weitgehend ähnlichen Ergebnis wie in der Vorwoche rechnen. Die Union bliebe mit unveränderten 27 Prozent stärkste politische Kraft und läge weiterhin drei Prozentpunkte vor den Grünen mit ebenfalls unveränderten 24 Prozent. Um den dritten Platz konkurrieren SPD und AfD mit jeweils 13 Prozent. Für die SPD bedeutet das keine Veränderung, während die AfD im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt gewinnt. Die FDP kommt auf 9 Prozent (ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche), die Linke auf 7 Prozent (ein Minus von einem Prozentpunkt). 7 Prozent (ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche) würden eine der sonstigen Parteien wählen. 20 Prozent würden gar nicht wählen oder sind unentschlossen, welcher Partei sie ihre Stimme geben würden.

Meinungsfreiheit eine „Errungenschaft“

Der Nachfolger Erich Honeckers als SED-Generalsekretär und Staatsratsvorsitzender der DDR, Egon Krenz, 82, wehrt sich gegen sein Image: „Ich bin kein Ignorant!“, sagte er im Interview mit dem Berliner „Tagesspiegel am Sonntag“. Dabei zählt er Dinge auf, die er an der heutigen Bundesrepublik gut findet. So sieht Krenz als „Errungenschaft“ den Artikel 5 des Grundgesetzes zur Meinungsfreiheit, auch wenn die Menschen in der DDR „bestens informiert“ gewesen wären. „Sie rezipierten DDR-Medien und gleichzeitig die elektronischen Medien der Bundesrepublik und Westberlin.“

Bundestagsvize nicht verwehren

Brandenburgs CDU-Chef Ingo Senftleben hat die Bundestagsabgeordneten aufgerufen, die Wahl eines AfD-Kandidaten zum Bundestagsvizepräsidenten zu unterstützen. „Wichtig ist auch, die AfD nicht weiter zur Opferpartei zu machen. Zum Beispiel, indem wir ihr grundlegende Rechte verwehren wie den Posten des Bundestagsvizepräsidenten im Bundestag“, sagte Senftleben der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Seit Oktober 2017 haben sich drei AfD-Kandidaten um das Amt beworben: Albrecht Glaser, Mariana Harder-Kühnel und Gerold Otten. Alle fielen jeweils dreimal bei den Abstimmungen durch. Inzwischen liegt ein Antrag auf Änderung der Geschäftsordnung vor, die Anzahl der Wahlgänge auf drei zu beschränken und eine Wiederholung erst nach drei Monaten zuzulassen. okk

Dr. Olaf Konstantin Krueger

• Hier geht’s zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 24. Juli 2019.

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