Bayern/Rosenheim: Keine erhöhten Sterbefallzahlen im Februar und März
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Bayern/Rosenheim: Keine erhöhten Sterbefallzahlen im Februar und März

Für die beiden letzten Monate des Jahres 2020 sowie für den Januar 2021 registrierte das Bayerische Landesamt für Statistik für den Freistaat, insbesondere jedoch regional differenziert, deutlich erhöhte Sterbefallzahlen. Die Entwicklung folgte dabei dem Corona-Infektionsgeschehen der ersten und zweiten Welle und lag im Dezember 2020 bayernweit fast 36 Prozent und im Januar 2021 rund 21 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019.

Eine Auswertung aktueller vorläufiger Daten zeigt nun, dass die Zahl der Verstorbenen im Februar und März 2021 nicht mehr parallel zur Zahl der Infizierten angestiegen ist. Im Februar 2021 lag die Zahl der Sterbefälle bayernweit rund vier Prozent, im März sogar knapp acht Prozent unter dem Durchschnitt der Vorjahre. Eine vom Bayerischen Landesamt für Statistik durchgeführte Sonderauswertung vorläufiger Sterbefalldaten ermöglicht erste Aussagen zur Entwicklung der Sterbefallzahlen im ersten Quartal 2021.

Während im November 2020 knapp 12 Prozent, im Dezember 2020 fast 36 Prozent und im Januar 2021 rund 21 Prozent mehr Menschen verstarben als durchschnittlich in den Jahren 2016 bis 2019, zeigen die Daten für Februar und März 2021 keine erhöhte Anzahl an Gestorbenen. Eine Differenzierung nach Altersgruppen zeigt, dass im Februar und März 2021 auch in der besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Gruppe der 60-Jährigen und Älteren keine erhöhten Sterbefallzahlen vorlagen.

Im Dezember 2020 starben bei den 60- bis unter 80-Jährigen noch rund 20 Prozent mehr als im Schnitt der Jahre 2016 bis 2019. In der Altersgruppe der 80-Jährigen und Älteren betrug der Anstieg über 48 Prozent. Auch im Januar 2021 überstiegen die registrierten Sterbefälle von Personen im Alter ab 80 Jahren den Vergleichswert aus den Jahren 2016 bis 2019 noch um fast ein Drittel.

Dagegen lag die Zahl der Sterbefälle im Februar 2021 bei den 60- bis unter 80-Jährigen etwa sieben Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019; bei den 80-Jährigen und Älteren verstarben ähnlich viele Personen wie in den Vorjahren. Im März 2021 lag die Zahl der Verstorbenen in beiden Altersgruppen deutlich unter dem Schnitt der Jahre 2016 bis 2019 – rund zwölf Prozent bei den 60- bis unter 80-Jährigen und knapp sieben Prozent bei Personen ab einem Alter von 80 Jahren.

Regional sind nach wie vor große Unterschiede festzustellen: Während die Sterbefallzahlen im Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab im März 2021 um 13 Prozent über dem Durchschnittswert der Vorjahre lag, sind in einigen kreisfreien Städten und Landkreisen die Sterbefallzahlen im März 2021 um mehr als 25 Prozent gesunken: so zum Beispiel in der Stadt Rosenheim um 31 und in der Stadt Landshut um 32 Prozent.

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