++ Bergunfall ++ Auslandsunfälle ++ Freifahrten ++ Nachfahren ++ Car-Sharing ++ Wohnungen ++
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++ Bergunfall ++ Auslandsunfälle ++ Freifahrten ++ Nachfahren ++ Car-Sharing ++ Wohnungen ++

Bayern- & Deutschlandnews zum 17. Juli 2019!

Tödlicher Bergunfall

Am Sonntagvormittag, 14. Juli, kam es gegen 10.30 Uhr zu einem tragischen Bergunfall nahe der Frauenalpl, im Bereich zwischen Schachen und Meilerhütte. Zwei Männer aus dem Kreisort waren auf dem Weg von der Schachenhütte zur Fraualpl. Kurz vor Erreichen, in weglosem Gelände, Bereich Schachenplatte, kam der Ältere, ein 36-Jähriger, aus bislang ungeklärten Gründen ins Rutschen und stürzte über steiles Felsgelände rund 100 Meter ab, bevor er auf einem schmalen Schuttband zum Liegen kam. Sein Begleiter, ein 28-Jähriger, verständigte sofort den Notruf. Einsatzkräfte der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen flogen unverzüglich mit dem ADAC-Hubschrauber zur Unglückstelle. Die Verletzungen des Verunglückten waren jedoch so schwer, dass der Notarzt nur noch den Tod feststellen konnte. Die anschließende Bergung und Unfallaufnahme fand mit Polizei und Bergwacht und einem Polizeihubschrauber statt. Der Begleiter des Verunglückten wurde ebenfalls zu Tal geflogen und von dem Kriseninterventionsteam der Bergwacht betreut.

Weniger Auslandsunfälle deutscher Autofahrer

34.785 Meldungen über Auslandsunfälle von in Deutschland zugelassenen Autos mit Fahrzeugen mit ausländischen Kennzeichen gingen 2018 beim Zentralruf der Autoversicherer ein. „Davon leiten wir ab, dass die Anzahl der Unfälle im Ausland zum ersten Mal seit Jahren zurückgegangen ist“, erklärt Dr. Jens Bartenwerfer, Geschäftsführer der GDV Dienstleistungs-GmbH, die den in Hamburg ansässigen Zentralruf der Autoversicherer betreut. Zum Vergleich: In 2017 wurden noch 35.266 Auslandsunfälle gemeldet – ein Rückgang um 1,4 Prozent. An der Spitze der Unfallländer bleibt Italien. 5.758 Mal wurden in Deutschland zugelassene Autos dort in einen Unfall verwickelt. Das entspricht einem Rückgang um 2,9 Prozent. 5.212 Unfälle in Frankreich bedeuten Platz 2 (-3,0 Prozent) vor den Niederlanden mit 4.487 Meldungen (+0,5 Prozent). In Österreich gab es im vergangenen Jahr 3.874 Unfälle deutscher Verkehrsteilnehmer und somit einen Zuwachs um 3,4 Prozent. Die Tendenz in Polen hingegen ist rückläufig. 2.704 Meldungen bedeuten Platz fünf und ein Minus um 3,6 Prozent.

592 Minderjährige in 2018 adoptiert

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden in Bayern im Laufe des Jahres 2018 insgesamt 592 Minderjährige adoptiert, was gegenüber dem Vorjahr (577 Adoptionen) eine Zunahme von 2,6 Prozent bedeutet. Von den Minderjährigen waren 300 männlich und 292 weiblich. In 74 Prozent der Fälle adoptierte die Stiefmutter bzw. der Stiefvater die Minderjährigen.

Freifahrten für gute Schüler

Am ersten Tag der Sommerferien, am Montag, 29. Juli, heißt es bei Meridian, BOB und BRB wieder „Freie Fahrt für 1er-Schüler“. Bei der bayernweiten Aktion dürfen Schüler, die mindestens einen „Einser“ oder ein „Sehr Gut“ im Jahreszeugnis vorweisen können, die Züge des Meridian, der BOB und der BRB kostenlos nutzen. Erstklässler und Schüler bestimmter Schulformen (etwa der Waldorfschulen) und Schüler der Kollegstufen in den Gymnasien erhalten in Bayern keine Noten, stattdessen werden ihre Leistungen von der Schule schriftlich beurteilt (Verbalgutachten) bzw. mit Punkten bewertet. Natürlich dürfen auch diese Schülerinnen und Schüler kostenlos fahren, wenn sie eine sehr gute Beurteilung ihrer schulischen Leistungen nachweisen können. Für alle, die das Angebot nutzen möchten gilt: Auf die Fahrt müssen sie das aktuelle Zeugnis bzw. Verbalgutachten im Original oder in Kopie und ihren Personal-, Kinder- oder Schülerausweis mitnehmen. Mehr Infos online.

Nachfahren fordern Staatsbürgerschaft

Trotz entsprechender Vorgaben des Grundgesetzes bekommen viele Nachfahren geflohener deutscher Juden keine deutsche Staatsbürgerschaft. „Einige kämpfen schon seit 20, 30 Jahren um den deutschen Pass“, sagte Nick Courtman, Sprecher der nach dem Artikel im Grundgesetz benannten Gruppe „116“ dem „Tagesspiegel“. Courtman vertritt die Interessen von über 100 Briten, die als Nachfahren geflohener Juden die Staatsbürgerschaft wollen. Aber eine Besonderheit des deutschen Rechts schließt unter anderem Kinder und Enkelkinder von jüdischen Müttern aus, die aus dem Deutschen Reich geflohen sind und dann aber einen Briten geheiratet haben. Der Brexit, der nahende Verlust des Status als EU-Bürger, hat in Großbritannien zu Dutzenden neuen Anträgen an die deutschen Behörden geführt, um die deutsche Staatsangehörigkeit zu bekommen. Auch Courtman, Enkel einer geflohenen Jüdin, will sie: Die Nachfahren verfolgter Juden hätten nach dem NS-Unrecht die Chance verdient, allesamt die deutsche Staatsbürgerschaft zu bekommen, betont er.

Kretschmann beliebtester Ministerpräsident

Der Baden-Württemberger Winfried Kretschmann ist weiterhin der beliebteste Ministerpräsident in Deutschland. Wie schon 2017 und 2018 sind die Wahlberechtigten mit der Arbeit des Grünen am zufriedensten. Die Gesamtauswertung: Winfried Kretschmann (73 Prozent zufrieden/23 Prozent nicht zufrieden). Daniel Günther (66/27), Stephan Weil (60/31), Peter Tschentscher (60/32), Bodo Ramelow (55/41), Volker Bouffier (54/39), Malu Dreyer (54/41), Michael Kretschmer (52/40), Markus Söder (49/48), Tobias Hans (45/43), Manuela Schwesig (43/53), Dietmar Woidke (42/48), Armin Laschet (40/52),
Reiner Haseloff (38/56) und Michael Müller (27/67).

CDU/CSU wieder auf Platz 1

Die politische Stimmung in Deutschland verändert sich nur geringfügig, im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer gewinnen SPD und AfD je einen Prozentpunkt, FDP und Grüne verlieren je einen Prozentpunkt. Wenn der Bundestag jetzt neu gewählt würde, ergäbe sich folgende Stimmverteilung: CDU/CSU 26 Prozent (Bundestagswahl: 32,9 Prozent), Bündnis 90/DIE GRÜNEN 25 (8,9), SPD 13 (20,5), AfD 13 (12,6), DIE LINKE 8 (9,2), FDP 7 (10,7). Acht Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2 Prozent). 19 Prozent aller Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden nicht wählen (Nichtwähler 2017: 23,8 Prozent).

Car-Sharing und Abo-Modelle

Eine von Simon-Kucher & Partners im deutschen Markt durchgeführte Automobilstudie zeigt, dass das Bewusstsein für Car-Sharing im Bereich der privaten Anbieter, zum Beispiel Drivy und SnappCar, mit 20 Prozent sehr gering ist. Bei knapp der Hälfte der Befragten sind jedoch private Mitfahrgelegenheiten wie blablacar und Urbanes Sharing wie Car2Go und DriveNow bekannt. 60 Prozent würden solche Angebote grundsätzlich auch nutzen, jedoch das eigene Auto dafür nicht aufgeben. Als entscheidende Kriterien geben die Befragten vor allem Preis (27 Prozent) und Verfügbarkeit (21 Prozent) an; ein großes Angebot an individuellen Paketen (z. B. Drei-, Sechs- oder 24-Stunden-Pakete) und eine breite Modellauswahl bzw. -ausstattung ist dagegen weniger wichtig. Antoine Weill, Partner in der globalen Automotive Pratice bei Simon-Kucher, sagt: „Das Bewusstsein bei den Deutschen für die Vorteile von Car-Sharing und Urban Sharing muss noch Schritt für Schritt aufgebaut werden. Grundlegend dafür ist eine gut ausgebaute Infrastruktur.“

Elektroschrott-Sammelquote gering

Neu veröffentlichte Zahlen zur Sammlung von Elektroschrott belegen laut Deutsche Umwelthilfe (DUH) das Versagen der wirtschaftsnahen Abfallpolitik von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Demnach wurden 2017 in Deutschland nur 10,2 Kilogramm Elektroschrott pro Einwohner gesammelt, obwohl rund 25 Kilogramm je Einwohner in Verkehr gebracht wurden. Die Sammelquote für Elektroschrott lag 2017 lediglich bei 45,08 Prozent. Die DUH kritisiert, dass in Deutschland mehr Elektroschrott illegal entsorgt und exportiert, als ordnungsgemäß entsorgt wird. Um das von der EU vorgegebene Sammelziel von 65 Prozent für 2019 zu erreichen, muss die Erfassungsquote um über 20 Prozentpunkte steigen. Die DUH fordert daher eine Ausweitung der Rücknahmepflicht im Handel, eine bessere Verbraucherinformation sowie die Veröffentlichung der Sammelergebnisse von Händlern und Herstellern. Für besonders umweltrelevante und kurzlebige Elektrogeräte, wie Smartphones, sollte ein Pfandsystem eingeführt werden.

Weniger genehmigte Wohnungen

Von Januar bis Mai 2019 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 136.300 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 2,4 Prozent weniger Baugenehmigungen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Genehmigungen galten sowohl für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden. okk

Dr. Olaf Konstantin Krueger

• Hier geht’s zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 10. Juli 2019.

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