Diese Familie lässt so schnell nichts anbrennen! – Werbung –
Die Branche steht nie still und so sind hier mit Vater Klaus und Sohn Christian fachkundige Experten, die sich fortlaufend weiterbilden, am Werk! Zusammen mit Alexandra Kolbe, die in der Firma für die Buchhaltung verantwortlich ist, sind sie ein perfektes Team. Foto: Schalk
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Diese Familie lässt so schnell nichts anbrennen! – Werbung –

Seit 35 Jahren hat der Waldkraiburger Familienbetrieb Brandschutz Steinmüller es sich auf den Löscher geschrieben, der Sicherheit von Gebäuden größte Beachtung zu schenken. In diesem Jahr gibt es zudem einen Grund zum Feiern, denn es sind bereits 20 Jahre, dass Klaus Kolbe das Unternehmen führt. Inzwischen ist auch Sohn Christian als gleichberechtigter Partner der Brandschutz Steinmüller GmbH mit an Bord. Bei einem Treffen mit dem Sohn des jetzigen Geschäftsführers, Christian Kolbe, erfahre ich mehr über das hochbrisante Thema rund um das Feuer.

Nina Bufalino im Gespräch mit Christian Kolbe, Brandschutz Steinmüller GmbH.

Herr Kolbe, mit Ihnen hat 2016 die 3. Generation im Familienbetrieb Einzug gehalten. Erinnern Sie sich noch an Ihren Traumberuf als Bub und hat sich das mit dem Einstieg in die Brandschutzbranche auch erfüllt?
Wenn Sie meinen, dass ich dafür brannte, Feuerwehrmann zu werden, dann muss ich Sie zunächst ein wenig enttäuschen. Pilot oder Baggerfahrer, das war als Bub mehr mein Ding. Aber ich fand die Branche, in der mein Opa sich seinerzeit selbstständig machte, auf jeden Fall ziemlich aufregend. Und als mein Vater in das Unternehmen einstieg, da habe ich schon regelmäßig ausgeholfen, wenn Not am Mann war, und war somit mit meinen Kenntnissen über Brandschutz immer am Puls der Zeit.

Sie sind also doch Pilot geworden?
Man könnte sagen, ich blieb am Boden und habe zunächst eine Ausbildung zum Industriemechaniker absolviert und in der Industrie gearbeitet. Das ist für einen jungen Burschen verlockend, weil man im Schichtdienst recht gut verdienen kann. Langfristig gesehen sind die Sicherheiten in großen Industrieunternehmen allerdings wackelig und der Schichtdienst zehrt auf Dauer auch am Wohlbefinden.

Heute sind sie zusammen mit ihrem Vater Klaus gleichberechtigter Teilhaber der GmbH Brandschutz Steinmüller GmbH. Fühlen Sie sich gut angekommen?
Auf jeden Fall! Die neuen Brandschutzverordnungen 2015 haben dem Betrieb eine Menge neuer Aufträge und entsprechend viel Arbeit beschert. Das hat meinem Einstieg den Weg geebnet, denn mein Vater konnte als One-Man-Show das Volumen nicht stemmen. Anfangs war es eine ziemliche Umgewöhnung vom wechselnden Schichtdienst an feste Arbeitszeiten. Aber diese neue Struktur gefiel mir und der Job ist einfach so vielseitig, das hat mich von Anfang an motiviert.

Ok, bei dem Thema Brandschutz denke ich zunächst an rote Feuermelder – das allein kann ja nicht so spannend sein. Wie gestaltet sich denn die Arbeit im Betrieb?
Vielseitig in allen Bereichen. Wir sind immer nah am Kunden, das bringt natürlich zusätzlich Spaß. Ich mag den Kontakt und die persönliche Beratung. Aber neben den gängigen Aufgaben, der Ausstattung der Gebäude mit Löschern und Rauchmeldern und diversen Leistungen, die ich so hier gar nicht aufzählen kann, bieten wir auch Schulungen an. Denn der rote Feuermelder ist ja keine Wasserpistole und Brandschutz ist nicht nur eine Frage der technischen Ausrüstung.
Das Wissen zu Brandschutzvorschriften oder Betrieb und Wartung von Brandschutzeinrichtungen ist ebenso entscheidend. Alle unsere Schulungen beinhalten einen Theorie- und Praxisteil, im praktischen Teil wird am firmeneigenen Löschtrainer mit Übungswasserlöscher trainiert und geschult.

Jetzt bitte ich um eine gnadenlos ehrliche Antwort, auch wenn es weh tut: Wer stellt sich am Feuerlöscher besser an, Frau oder Mann?
Da muss ich gar nicht lang nachdenken: Ganz klar die Frau! Die Damen haben beim Training am Gerät einfach den größeren Spaßfaktor. Sie gehen immer erst davon aus, dass sich die Anwendung irre schwierig gestaltet, vor allem wegen des Gewichts des Löschgeräts.
Tja, und dann sind sie sozusagen Feuer und Flamme dafür und schnell ziemlich professionell bei der Sache.

Waren Sie privat schon einmal in eine brenzlige Situation involviert?
Allerdings! Als ich Zeuge eines Pkw-Brands auf der A 94 wurde. Mein Vater hat seinerzeit im Angestelltenverhältnis vor der Selbständigkeit sogar eine Explosion mit erlebt – und zum Glück unversehrt überlebt.

Sie stehen den Flammen also mit Respekt gegenüber, oder?
Das ist in meinem Beruf eine sehr wichtige Grundvoraussetzung. Denn Feuer ist zwar von der Ferne immer spannend anzusehen, wird aber oft unterschätzt und ist einfach irre gefährlich!

Wo liegen, Ihrer Meinung nach, die meisten Ursachen für Wohnungsbrände?
Das klingt vielleicht unspektakulär, aber die häufigste Ursache für Wohnungsbrände sind Elektrobrände, Netzteile, Kabelbrände und so weiter. Mit anderen Worten, meist Dinge, für die niemand etwas kann. Umso wichtiger ist eine durchdachte Abdeckung mit Rauchmeldern. Und natürlich sollte man Feuer, offene Lichtstellen wie Kerzen und auch die Küche mit Ofen und
Herd nie unbeaufsichtigt lassen. Da kann ein Feuerlöscher, der regelmäßig gewartet wurde, im Ernstfall Leben retten!

Hat so ein Feuerlöscher ein Verfallsdatum?
Oh ja, das kann dann böse Überraschungen geben. Damit das eben nicht passiert, sind wir am Start. Überprüfung, Wartung, Inspektion und Instandsetzung ist unser Ding. Und natürlich die Ausstattung mit Neugeräten mit Montage, die Rücknahme des alten Gerätes inklusive fachgerechter Entsorgung.

Und wie steht es um die Digitalisierung in Ihrer Branche? Müssen Sie umrüsten?
Natürlich muss man umdenken, sich schulen lassen, nachrüsten – wie in jedem Unternehmen. Denn entweder man geht mit und investiert in gewisse Geschäftsbereiche oder man lässt es und wird über kurz oder lang von der Konkurrenz geschluckt. Und das kommt nach 35 Jahren Branchenerfahrung natürlich nicht in Frage. Wir brennen nach wie vor für unsere Aufgaben und freuen uns auf viele neue Herausforderungen.

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