Foto: Düsseldorf Airport

Chiemgauer entwickeln Park-Roboter

25.06.2014

Am Flughafen Düsseldorf parkt „Ray“ ab sofort die Autos ein. Der Park-Roboter ist Teil einer technischen Weltneuheit, die erstmals am Düsseldorfer Airport zum Einsatz kommt. Das System entwickelt hat die Firma serva transport systems aus Grabenstätt.

Die Suche nach einem freien Parkplatz kurz vor dem Abflug gehört dank Ray ab sofort der Vergangenheit an. Modernste Computer-Technik übernimmt nun das Einparken für den Kunden. Leise, präzise und ausgesprochen effizient findet Ray für jedes Fahrzeug die richtige Parklücke. Und wer sein Auto wieder abholen möchte, dem stellt es Ray zum gewünschten Zeitpunkt wieder zur Verfügung.

Dank der computergestützten Technologie kann der Kunde nun sein Fahrzeug einfach in einer der sechs großzügigen Übergabeboxen abstellen. Die Abgabe des Fahrzeugs erfolgt schnell und bequem in direkter Nähe zum Terminal, so dass einem schnellen Reiseantritt nichts im Wege steht. Weil Ray mit der Flugdatenbank des Airports verbunden ist, wird das Fahrzeug des Kunden bei dessen Rückkehr rechtzeitig zur Abholung wieder bereitgestellt. Der Passagier braucht sich also nicht mehr die genaue Abstellposition seines Fahrzeugs zu
merken, sondern kann es sofort in Empfang nehmen und seine Weiterreise antreten.   

„Mit dem Produkt sprechen wir vor allem Geschäftsreisende an, die heutzutage erst sehr zeitnah vor ihrem Abflug zum Airport kommen, das Parken sehr effizient gestalten möchten und maximal nach wenigen Tagen wieder zurückkehren“, erklärte Flughafen-Geschäftsführer Thomas Schnalke. „Für unser Unternehmen ist heute ein großer Tag“, erklärte serva-Geschäftsführer Rupert Koch. „Unser patentiertes Robotersystem ist weltweit einzigartig und bietet den Nutzern zahlreiche Vorteile.“     
 
Dank Ray wird Einparken zum Kinderspiel  
Der Passagier reserviert sich über ein Online-Buchungssystem (parken.dus.com) im Vorfeld seiner Reise seinen persönlichen Parkplatz und lädt sich bei der ersten Nutzung eine entsprechende App herunter. Vor Ort fährt der Kunde über die Ankunftsebene in den gesonderten Parkbereich im Parkhaus P3 ein und stellt sein Fahrzeug in einer der sechs Übergabeboxen ab. Insgesamt stehen hier in der ersten Ausbaustufe 249 robotergestützte Parkplätze zur Verfügung. Vor Verlassen des Parkhauses in Richtung des nahe gelegenen Terminals bestätigt der Fahrer kurz an einem Touchscreen, dass sich keine Personen mehr im Fahrzeug befinden, gibt an, wann er das Fahrzeug wieder abholen möchte, und ob er mit Handgepäck oder aufgegebenem Gepäck reist. Der Einparkvorgang erfolgt im Anschluss automatisiert durch den Roboter Ray, der das Fahrzeug vermisst und dann schonend im hinteren Teil des Parkhauses einparkt. Über die hinterlegten Rückreisedaten und den Abgleich mit der Flugdatenbank des Airports weiß das System, wann das Fahrzeug wieder vom Kunden benötigt wird. Das Fahrzeug wird dann frühzeitig in einer der Übergabeboxen zur Verfügung gestellt. Sollte sich der Reiseverlauf des Kunden ändern, so kann er dies einfach und schnell über seine App ans System übermitteln.  
 
„Das System bietet unseren Passagieren in dem überwachten Bereich einen hohen Service-Mehrwert inklusive Versicherung für das Fahrzeug. Vor Ort steht unseren Kunden natürlich auch jederzeit ein freundlicher Mitarbeiter mit Rat und Tat zur Seite. Zur Einführung berechnen wir bis zum Ende des Jahres für unser PremiumPLUS-Angebot einen Tagessatz von 29 Euro bzw. vier Euro pro Stunde“, erklärte Thomas Schnalke weiter. „Sollte die neue Technik von unseren Kunden angenommen werden, werden wir über eine Ausweitung des Systems nachdenken, da es sich einfach in bestehende Parkstrukturen integrieren lässt.“

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