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Frühjahrsputz fürs Smartphone

25.04.2014

Der Frühling ist da. Aber die lang ersehnten Sonnenstrahlen bringen auch Staub, Schmutz und wenn man mal etwas genauer hinschaut auch eine ganze Menge Datenmüll ans Licht. Jetzt ist die perfekte Zeit zum Frühjahrsputz, auch für das lieb gewonnene Smartphone.

Gründlich Putzen, Aufräumen und Entrümpeln heißt die Devise beim Frühjahrsputz auf dem Smartphone. Die wichtigsten Schritte:

Löschen: Wenn das Smartphone immer langsamer wird, dann bedeutet das häufig, dass zu viele Apps und übrig gebliebener Datenmüll die Leistung drosseln. Höchste Zeit, auszumisten: Gehen Sie doch einmal die verschiedenen Ordner durch, ob sie wirklich noch alle Klingeltöne brauchen? Haben Sie vielleicht Musik oder Filme gespeichert, die Sie eh nicht mehr interessieren? Einige Spiele sind gespielt und haben ihren Reiz verloren? Runter von der Platte. Und das Telefonbuch mit Hunderten von Einträgen? Kontaktieren Sie die wirklich noch alle? Scheuen Sie nicht, sich von nicht mehr benötigten Daten zu trennen: Sie schaffen Platz für Neues und verbessern die Performance des ganzen Systems.

Richtig löschen: Leider ist es so, dass durch einfaches Löschen der Platz auf der Smartphone-Festplatte zwar grundsätzlich freigegeben wird, die Daten aber noch nicht endgültig weg sind. Sie können wieder hergestellt werden, was besonders ärgerlich ist, wenn man das Gerät verschenken oder verkaufen möchte. Abhilfe schaffen – je nach Betriebssystem – unterschiedliche Apps, die häufig auch kostenlos in den Stores der verschiedenen Betriebssysteme angeboten werden. Noch ein Tipp: Speichern Sie sensible Daten gar nicht auf dem Handy sondern auf einer Speicherkarte. Die können Sie problemlos entnehmen – und, wenn Sie wünschen, auch einfach auf dem heimischen Rechner löschen.

Akku aufmöbeln: Wer kennt das nicht? Gerade jetzt, wo man wieder häufiger und länger unterwegs ist, ärgert man sich über die verhältnismäßig kurzen Akkulaufzeiten. Natürlich kann man mobile Ladestationen mit sich herumschleppen, aber wer möchte das schon. Es gibt eine ganze Reihe von Mythen, so zum Beispiel, dass man den Akku erst vollständig entleeren sollte, bevor man das Smartphone wieder ans Stromnetz bringt. Fakt ist aber, dass ein regelmäßiger Ladezustand bei modernen Lithium-Ionen-Akkus zwischen 30 und 70 Prozent, die Lebensdauer entscheidend verlängert. Dauerhaft hohe Ladezustände sind für Akkus eher schädlich. Vermeiden Sie grundsätzlich hohe Temperaturen, auch mit Blick auf den Sommer – zum Beispiel durch die Wahl einer geeigneten Handyschale. Der beste Akku-Frühjahrsputz für den Smartphone-Akku ist also, das eigene Ladeverhalten auf den Prüfstand zu stellen und gegebenenfalls anzupassen.

Vertrag checken: Die Preise im Mobilfunk haben sich in den letzten zwei Jahren deutlich verändert. Oft bekommt man für das gleiche Geld deutlich mehr Leistung. Darüber hinaus ist das Spektrum der Angebote breiter geworden. Neue Digital-Lifestyle-Dienste wie eine Cloud, ein Musik-Streaming-Angebot oder eine Game-Flat bieten Entertainmentvergnügen für kleines Geld. Es empfiehlt sich daher mindestens einmal pro Jahr eine möglichst unabhängige und anbieterübergreifende Beratung eines Mobilfunkexperten – warum nicht das Frühjahr dafür nutzen?

Mit Sicherheit mehr Smartphone-Vergnügen: Man sollte nicht vergessen, dass man mit einem modernen Smartphone rund 500 Euro mit sich in der Tasche herumträgt. Hätten Sie das als Bargeld dabei, würden Sie sicher auch sehr darauf achtgeben. Das Smartphone hat die gleiche Achtsamkeit verdient. Man sollte darauf achten, dass das Gerät nicht einfach von Fremden durch Trojaner und Co. „gekapert“ wird. Es empfiehlt sich daher eine Sicherheitssoftware zu installieren. Und wer ganz auf Nummer sicher gehen will, sollte am besten gleich eine Handyversicherung abschließen. Achtung: Darauf achten, dass nicht nur der Verlust, sondern möglichst auch Reparaturen mit abgesichert werden. Ein Smartphone fällt schnell mal auf den Boden, und wenn dabei das Display springt, kann schon das recht teuer werden.

Polieren der Hardware: Display, Tastatur und Innenleben

Das Display: Insbesondere bei Touchscreens ist das Display bereits nach kurzer Zeit durch Fingerabdrücke und Staub unansehnlich und sollte deshalb häufiger gesäubert werden. Am besten keine scharfen Reiniger oder Alkohol, sondern vielmehr ein handelsübliches Mikrofasertuch verwenden und mit kreisenden Bewegungen die Verunreinigungen entfernen. Bei starken Verschmutzungen das Tuch leicht anfeuchten – aber Vorsicht: Nicht zu viel Flüssigkeit verwenden, da das bei den empfindlichen elektronischen Teilen zu irreparablen Schäden führen kann.

Das Gehäuse: Viele Nutzer tragen ihr Smartphone gern in der Hose mit sich herum. Dabei kann es leicht passieren, dass sich Flusen oder Staubpartikel zum Beispiel in den Öffnungen für Ladekabel oder in der Kopfhörerbuchse sammeln. Diese reinigt man am besten vorsichtig mit einem Pinsel, gegebenenfalls auch mit einem Wattestäbchen oder einem Zahnstocher. Alle drei sind auch sehr gut geeignet, um den Innenraum des Smartphones zu reinigen. Aber Achtung: Niemals die in aller Regel gold- oder messingfarbenen Kontakte beschädigen, und das Gerät nicht weiter aufschrauben, da im Zweifel damit die Garantie erlischt. Auch fest verbaute Akkus sollten nicht herausgeschraubt werden, da dem Gerät damit ein irreparabler Schaden zugefügt werden kann!

Schutzmaßnahmen: Es ist sinnvoll, das Smartphone vorbeugend mit Schutzmaßnahmen auszustatten. Dazu gehören ein Displayschutz sowie eine Smartphone-Tasche, die es für nahezu jeden Gerätetyp gibt.


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