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Neue Datenschutzregeln: Facebook will noch mehr über uns wissen

21.01.2015

Sie sind jetzt schon von der Werbung auf Facebook genervt? Ab 30. Januar dürfte das noch schlimmer werden, denn das soziale Netzwerk ändert seine Datenschutzregeln und verfolgt dann auch, welche Websites seine Nutzer außerhalb von Facebook besuchen und welche Apps sie verwenden. Passend dazu wird dann noch persönlichere Werbung angezeigt – zur Freude der Werbekunden, zum Ärger der Nutzer. Auch wenn es nicht möglich ist, die Neuerungen an sich abzulehnen, es gibt einige Tricks, wie man sich gegen das Ausspionieren wehren kann.

Ursprünglich sollten die neuen Regeln schon am 1. Januar in Kraft treten, nach Protesten von Datenschützern wurde der Start aber auf den 30. Januar verschoben. Sucht man künftig im Internet nach einem neuen Auto oder Haushaltsartikeln, erscheint auf Facebook kurz darauf viel Werbung entsprechender Hersteller und auch die ein oder andere Email wird sich im Postfach finden. Zum Aufenthaltsort passende Werbung wird es dann ebenfalls geben und Facebook weiß um die Apps, die seine Nutzer auf den Smartphones und Tablets verwenden.

Damit nimmt die Neugier des Unternehmens neue Dimensionen an, denn bisher hat Facebook nur das Verhalten der User innerhalb des sozialen Netzwerks ausspioniert. Möglich machen das sogenannte „Cookies“, also kleine Dateien, die das Onlineverhalten aufzeichnen. Die Cookie-Funktion lässt sich zwar in den Browser-Einstellungen deaktivieren, viele Seiten funktionieren dann aber gar nicht oder nur eingeschränkt.

Was also kann man gegen die neuen Nutzungsbedingungen tun? Nutzer sollten auf jeden Fall ihre Facebook-Einstellungen checken. Hier lässt sich bestimmen, welche Werbung angezeigt werden darf. Und: Melden Sie sich besser nach jeder Facebook-Sitzung ab, anstatt die Seite nur zu schließen. Das erschwert dem Netzwerk Sie online zu verfolgen. amu

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