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Telefon: Ärger bei der Umstellung auf IP-Technik

01.06.2015

Verbraucherzentralen sammeln Beschwerden!

Die meisten Telekommunikationsanbieter bieten inzwischen bei Neuverträgen nur noch einen Anschluss mit IP-Technik an. Die Telekom will nachziehen und bis 2018 ihr gesamtes Telefonnetz auf Internet-Telefonie umstellen. „Offenbar funktioniert dabei nicht alles reibungslos wie Beschwerden zeigen“, sagt Tatjana Halm, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern.

Vermehrt berichten Telefonkunden, dass der Übergang auf die neue Technik nicht klappt, der Anschluss wochenlang ausfällt und Hausnotrufsysteme nicht mehr funktionieren. In einer bundesweiten Umfrage wollen die Verbraucherzentralen Erfahrungen zum IP-basierten Anschluss erfassen und auswerten. Die Ergebnisse sollen Politik und Anbietern zur Verfügung gestellt werden und den eventuellen Handlungsbedarf aufzeigen.

Verbraucher können vom 1. Juni bis 10. Juli 2015 unter www.verbraucherzentrale-bayern.de an der Umfrage teilnehmen. Die Zusendung von Beschwerden per E-Mail ist möglich an recht@vzbayern.de oder per Post an Verbraucherzentrale Bayern, Stichwort IP-Umstellung, Mozartstraße 9, 80336 München.

Als Gründe für den Übergang zur Internettelefonie nennen die Unternehmen zum einen den Mehrwert für den Verbraucher, aber auch dass es in absehbarer Zeit für die herkömmliche Übertragungstechnik keine Ersatzteile mehr gibt. Nach den bisherigen Erfahrungen der Verbraucherzentrale Bayern haben viele Verbraucher keine Kenntnis über den Umstellungsprozess und werden nicht ausreichend informiert.

Die Maßnahme erfolgt zudem oft im Zuge einer Tarifänderung. „Das ist nicht akzeptabel. Anbieter müssen Verbraucher ausreichend über die anstehenden Änderungen und Folgekosten informieren, eine Umstellung darf nicht so nebenbei stattfinden“, kritisiert Tatjana Halm. Mit der Umfrage wollen die Verbraucherzentralen genauerer Erkenntnisse über die Probleme aus dem Umstellungsprozess gewinnen.

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