++ Flüge ++ Erpressung ++ Mordverdacht ++ Azubis ++ Integration ++ Fleischverzicht ++
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++ Flüge ++ Erpressung ++ Mordverdacht ++ Azubis ++ Integration ++ Fleischverzicht ++

Bayern- & Deutschlandnews zum 13. Februar 2019!

Mehr Flugeinsätze im Dunkeln

Die Nachtflugexpertise der DRF-Luftrettung ist mehr und mehr gefragt: Im Jahr 2018 stieg die Anzahl nächtlicher Einsätze der rot-weißen Hubschrauber um zwanzig Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit zehn Stationen betreibt die DRF-Luftrettung die meisten 24-h-Stationen in Deutschland. Europaweit hat sie die größte Erfahrung zum Thema Nachtflug, mit den meisten Flugstunden bei Dunkelheit. Auch in der Gesamtbilanz der Tag- und Nachteinsätze verzeichnet die gemeinnützige Organisation eine Zunahme: Bundesweit wurde sie zu 37.704 Einsätzen alarmiert (2017: 36.283 Einsätze).

Räuberische Erpressung

Im Bereich des Endorfer Bahnhofs ist es am Mittwoch, 6. Februar, gegen 19.50 Uhr zu einer räuberischen Erpressung gekommen. Zwei zunächst unbekannte männliche Personen waren einem Jugendlichen auf die Toilette im Bahnhof Bad Endorf gefolgt. Dort bedrohte einer der Tatverdächtigen den Jugendlichen mit einem Messer und forderte die Herausgabe von Geld und Wertsachen. Daraufhin händigte der Geschädigte einen geringen Bargeldbetrag sowie sein hochwertiges Mobiltelefon aus. Sozusagen als eine Art Täter-Opfer-Ausgleich übergaben die beiden Tatverdächtigen dem Geschädigten nach der Tat einen Schokoriegel. Anschließend flüchteten sie. Die Ermittlungen führten zu den beiden Tatverdächtigen, zwei 16-Jährige aus dem Landkreis Rosenheim. Sie wurden vorläufig festgenommen. Die beiden müssen sich unter anderem wegen Räuberischer Erpressung verantworten.

47-Jährige unter Mordverdacht

Monatelang ermittelten Staatsanwaltschaft und Kripo im Todesfall eines 60-jährigen Arztes aus Tegernsee. Nun klickten die Handschellen wegen Mordverdachts bei der Ehefrau. Bereits am 8. August 2018 wurden zunächst Beamte des Kriminaldauerdienstes der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim und später Ermittler des Fachkommissariats der Kriminalpolizeistation Miesbach zu einem Todesfall nach Tegernsee gerufen. Ein 60-jähriger Mann wurde leblos in seinem Bett vorgefunden. Die zunächst nicht klärbaren Umstände des Todeseintritts veranlassten die Kripo Miesbach und die sachleitende Staatsanwaltschaft München II zu weiteren kriminalpolizeilichen Maßnahmen sowie zur Anordnung einer rechtsmedizinischen Begutachtung des Leichnams. Die Untersuchungen richteten den dringenden Tatverdacht gegen die 47-jährige Ehefrau des Opfers. Sie wurde verhaftet. Die Ermittlungen dauern an.

Prüfungen erfolgreich abgeschlossen

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, wurden im Wintersemester 2017/18 an Bayerns Hochschulen 36.658 Prüfungen erfolgreich abgelegt. Das waren 1.145 oder 3,2 Prozent mehr Abschlüsse als im vorangegangenen Wintersemester. Knapp die Hälfte (48,7 Prozent) der von den Prüfungsämtern gemeldeten erfolgreichen Examen wurde von Frauen abgelegt. 2.420 Promovierende erwarben im Wintersemester 2017/18 ihren Doktortitel.

Erneut Azubi-Plus in Bayern

Im vergangenen Jahr haben die bayerischen Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen zum zweiten Mal in Folge wieder mehr Auszubildende eingestellt. Für 2018 verzeichnet der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) insgesamt 54.598 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge, ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der IHK-Ausbildungsbetriebe legte ebenfalls leicht auf 31.090 zu und erreichte damit den höchsten Stand seit 2015. Wie in den Vorjahren blieben viele Lehrstellen mangels Bewerber unbesetzt. Die Arbeitsagentur sprach zuletzt von mehr als 16.000 unbesetzten Ausbildungsplätzen in Bayern.

Integrationsbereitschaft gesichert

Die bayerische Wirtschaft sieht die Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Arbeit im Freistaat auf einem guten Weg. Aktuell hätten mehr als 81.000 Flüchtlinge eine Arbeit in Bayern gefunden, rund 10.000 Flüchtlinge absolvierten eine Ausbildung und mehr als 72.000 seien in Praktika zur Vorbereitung auf eine Ausbildung oder einen Job. Auf diese Bilanz des im Oktober 2015 geschlossenen Integrationspakts der bayerischen Wirtschaft und der Arbeitsagentur mit der Bayerischen Staatsregierung verweisen der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) und der Bayerische Handwerkstag (BHT).

Altmaier für Obergrenze

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, die Höhe der Sozialversicherungsbeiträge per Verfassung zu begrenzen. „Wir müssen die magische Marke von 40 Prozent unbedingt einhalten“, sagte Altmaier dem stern. „Vor acht Jahren haben wir eine Schuldenbremse ins Grundgesetz aufgenommen. Wenn es nach mir geht, werden wir in den nächsten Jahren auch die Quote für Sozialabgaben im Grundgesetz festschreiben.“ So könne sichergestellt werden, dass die Leistungsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland nicht untergraben werde. Der Anteil der Sozialversicherungen, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte zahlen, beträgt derzeit 39,7 Prozent vom Bruttolohn. „Ich halte das für eine Obergrenze”, sagte der Wirtschaftsminister dem stern. „Wird sie überschritten, gehen Arbeitsplätze verloren, weil weniger investiert wird oder weil es sich dann erst recht lohnt, Menschen durch Maschinen zu ersetzen.“

Fleischverzicht rettet keinen Regenwald

Eine rein pflanzliche Ernährung gilt heutzutage oft als Heilsversprechen. Kritiker der Nutztierhaltung empfehlen den Verzicht auf Fleisch, Eier und Milchprodukte auch mit Verweis auf den vermeintlich besseren Umwelt- und Ressourcenschutz und den Welternährungsbeitrag einer pflanzlichen Ernährung. Aber inwieweit haben das Ernährungsverhalten der Deutschen und nationale Verschärfungen der Tierschutz- und Umweltstandards überhaupt positive Auswirkungen auf Wirtschaft, Umwelt und Welternährung im globalen Kontext? Das untersucht eine neue Studie des Instituts für Agribusiness der Universität Gießen. Das Ergebnis sollte Verfechter einer rein veganen Ernährung und einer Verschärfung nationaler Standards aufrütteln: „Eine rein pflanzliche Ernährung kann mit Blick auf Umwelt, Klima und Welternährung nicht halten, was Kritiker der Nutztierhaltung versprechen“, fasst Prof. P. Michael Schmitz, Agrarökonom und Autor der Studie, das Kernergebnis zusammen. Oder, auf den Punkt gebracht: „Ein Fleischverzicht in Deutschland rettet keinen Regenwald.“

Europawahl für Deutsche im Ausland

Wahlberechtigte können an der Wahl der Abgeordneten zum Europäischen Parlament aus der Bundesrepublik Deutschland am 26. Mai 2019 grundsätzlich nur teilnehmen, wenn sie im Inland in ein Wählerverzeichnis eingetragen sind. Wie der Bundeswahlleiter mitteilt, werden Deutsche, die außerhalb der Bundesrepublik Deutschland leben und nicht im Inland für eine Wohnung gemeldet sind, nur auf förmlichen Antrag hin bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen in ein Wählerverzeichnis eingetragen. Das hierfür erforderliche Antragsformular steht im Internetangebot des Bundeswahlleiters unter Europawahl, Informationen für Wähler, Deutsche im Ausland, zur Verfügung.

Wenige Datenschützer

Die Datenschutzbehörden der Länder leiden unter massivem Personalmangel. Das hat eine bundesweite Umfrage des MDR-Magazins „exakt“ ergeben. Die Datenschutzbeauftragten kritisieren eine viel zu dünne Personaldecke zur Umsetzung der europäischen Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO). Sie fordern die Politik auf, Stellen zu schaffen, da einige Aufgaben im Moment komplett liegen blieben oder die Bearbeitung momentan sehr lange dauere. Neben neuen Verwaltungsaufgaben und Pflichtkontrollen haben vor allem zahlreiche Beschwerden und Beratungsanfragen aus der Bevölkerung zu einer sprunghaften Steigerung des Arbeitsaufkommens geführt. Durchschnittlich registrierten die Datenschutzbehörden laut „exakt“-Umfrage mindestens eine Verdoppelung der Geschäftseingänge von 2017 zu 2018. Rheinland-Pfalz verzeichnet sogar viermal so viele Eingänge.

Pizza mit PayPal bezahlen

PayPal, Kreditkarte oder bar: Die Bezahlmöglichkeiten für online bestellte Gerichte sind vielfältig. Welche Variante die Deutschen am liebsten nutzen, hat pizza.de untersucht. Dafür hat der Lieferdienst die Bestellungen vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 in ganz Deutschland analysiert. Danach bezahlen hungrige Bundesbürger das gelieferte Essen am liebsten mit PayPal (46 Prozent). Barzahlungen kommen direkt an zweiter Stelle mit 45 Prozent. Auf dem dritten Platz landen die Sofortüberweisung mit 4 Prozent und die Kreditkarte (4 Prozent) gefolgt von der EC-Karte vor Ort (1 Prozent). Am häufigsten wird die Bezahlung in den Bundesländern Rheinland-Pfalz (51 Prozent), Berlin (49) und Sachsen (49) per PayPal abgewickelt. Gefolgt von Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen mit jeweils 48 Prozent. In Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern (57 Prozent), Schleswig-Holstein (51), Niedersachsen (48) oder Bremen (47), Hamburg (47) oder Thüringen (47) begleichen die Bundesbürger das Essen weiterhin am liebsten mit Scheinen und Münzen.

Dr. Olaf Konstantin Krueger

• Hier geht’s zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 30. Januar 2019.

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