Gebirgsjäger kämpfen unter realen Bedingungen
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Gebirgsjäger kämpfen unter realen Bedingungen

Traunstein/Bad Reichenhall. Die Fähigkeit im schwierigen Gelände zu kämpfen, ist Aufgabe eines jeden Gebirgsjägers. Dafür bedarf es einer intensiven, stetigen und anspruchsvollen Ausbildung. Den Nachweis ihres besonderen Fähigkeitsprofils werden die Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 im Rahmen der Übung „Berglöwe“ unter Beweis stellen. Vom 20. September bis 7. Oktober 2021 werden bis zu 1.500 Soldaten in einer freilaufenden Gefechtsübung ihre militärische Leistungsfähigkeit in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land nachweisen. Ziel ist es, die Einsatzbereitschaft der Gebirgsjägerbrigade 23 zur Landes- und Bündnisverteidigung – dem Kernauftrag der Bundeswehr – sicherzustellen.

Vorbereitungen laufen auf Hochdruck

Seit mehreren Wochen laufen die Vorbereitungen auf die Brigadegefechtsübung Berglöwe, welche coronabedingt im letzten Jahr ausfallen musste. Bereits 2018 und 2019 wurde die Übung Berglöwe durchgeführt. Dieses Jahr wird das Gebirgsjägerbataillon 231 aus Bad Reichenhall im Schwerpunkt beübt. Die Besonderheit der Übung liegt in ihrem freilaufenden Charakter. Nicht nur die Übungsplätze, sondern auch der öffentliche Raum werden mit einbezogen, allerdings im geringeren Umfang, als bei den letzten Übungen. Die Rahmenbedingungen werden dabei durch die Übungsleitung gesteckt. Es gibt jedoch kein detailliertes „Drehbuch“, wodurch den militärischen Führern aller Ebenen größtmögliche Entscheidungsfreiheit gewährt wird. Die Übung beginnt bereits am 20. September 2021 mit der Befehlsausgabe des Brigadekommandeurs an seine Verbände. An den darauffolgenden Tagen werden bereits erste Gefechtsfahrzeuge und Militärkolonnen in den beiden Landkreisen unterwegs sein. Der Kernübungszeitraum – inklusive dem Wochenende – liegt dann zwischen dem 27. September und dem 07.Oktober.

Zum Schutz unserer Soldaten und der Bevölkerung wird die Übung – trotz überwiegend bestehendem Impfschutz unserer Gebirgssoldaten – unter strengen und bereits bewährten Hygieneauflagen stattfinden.

Größtmögliche Transparenz und Information der Bevölkerung

Die zuständigen Behörden frühzeitig einzubinden, war dem Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Brigadegeneral Maik Keller, wichtig. Bereits am 24. Juni wurden daher Vertreter der betroffenen Landkreise und Gemeinden, Vereine und Verbände im Offizierheim der Gebirgsjägerbrigade 23 über die Übung informiert.

Auch die Bevölkerung wird umfassend und fortlaufend über die Übung informiert, um größtmögliche Transparenz zu schaffen. Daher werden am 14. und 15. September Flyer mit Informationen zum Übungsgeschehen in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land verteilt. Zudem ist ab dem 13.September rund um die Uhr ein Bürgertelefon eingerichtet, das für etwaige Fragen, Sorgen oder Nöte bereitsteht. Das Bürgertelefon ist unter 08651/793910 zu erreichen.

Des Weiteren informiert die Gebirgsjägerbrigade 23 während des gesamten Übungszeitraums tagesaktuell über neue Entwicklungen in den regionalen Medien und auf Facebook „Die Bundeswehr in Bayern“.

Für die Bevölkerung steht am 21. September auf dem Stadtplatz in Traunstein und am 22. September auf dem Rathausplatz in Bad Reichenhall ein Informationsmobil zur Verfügung, jeweils von 9 bis 15 Uhr, um offene Fragen zu klären und persönlich mit Vertretern der Gebirgsjägerbrigade 23 in Kontakt zu treten.

Sicherheitshinweise für die Bevölkerung

Es werden rund 300 Gefechtsfahrzeuge und Großgerät auf den Straßen der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land unterwegs sein. Die Militärkolonnen bewegen sich mit einer maximalen Geschwindigkeit von 40 Stundenkilometern. Sie dürfen aus Sicherheitsgründen nicht überholt oder durch einfahrende Fahrzeuge unterbrochen werden. Insbesondere zu Kettenfahrzeugen ist aufgrund des sehr kurzen Bremsweges ausreichend Sicherheitsabstand zu halten. Die Kolonnen sind dazu befugt, rote Ampeln zu überfahren. Daher ist besondere Vorsicht aller Verkehrsteilnehmer geboten, da nicht alle Kolonnen durch Polizei und Feldjäger abgesichert werden.

Es kommen auch Hubschrauber (Transporthubschrauber, Rettungshubschrauber etc.) zum Einsatz. Zusätzlich werden sich über den Übungszeitraum auch Aufklärungsdrohnen im Übungsraum befinden. Informieren Sie sich daher als Luftraumnutzer vorab über Einschränkungen im Luftraum.

Das Berühren und Aneignen von Munition und Munitionsteilen ist verboten. Sollten Sie Munition finden, wenden Sie sich bitte an das Bürgertelefon oder die Polizei, damit eine fachgerechte Beseitigung erfolgen kann.

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