++ Gleichgeschlechtlichkeit ++ Kinderbetreuung ++ Smartphone ++ Inflation ++ FFF ++ Klimawandel ++
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++ Gleichgeschlechtlichkeit ++ Kinderbetreuung ++ Smartphone ++ Inflation ++ FFF ++ Klimawandel ++

Bayern- & Deutschlandnews zum 21. August 2019!

Jede neue 14. Ehe ist gleichgeschlechtlich

Von allen neu geschlossenen Ehen gaben sich von Oktober 2017 bis Dezember 2018 bei jeder 14. Hochzeit gleichgeschlechtliche Paare das Ja-Wort. Dies geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervor, die der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ vorliegen. Demnach wurden in diesem Zeitraum insgesamt 449.466 Ehen geschlossen, davon 16.766 zwischen Männern und 16.138 zwischen Frauen. Hinzu kommen 21.477 Lebenspartnerschaften, die in eine Ehe umgewandelt wurden. Kurz nach Inkrafttreten der Regelung für die sogenannte Ehe für alle im Oktober 2017 gab es zunächst einen Boom gleichgeschlechtlicher Hochzeiten. Allein in den letzten drei Monaten des Jahres 2017 waren es 11.147 Eheschließungen nur zwischen Männern (6080) oder nur zwischen Frauen (5067). Hinzu kamen 8989 umgewandelte Lebenspartnerschaften in diesem Zeitraum. Seit Oktober 2017 können homosexuelle Paare eine Ehe nach den gleichen rechtlichen Voraussetzungen schließen wie Mann und Frau.

Mehr Kinder in Tagesbetreuung

Die Zahl der am 1. März 2019 betreuten Kinder in den 9 510 bayerischen Kindertageseinrichtungen stieg gegenüber dem Vorjahr erneut an. So wurden nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik am 1. März dieses Jahres 579.092 Kinder in einer Kindertageseinrichtung betreut, gegenüber 561.739 im Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 3,1 Prozent. Außerdem wurden 12.782 Kinder in öffentlich geförderter Tagespflege betreut – gegenüber 2018 ein Zuwachs von 5,3 Prozent. Insgesamt waren Anfang März 590 901 Kinder in öffentlich geförderter Kindertagesbetreuung, 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Smartphone lenkt viele Eltern ab

Viele Babys und Kleinkinder müssen sich die Aufmerksamkeit ihrer Eltern schon mal mit dem Smartphone oder Tablet teilen. In einer repräsentativen Online-Umfrage des Marktforschungsunternehmens Bilendi für das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ gaben 48 Prozent der Mütter und Väter von unter Vierjährigen an, dass sie schon mal ein schlechtes Gewissen hatten, weil sie mehr auf ihr Smartphone/Tablet geachtet haben als auf ihr Kind. Mehr als ein Drittel der Eltern (36 Prozent) räumte ein, während der gemeinsamen Familienmahlzeiten auch schon mal auf das Smartphone zu schauen. Experten warnen vor einem solchen Verhalten. „Der Schlüssel für eine gute Entwicklung ist gute und ungeteilte Aufmerksamkeit“, sagt Entwicklungspsychologin Prof. Dr. Gudrun Schwarzer von der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Inflationsrate gesunken

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im Juli 2019 laut Eurostat bei 1,0 Prozent, gegenüber 1,3 Prozent im Juni. Ein Jahr zuvor hatte sie 2,2 Prozent betragen. Die jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union lag im Juli 2019 bei 1,4 Prozent, gegenüber 1,6 Prozent im Juni. Ein Jahr zuvor hatte sie 2,2 Prozent betragen. In Deutschland lag die jährliche Inflationsrate im Juli 2019 bei 1,1 Prozent, gegenüber 1,5 Prozent im Juni 2019. Ein Jahr zuvor hatte sie 2,2 Prozent betragen. Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Portugal (-0,7 Prozent), Zypern (0,1 Prozent) und Italien (0,3 Prozent) gemessen. Die höchsten jährlichen Raten wurden in Rumänien (4,1 Prozent), Ungarn (3,3 Prozent), Lettland und der Slowakei (je 3,0 Prozent) registriert. Gegenüber Juni ging die jährliche Inflationsrate in fünfzehn Mitgliedstaaten zurück, blieb in zwei unverändert und stieg in elf an.

Bruttolohnvergleiche der BA

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat ihre neue Entgeltstatistik mit Stichtag 31.12.2018 zur Verfügung gestellt. In diese Statistik fließen ausschließlich die Bruttolöhne der sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten am Arbeitsort ein, Selbstständige sind nicht enthalten. Die Auswertung beruht auf dem Median, nicht auf dem Durchschnitt. Michael Vontra, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Rosenheim, erklärt: „Aus der Statistik geht hervor, dass die sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten in der Stadt Rosenheim zum Stichtag 31.12.2018 mit 3371 Euro brutto mehr verdienten als diejenigen in den Landkreisen (LK) Bad Tölz-Wolfratshausen (3171 Euro), Miesbach (3174 Euro) und Rosenheim (3114 Euro). Der Median für das monatliche Bruttoentgelt lag in Deutschland 2018 bei 3304 Euro und in Bayern bei 3449 Euro. Dabei möchte ich hervorheben, dass mit Stadt Ingolstadt (4897 Euro), Stadt Erlangen (4787 Euro), Landkreis München (4328 Euro) und Stadt München (4307 Euro) vier der zehn Kreise und kreis-freien Städte mit dem höchsten Median für das höchste monatliche Bruttoentgelt in Bayern liegen. Die Medianwerte dieser Städte übersteigen die der anderen Städte und Landkreise in Bayern, was sich aufgrund der Wirtschaftsstruktur, Betriebsgröße und auch dem Anteil der höher bezahlten akademischen Beschäftigten erklärt.“

Verarbeitendes Gewerbe im Plus

Der reale (preisbereinigte) Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juni 2019 saison- und kalenderbereinigt um 0,1 Prozent höher als im Vormonat. Dabei gingen die nicht erledigten Aufträge aus dem Inland im Vergleich zum Mai 2019 um 0,4 Prozent zurück, der Bestand an Auslandsaufträgen erhöhte sich dagegen um 0,3 Prozent. Der Auftragsbestand umfasst die Summe der Auftragseingänge am Ende des Berichtsmonats, die bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu Umsätzen geführt haben und die nicht storniert wurden.

BIHK besorgt Auftragsrückgang

Mit Besorgnis reagiert der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) auf die heute vom Bayerischen Landesamt für Statistik veröffentlichen Exportzahlen. Die bayerischen Ausfuhren verminderten sich im ersten Halbjahr um 1,7 Prozent auf rund 95,8 Milliarden Euro. „Die Auslandsnachfrage lässt spürbar nach, die konjunkturellen Bremsspuren in der bayerischen Wirtschaft nehmen zu“, sagt BIHK-Präsident Eberhard Sasse. „Die Politik ist gut beraten, nun durch Steuerentlastungen und aktive Wirtschaftspolitik Impulse für mehr Investitionen und Konsumnachfrage in Deutschland zu setzen. Außerdem muss Deutschland weiter für freien Handel und gegen den weltweit zunehmenden Protektionismus eintreten“, so Sasse weiter.

Erste Studie zu „Fridays for Future“

Zum Jahrestag von Gretas erstem „Schulstreik für das Klima“ am 20. August 2018 haben die Forschenden des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung Moritz Sommer, Dieter Rucht, Sebastian Haunss und Sabrina Zajak die erste umfassende, deutschsprachige Studie zur „Fridays for Future“-Bewegung in Deutschland vorgelegt. Laut der von der Heinrich-Böll-Stiftung und der Otto Brenner Stiftung unterstützten Studie werden die FFF-Proteste vor allem von jungen, gut gebildeten Demonstrierenden und von Frauen getragen. Viele der Jugendlichen protestierten am 15. März 2019 zum ersten Mal. Sie wollen die Politik unter Druck setzen, klimapolitische Versprechen einzulösen und sind zugleich davon überzeugt, dass eine Veränderung der Lebensweise und des Konsums einen wichtigen Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel leistet. Die Demonstrierenden sind keineswegs hoffnungslos, sondern vielmehr handlungsbereit, politisiert und zuversichtlich, dass ihr Protest Veränderungen hervorrufen kann. Für die Mobilisierung waren persönliche Kontakte entscheidender als soziale Medien.

Klimawandel wichtigstes Problem

Was sind für die Bundesbürger derzeit die größten Probleme in Deutschland? Diese Frage hat forsa im Juli und August 2019 im Rahmen des RTL/n-tv-Trendbarometers über 5000 Wahlberechtigten gestellt. 37 Prozent der Befragten nennen als Problem Nummer 1 den Umwelt- und Klimaschutz. 29 Prozent empfinden Probleme mit der Zuwanderung und der Integration von Flüchtlingen als größtes Problem (Rang 2). Für 25 Prozent ist der Unmut über Politiker und Parteien ein zentrales Problem. Von zehn und mehr Prozent der Befragten werden als wichtige Probleme genannt: Armut und soziales Gefälle (13 Prozent), Bildungspolitik, die Lage am Wohnungsmarkt und die steigenden Mieten sowie die Versorgung im Alter (jeweils elf Prozent). Zehn Prozent sehen in dem zunehmenden Rechtsextremismus und der Ausländerfeindlichkeit ein großes Problem. Außerdem genannt wurden: die Lage am Arbeitsmarkt (neun Prozent), Verkehrsprobleme (sieben Prozent), Gesundheitsversorgung (fünf Prozent), finanzielle Belastungen des Einzelnen (fünf Prozent) sowie Innere Sicherheit und Gewalt im Alltag (vier Prozent). Für 63 Prozent der AfD-Anhänger sind Flüchtlinge das größte Problem.

Dr. Olaf Konstantin Krueger

• Hier geht’s zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 14. August 2019.

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