++ Gleisbau ++ Kommunen ++ Redeverbot ++ MINT ++ XRechnung ++ eMobilität ++ Insektenburger ++
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++ Gleisbau ++ Kommunen ++ Redeverbot ++ MINT ++ XRechnung ++ eMobilität ++ Insektenburger ++

Bayern- & Deutschlandnews zum 3. April 2019!

Bunte Republik Deutschland

Der frühere Bundespräsident Christian Wulff (CDU) hat dazu aufgerufen, mehr für Frieden und Freiheit in Europa zu kämpfen. „Ich bitte Sie, für dieses Europa zu streiten, für die liberale Demokratie zu streiten, für die bunte Republik Deutschland einzutreten“, sagte Wulff beim Niedersachsentag der Jungen Union in Wolfsburg. Wulff hatte mit seiner Rede am 3. Oktober 2010 für Aufsehen gesorgt, als er sagte: „Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.“

München-Salzburg: neue Gleise

Rund 1,6 Milliarden Euro investiert die Bahn heuer in Bayern für mehr Qualität im Schienennetz. Bauarbeiten sind dabei Teil der Lösung: Auf der Strecke München – Salzburg werden zwischen Rosenheim und Übersee auf einer Gesamtlänge von rund 15,5 Kilometern Schienen, Schwellen und Schotter ausgetauscht. Die Arbeiten finden in verschiedenen Bauabschnitten im Zeitraum vom 6. April bis zum 3. Juli statt. Bei diesen Gleisbauarbeiten wird jeweils abschnittsweise auf einem Gleis gebaut, während die Züge auf dem anderen Gleis an der Baustelle vorbeifahren. Mit einer Warnanlage werden die Arbeiter an der Baumaschine vor den Zügen im Nachbargleis gewarnt. Die Signaltöne müssen dabei lauter sein als der Maschinenlärm. Die Bahn bittet die Anwohner um Verständnis für mögliche Lärmbelästigungen. Reisende des Regionalverkehrs finden Informationen zum „Meridian“ unter meridian-bob-brb.de, Reisende des Fernverkehrs unter bahn.de. Reisende der Südostbayernbahn unter suedostbayernbahn.de/baustellen.

Kommunen mit Überschuss

Die Gemeinden und Gemeindeverbände (ohne Stadtstaaten) wiesen im Jahr 2018 einen Finanzierungsüberschuss von insgesamt 9,8 Milliarden Euro auf. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Grundlage der vierteljährlichen Kassenstatistik mitteilt, wurde damit der Rekordüberschuss des Jahres 2017 von 10,7 Milliarden Euro nicht erreicht. Das Ergebnis liegt aber noch immer weit über dem Wert von 5,4 Milliarden Euro aus dem Jahr 2016. Der Finanzierungsüberschuss der Kommunen setzt sich aus Kern- und Extrahaushalten zusammen: Bei den Kernhaushalten gab es im Jahr 2018 einen Überschuss in Höhe von 8,7 Milliarden Euro, er war damit um rund 1,0 Milliarden Euro geringer als im Vorjahr. Die Extrahaushalte hatten im Berichtsjahr 2018 einen Finanzierungsüberschuss in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro nach 1,3 Milliarden Euro im Vorjahr.

Folgen steigender Zinsen

Laut dem „Kommunal-Barometer 2019“ sind lediglich 37 Prozent der Kommunen und kommunalen Unternehmen in Deutschland gut auf steigende Zinsen vorbereitet. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 44 Prozent. Und die Zeit drängt. Gut jeder zweite Kämmerer geht davon aus, dass er spätestens im kommenden Jahr mit einem höheren Zinsniveau zurechtkommen muss. Für die Studie hat das Münchner FinTech CommneX zusammen mit der TU Darmstadt mehr als 170 Experten aus Kommunen, kommunalen Unternehmen und Finanzinstituten befragt.

Redeverbot für Bundeswehr

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Hans-Peter Meidinger, hat den Beschluss der Berliner SPD für Werbe- und Informationsveranstaltungen der Bundeswehr an Schulen in der Hauptstadt als schweren Fehler bezeichnet. „Ich bin entsetzt. Das ist etwas, was ich von der Linken erwartet hätte, aber nicht von der SPD in der Hauptstadt“, sagte er dem „Tagesspiegel“.

MINT-Berufe: 99 Prozent Bewerber

Egal ob Elektrikerin, Maschinenbau-Ingenieurin oder Software-Entwicklerin – Frauen sind in den so genannten MINT-Berufen immer noch eine Seltenheit. Dass naturwissenschaftliche und technische Berufe auch heute noch Männerdomänen sind, zeigt jetzt eine aktuelle Auswertung der Jobplattform StepStone. Demnach sind viele Berufe schon im Bewerbungsprozess eindeutig von einem Geschlecht bestimmt. Grundlage der Analyse ist eine internationale Studie, für die StepStone mehr als 100.000 Bewerberinnen und Bewerber zum weiteren Verlauf des Bewerbungsprozesses befragt hat. Die Auswertung ergab, dass 99 Prozent der Bewerbungen für Elektriker-Jobs von Männern kommen, bei Ingenieursstellen sind es mehr als 90 Prozent. Auch der IT-Bereich ist immer noch männlich geprägt: Rund acht von zehn Bewerbungen für Jobs als IT-Administrator oder Software-Entwickler kommen von Männern.

Stipendium für Lehramtsstudierende

Noch bis zum 26. April 2019 können sich angehende Lehrkräfte für ein Stipendium des Studienkollegs der „Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw)“ und der Robert Bosch Stiftung bewerben. Angesprochen sind Lehramtsstudierende aller Fachrichtungen und Schularten bundesweit, die als Lehrkraft Verantwortung an Schulen übernehmen möchten. Besonders erwünscht sind Bewerbungen von Studierenden des Grund- oder Berufsschullehramts sowie der Sonderpädagogik. Online-Information: sdw.org/studienkolleg

Jeder Zweite mit Migrationshintergrund

Der Bundesagentur für Arbeit zufolge hat von den rund 2,3 Millionen Arbeitslosen in der Bundesrepublik Deutschland geschätzt fast jeder Zweite einen Migrationshintergrund, berichten „Spiegel“ und „Welt am Sonntag“. Die Quote liegt demnach bei 46 Prozent. Ende 2013 und damit vor Beginn der verstärkten Zuwanderung hatte der Wert bei 36 Prozent gelegen. Der Migrationshintergrund wird seit Mitte 2011 über gesonderte, freiwillige Befragungen in den Agenturen für Arbeit und Jobcentern erhoben. Wegen der Freiwilligkeit der Teilnahme an der Befragung kann die Datenqualität eingeschränkt sein.

Vorreiter bei XRechnung

Als eine der ersten Bundesbehörden hat das Statistische Bundesamt (Destatis) die Voraussetzungen für den vollständig digitalisierten Rechnungseingang geschaffen. Das Bundesamt erfüllt somit bereits jetzt die ab Ende November 2019 geltende Vorgabe für obere Bundesbehörden, elektronische Rechnungen (E-Rechnungen) im Standard „XRechnung“ empfangen und verarbeiten zu können. Die Daten eingehender Rechnungen werden dabei automatisiert in die Buchungssoftware übermittelt und müssen nicht mehr manuell erfasst werden. Dies garantiert eine schnelle und fehlerfreie Rechnungsbearbeitung. Das Statistische Bundesamt geht damit einen weiteren Schritt in der Digitalisierung der Geschäftsprozesse: Dienstleister und Lieferanten erhalten schneller und unkomplizierter ihr Geld, die Behörde erzielt eine Effizienzsteigerung. Die Einführung des XRechnung-Standards ist Teil der Digitalen Agenda des Statistischen Bundesamtes. Diese sieht unter anderem die Etablierung digitaler Workflows sowie die weitgehende Automatisierung von Prozessen in allen Bereichen vor.

Geld für eMobilität

Große Verwunderung hat der neue Vorschlag von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer beim Bundesverband eMobilität ausgelöst, wonach private Ladestationen für Elektroautos mit Steuermilliarden finanziert werden sollen. „Der Vorschlag wirkt grotesk vor dem Hintergrund, dass es gar keine rechtliche Klarheit für den Einbau von Ladeinfrastruktur im Miet- und Wohnungseigentumsrecht gibt“, sagt BEM-Präsident Kurt Sigl. „Jetzt soll plötzlich der Steuerzahler einspringen und sich den Verkehrswandel womöglich selbst organisieren; das ist deutlich zu kurz gedacht.“

KfW-Zuschuss für Smart Cities

Mit den „Modellprojekten Smart Cities“ unterstützen das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und die KfW die Kommunen bei der Gestaltung des digitalen Wandels. In den nächsten zehn Jahren sollen ca. 750 Mio. EUR in vier Staffeln für rund 50 Modellprojekte bereitgestellt werden. Für die erste Staffel mit rund zehn Modellprojekten stehen aus dem Bundeshaushalt 2019 etwa 170 Millionen Euro zur Verfügung. Online-Bewerbung für die erste Staffel bis zum 17. Mai 2019: smart-cities-made-in.de

Insektenburger beim Kaufland

Kaufland verkauft jetzt Insektenburger. Nudeln und Müsli aus Insekten wird der Lebensmittelhändler ab Mitte April anbieten. Die Hauptzutat der Insektenburger sind Buffalowürmer. Sie werden mit modernster Technik und großer Sorgfalt in den Niederlanden artgerecht gezüchtet und weiterverarbeitet. Die Insektenburger haben einen hohen Gehalt an Proteinen, Mineralien und Vitaminen und sind eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Burger-Patties.

Nebenwirkungen oft unterschätzt

Laut Untersuchungen landet etwa jeder 15. Patient wegen Arzneimittel-Nebenwirkungen in der Notaufnahme. Rund 90 Prozent davon müssen anschließend stationär behandelt werden. Besonders bei älteren Patienten mit mehreren Erkrankungen, die täglich sieben oder mehr Medikamente einnehmen, ist das Risiko dafür hoch. Erschreckend: Nach Schätzungen sterben durch Nebenwirkungen von Arzneimitteln jährlich etwa 30.000 Menschen in Deutschland und damit mehr als neunmal so viele wie 2018 durch Unfälle im Straßenverkehr. „Ich kann verstehen, dass Patienten Beipackzettel nicht lesen, weil sie zu kleingedruckt sind oder weil sie das Wissen um Nebenwirkungen beunruhigt“, sagt Sven Seißelberg, Apotheker der KKH Kaufmännische Krankenkasse. „Doch rate ich vor der Einnahme eines Medikaments unbedingt dazu, denn dadurch lassen sich mitunter unerklärliche Beschwerden erklären.

Dr. Olaf Konstantin Krueger

• Hier geht’s zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 27. März 2019..

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