Bürokratie-Käse: Der bayerische Obazde im Visier der Regelwut

Der Fall „Obazde“ erregt die Gemüte...

Die irrwitzigsten Verbote der Welt

Andere Länder, andere Sitten - so m...

Previous
Next

Unser Bild zeigt v.l.: Mitarbeiter der Tafel: Reinhart Knirsch, Alexa Hubert und Elisabeth Bartl. Foto: Julia Buchmaier

„Kultur für alle“ 2017 - mit so vielen Angeboten wie noch nie

13.03.2017

Karten ab sofort wieder erhältlich!

Menschen mit geringem Einkommen haben ab sofort wieder die Möglichkeit, kostenlos an Kulturveranstaltungen teilzunehmen. Eine neue Runde von  „Kultur für alle“ ist jetzt angelaufen. Es handelt sich dabei um ein Projekt des Kultur Forums Rosenheim und den Sparkassenstiftungen Zukunft für die Stadt und für den Landkreis Rosenheim.

24  Kulturveranstalter, so viele wie noch nie, haben sich in diesem Jahr an dem Projekt beteiligt. Das Angebot reicht 2017 vom Trachtenverein Rosenheim „Klassik!“ in Bad Aibling bis zu den Rosenheimer Kleinkunsttagen.

„Teilhabe an Kultur ist für alle Menschen wichtig, deshalb unterstützen wir das Projekt“ sagt Stiftungsmanagerin Alexa Hubert. „ Nur durch diese Förderung können wir das Projekt nach diesem speziellen Rosenheimer Modell durchführen“ sagt der Initiator des Projektes, Reinhart Knirsch zweiter Vorsitzender des Kulturforums. „Das heißt, es werden ganz reguläre Karten oder Gutscheine an Interessierte mit geringem Einkommen verteilt. Der Gegenwert wird den Kulturveranstaltern von den Sparkassenstiftungen erstattet. Das ist der Hauptunterschied zu ähnlichen Projekten in anderen Landkreisen, wo lediglich Restkarten ausgegeben werden.“

Eine weitere Besonderheit ist die Verteilung der Karten über die Tafeln in Stadt und Landkreis Rosenheim. Die Mitarbeiter der Tafeln haben den direkten Kontakt zu Menschen mit geringem Einkommen. Sie bekamen im vergangenen Jahr  viel positives Feedback auf die Aktion von ihren Kunden: „Das hätten wir uns sonst  niemals leisten können“, hörten die Mitarbeiterinnen der Tafeln häufig.

Die Tafeln in Rosenheim, Rott, Raubling, Wasserburg, Bruckmühl, Kolbermoor, Prien, Kiefersfelden, Großkarolinenfeld und Bad Aibling bekommen ein bestimmtes Kontingent. Dort sind die Karten ab sofort zu den jeweils üblichen Konditionen (maximal ein Euro) erhältlich.

"So wird ein unbürokratischer und einfacher Zugang zu den Kulturveranstaltungen ermöglicht. Niemand muss sich an der Abendkasse als Geringverdiener zu erkennen geben", meint Reinhart Knirsch.

Alle Menschen mit geringem Einkommen, die bei der Tafel einkaufen dürfen, können das Angebot nutzen. Nicht nur Bezieher von Arbeitslosengeld 2, auch Menschen mit geringer Rente, Geringverdiener mit Wohngeldanspruch gehören in der Regel zu den Berechtigten.

Faltblätter  mit den Kulturangeboten gibt es  bei den Tafeln, bei den Geschäftsstellen der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling und auf der Homepage des Kulturforums.

Aus unseren Regionen...