Gleichstellungsbeauftragte Gerti Nützl übergibt die Weiterentwicklung des Gleichstellungskonzepts an Landrat Georg Huber. Foto: Landratsamt Mühldorf am Inn

Mühldorfs Gleichstellungsbeauftragte zieht positive Bilanz: Frauen werden vorrangig berücksichtigt

27.06.2018

Im Rahmen des Fortschrittsberichts über familienfreundliche Arbeitsbedingungen und zur Chancengleichheit von Frauen und Männern am Landratsamt Mühldorf am Inn zieht die Gleichstellungsbeauftragte Gerti Nützl eine positive Bilanz. Zugleich ist die Ist-Analyse Grundlage für die Weiterentwicklung der Maßnahmen des Gleichstellungskonzepts des Landratsamts.

Landrat Georg Huber hat die Fortschreibung mit den Worten unterzeichnet: „Wir haben durch die Möglichkeiten zur Flexibilisierung der Arbeitszeiten entsprechend individueller Bedürfnisse die familienfreundlichen Arbeitsbedingungen verbessert. Im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte wollen wir hier aber nicht stehenbleiben und entwickeln die Maßnahmen anhand des sich verändernden Bedarfs weiter.“

Der Frauenanteil zum Stichtag 31.12.2017 betrug im einfachen Dienst 79 Prozent, im mittleren Dienst 65 Prozent und im gehobenen Dienst 75 Prozent. Im höheren Dienst mit insgesamt 29 Beschäftigten, davon 10 staatliche Beamtinnen und Beamte, lag der Frauenanteil insgesamt bei 48 Prozent, vor allem Dank der weiblichen Beschäftigten in kommunaler Trägerschaft. Die Gleichstellungsbeauftragte des Landratsamts sieht hier angesichts der überwiegend weiblichen Beschäftigten im Landratsamt Potenzial: „Soweit die Stellen im höheren Dienst nicht von der Regierung besetzt werden, wird das Landratsamt insbesondere bei Führungspositionen bei Vorliegen gleicher Qualifikationsvoraussetzungen Frauen bei der Einstellung vorrangig berücksichtigen.“

Im Bereich der Teilzeitarbeit ist der Landkreis Vorreiter. 42 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen die Möglichkeit wahr. Auch hier ist der Anteil der weiblichen Beschäftigten sehr hoch. Nützl konstatiert, dass erfahrungsgemäß vor allem Frauen für die Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen beruflich kürzertreten. Hier bietet das Landratsamt statt Teilzeit zusätzlich die Möglichkeit, die Arbeitszeit über einen bestimmten Zeitraum zu reduzieren oder Sonderurlaub zu nehmen. Für die Wiedereingliederung der Berufsrückkehrer will das Landratsamt künftig verstärkt Weiterbildungsangebote auch während der Freistellungsphase zugänglich machen.

Das Gleichstellungskonzept setzt bei der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf darüber hinaus auf eine flexible Gleitzeitregelung und die Möglichkeit, von zuhause aus zu arbeiten. Bislang nehmen nur wenige Mitarbeiter das Angebot wahr, der Bereich Home Office soll aber weiter ausgebaut werden, ohne dabei Abstriche bei Erreichbarkeit und Service für den Bürger zu machen. Zur Verbesserung der Chancengleichheit von Frauen und Männern setzt das Konzept auf die Weiterbildung von Frauen für höhere Qualifikationsstufen sowie die explizite Förderung und Berücksichtigung von Bewerberinnen vor allem im höheren Dienst. Das Gleichstellungskonzept 2018 ist online abrufbar unter bit.ly/Gleichstellungskonzept2018. sko

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