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Thema der Ausstellung im Wasserburger Ganserhaus: „Von Angesicht zu Angesicht“ - Künstlerinnen im zeitgenössischem Selbstportrait. Foto: Manuel Michaelis

Selbstportraits – keine Selfies

25.09.2017

In der Galerie im Ganserhaus in Wasserburg wurde Ende September die Jahresausstellung der GEDOK München eröffnet.

Thema der Ausstellung: „Von Angesicht zu Angesicht“ - Künstlerinnen im zeitgenössischem Selbstportrait.

Die GEDOK, die älteste Künstlerinnenvereinigung Deutschlands, wählt jährlich einen anderen Ort für ihre Jahresausstellung. Das Thema Selbstportrait, so die erste Vorsitzende der GEDOK, Friedel Schreyögg, sei gerade für KünstlerInnen eine Möglichkeit, die Verschiedenartigkeit, die Kraft und die Höhen und Tiefen von Frauenleben sichtbar zu machen.

Die Künstlerinnen stellen in ihren Werken die gesellschaftlichen Schönheitsideale, die eigene Körperwahrnehmung und die von früh auf vermittelten Normen von Weiblichkeit in Frage. Mit ihren ganz unterschiedlichen Mitteln konfrontieren sie Frauen und Männer mit ihrer Sicht vom Frau sein und fordern auf,  stereotype Wahrnehmungen zu verlassen.

Zu sehen sind Werke von 20 einjurierten Künstlerinnen, drei davon wurden vom Vorstand des AK 68 ausgewählt. So auch Karin Schneider-Henn, die mit ihrem Objektkasten „selbst“ fragt, welche Inhalte ihr Leben prägen. Ute Lechner zeigt mit ihre Skulptur „von einem Kind betrachtet“ den Blick eines Kindes auf eine erwachsene Frau und Marta Fischer zeigt sich selbst schörkellos in ihrem Bild „selbst im Hemd“.

Mit „I melted down“ schildert Heidrun Eskens den Moment des Erkanntwerdens und die Drahtseilakte von Ursula Bolck zeigen das Porträt  einer persönlichen Lebensphase – kein „Selfie“ des Gesichts.

 

Die facettenreiche und vielfältige Ausstellung regt zum Nachdenken und differenzierten Schauen an. In ihrer Eröffnungsrede betonte Friedel Schreyögg, dass  die Zusammenarbeit mit dem AK 68 allen Beteiligten viel Freude gemacht habe. Auch Dominic Hausmann, erster Vorstand des AK 68 und die zweite Vorsitzende Kathrin Meindl zeigten sich glücklich über die gelungene Kooperation der beiden Künstlerorganisationen. 

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 22.Oktober in der Galerie im Ganserhaus in Wasserburg am Inn. Die Öffnungszeiten sind Donnerstag bis Sonntag jeweils von 14 bis 19 Uhr.

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