Internationales Straßenkunst-Festival „Spektakel Rosenheim“: Kulturarena unter freiem Himmel
„Das Line-up ist eines der besten der Region“, ist Martin Hilz (r.) überzeugt, wobei City-Managerin Sabrina Obermoser (M.) und Thomas Dobner, Gebietsdirektor der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling, beim „Spektakel Rosenheim“ zudem auf eine nachhaltige Positionierung der Innenstadt setzen. Foto: Olaf Konstantin Krueger
Prospekt-Box Blickpunkt

Internationales Straßenkunst-Festival „Spektakel Rosenheim“: Kulturarena unter freiem Himmel

Rosenheim – Ende Juli verwandelt das „Spektakel Rosenheim“ die innerstädtische Fußgängerzone in eine Freiluft-Kulturarena: Professionelle Straßenkünstler aus 13 Nationen geben am Freitag, 26. Juli, und am Samstag, 27. Juli, an sechs Standorten Gastspiele in den Sparten Musik, Comedy, Akrobatik, Theater und Magie. Die Auftritte sind kostenfrei, auch abends in den teilnehmenden Restaurants, Bars und Kneipen – die Künstler spielen lediglich „für den Hut“. „Gute Laune und lockere Stimmung“ verspricht Sabrina Obermoser, Geschäftsführerin vom ausrichtenden „City-Management Rosenheim e. V.“, welcher mit dem Highlight zugleich sein 20-jähriges Bestehen krönt. Martin Hinz aus Landshut, zuständig für die künstlerische Intendanz, resümiert das Besondere des Spektakels für die Rosenheimer: Sie sind sowohl Zuschauer als auch Teilnehmer.

Rosenheims großes Vorbild ist das „Edinburgh Fringe“, das weltweit größte Kulturfestival mit mehr als 50.000 Aufführungen über drei Wochen hinweg. Dieses Kulturfestival hat „Fringe Festivals“ rund um den Globus inspiriert mit Schwerpunkten in Amerika, Kanada, Australien und Europa. Die größte europäische Straßenkunstbühne bietet Landshut: Das internationale Straßenkunst-Festival „Spektakel Landshut“ zieht jedes Jahr rund 150.000 Besucher an und stellt mit zwei Millionen Euro Umsatz einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Hier holten die Veranstalter Martin und Inge Hilz allein 2018 zur zwölften Auflage insgesamt 140 Künstler aus 21 Nationen für drei Tage in die Alt- und Neustadt, boten über 300 Stunden Programm. Martin Hilz zeichnet nun auch verantwortlich für das Programm des „Spektakel Rosenheim“. Maßgabe: hohe künstlerische Qualität mit anspruchsvollen, unterhaltsamen, teils nachdenklichen, teils überraschenden Aufführungen, die alle Generationen ansprechen. Ziel: Die Künstler verwandeln das Stadtzentrum in eine Freiluft-Kulturarena und die Passanten in neugierige Beobachter. Motto: Jeder darf und soll kommen, staunen, lachen, zuhören und angetan durch Rosenheims Fußgängerzone flanieren – von Show zu Show, von Band zu Band, von Künstler zu Künstler.

Das „Spektakel Rosenheim“ dauert zwei Tage: von Freitag, 26. Juli, 16 Uhr, mit Ende um 22 Uhr, bis Samstag, 27. Juli, von 12 Uhr bis 22 Uhr. Die Auftrittsorte sind: Ludwigsplatz, Mittertor, Heilig-Geist-Straße, Max-Josefs-Platz sowie die City-Management-Bühne. Die Auftritte finden auch bei ungünstigem Wetter statt, für Regengeschutz ist gesorgt. Darüber hinaus unterhält das City-Management auf dem Max-Josefs-Platz zwei Info-Stände, an denen man beispielsweise Sitzkissen erhält. Im Rahmen des „Nightlife“ treten die Straßenkünstler an beiden Abenden zusätzlich in fünf Lokalen auf: im „Rizz“, „Hans im Glück“, „smuc“, „Zum Santa“ sowie im „Giuseppe e amici“ – laut Hilz ein Alleinstellungsmerkmal für Landshut und Rosenheim. Das Programm ist als Flyer erhältlich und online abrufbar unter ro-city.de. Der Zeitplan stellt Annäherungswerte dar, frühzeitiges Erscheinen ist ratsam.

Hilz: Hilfe für „Smombies“

„Straßenkunst ist die ehrlichste Form der Kunst“, meint Hilz, der sich sicher zeigt, den Blick der „Smombies“ auch in Rosenheim weg vom Smartphone hin zum Gig führen zu können. Auftreten werden der englische Künstler Andy Snatch, die deutsche Percussion Band „Bateria Z“, die österreichischen Didgeridoo-Musiker „Die 3Herren“, der Meister des Diablos „Djuggledy“ aus Deutschland, die Mulitkultiband „Faela“ aus Malmö, die Vollblutmusiker „Guappecartò“ aus der Pariser Musikszene, die israelische Künstlerin „Jay Toor“, der englische Musiker Jon Kenzie, der Illusionist, Yogi und Jongleur Jyoti, das deutsche Musiker-Trio Mike, Veronika und Markus, die beiden deutschen Akrobaten Alexander und Jonas aka „Living Flags“, der Rosenheimer Profizauberer „Mekks“, das Rosenheimer Duo „RigoL&tOrF“ sowie der irische Komiker Shiva Grings. Alle spielen „für den Hut“, sprich: Die Gunst des Publikums zeigt sich am „Hutgeld“, das die Gage der Straßenkünstler darstellt, mit der sie ihren Lebensunterhalt bestreiten. Das Festival findet bei jedem Wetter statt. Für das leibliche Wohl ist im Biergarten am Ludwigsplatz/Gerinne gesorgt.

Wird das „Spektakel Rosenheim“ ein Erfolg, kann sich das Kulturfestival in den kommenden Jahren ausdehnen, sagt Obermoser. Die Voraussetzungen sind günstig: Mit Hilzens Expertise startet Rosenheim bereits auf dem Niveau, auf dem Landshut nach sieben Jahren war. City-Managerin Obermoser setzt zudem auf eine Belebung der Innenstadt und die Unterstützung des Einzelhandels, dessen Geschäfte durchaus bis 20 Uhr geöffnet sein könnten und beispielsweise begleitende Buchlesungen anzubieten vermag. Zum Erfolg tragen überdies die Sponsoren bei, ohne deren Unterstützung das Spektakel nicht durchführbar gewesen sei: Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling, Flötzinger Bräu Rosenheim, OVB Medienhaus, Stadt Rosenheim, Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG, WEKO, clean24, ACP IT for innovators, Auer Bräu Rosenheim, smuc Goldschmiede, Schleudermaxx, Krumtünger, Adlmaier for man, Wilhelm Sie werden sehen, IG Innstraße, Bizz’up, GFH Immobilien, Kolb Semmelmayr Anwaltskanzlei, Kolb Immobilien und Hausverwaltungs GmbH, TicketZentrum Rosenheim sowie das Druckhaus Wittich Chiemgau.

Dr. Olaf Konstantin Krueger

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