++ Jugenderwerbslosigkeit ++ Klimaschutz ++ Gesundheit ++ Burn-out ++ Ostalgie ++ Geiersichtung ++
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++ Jugenderwerbslosigkeit ++ Klimaschutz ++ Gesundheit ++ Burn-out ++ Ostalgie ++ Geiersichtung ++

Bayern- & Deutschlandnews zum 13. August 2019!

Jugenderwerbslosigkeit niedrig

Junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren waren 2018 so selten erwerbslos wie noch nie im wiedervereinigten Deutschland. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Internationalen Tag der Jugend am 12. August mit. Die Erwerbslosenquote in dieser Altersgruppe betrug in Gesamtdeutschland 6,2 Prozent. In den neuen Bundesländern lag sie bei 8,6 Prozent, im früheren Bundesgebiet bei 5,8 Prozent. Die Höchststände der Jugenderwerbs-losigkeit waren im Jahr 2005 zu verzeichnen, nach einer mehrjährigen Stagnationsphase der Wirtschaft. Damals lag die Erwerbslosigkeit in Deutschland unter den 15- bis 24-Jährigen bei 15,2 Prozent. Seit dem Jahr 2005 haben sich die Jugenderwerbslosenquoten für das frühere Bundesgebiet und die neuen Länder (einschließlich Berlin) jeweils mehr als halbiert. Damit profitierten die jungen Menschen von der insgesamt günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt in diesem Zeitraum, wenngleich die Erwerbslosenquote bezogen auf alle 15- bis 64-Jährigen noch stärker sank, nämlich um nahezu zwei Drittel von 11,3 Prozent auf 3,5 Prozent.

IHK führt AzubiCard ein

Die IHK für München und Oberbayern wird zum Start des neuen Ausbildungsjahres im September erstmals allen rund 44.000 Auszubildenden in den oberbayerischen Betrieben aus Industrie, Handel und Dienstleistungen eine Azubi-Card ausstellen. Der Ausweis im Scheckkartenformat ermöglicht Azubis, ihren Ausbildungsstatus nachzuweisen und über ein Partnerprogramm Vorteile und Vergünstigungen in Anspruch zu nehmen.

Erfolgreiche Abschlüsse

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, wurden im Prüfungsjahr 2018 an den Hochschulen in Bayern insgesamt 79.874 Abschlussprüfungen erfolgreich abgelegt. Damit meldeten die Prüfungskanzleien 0,3 Prozent weniger bestandene Prüfungen als in der Vorperiode. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Promotion erwarben 2.202 Akademikerinnen und 2.529 Akademiker einen Doktortitel.

Paritätischer kritisiert Soli-Abschaffung

Als kurzsichtig und in der Sache völlig unverständlich kritisiert der Paritätische Wohlfahrtsverband die Pläne von Bundesfinanzminister Olaf Scholz zur fast kompletten Abschaffung des Solidaritätszuschlags ohne Kompensation. Der Verband fordert eine solidarische steuerliche Gegenfinanzierung. Ohne Gegenfinanzierung gingen dem Haushalt durch diese Maßnahme rund zehn Milliarden Euro verloren, die dringend für die Infrastruktur in Deutschland gebraucht werden, warnt der Paritätische. „Schon jetzt gibt es einen milliardenschweren Investitionsstau, sei es im Kita-Bereich, der Pflege oder der Mobilität. Auch die großen gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit wie die steigende Altersarmut oder die wachsende Wohnungsnot lösen sich nicht zum Nulltarif“, so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. Vor diesem Hintergrund sei es überhaupt nicht nachvollziehbar, wie die Koalition auf zehn bis zwölf Milliarden Euro pro Jahr verzichten könne.

Klimaschutz in den eigenen vier Wänden

Mit niedriginvestiven Sanierungsmaßnahmen sollen Eigentümer in den eigenen vier Wänden zum Klimaschutz beitragen können. Die „Deutsche Umwelthilfe“ (DUH) hat fünf kostenlose Broschüren veröffentlicht und gibt darin Tipps für Verbraucherinnen und Verbraucher. Grund: Die Bundesregierung versage bei Klimaschutz im Gebäudebereich. Mit falschen Anreizen würden klimaschädliche Energieträger gefördert und Erneuerbare Energien benachteiligt. Eigenheimbesitzer könnten mit verschiedenen kostengünstigeren Maßnahmen den Klimaschutz in den eigenen vier Wänden vorantreiben, Heizkosten senken und auch die Wohnqualität steigern. In den Borschüren stellt DUH diese niedriginvestiven Maßnahmen für den kleinen Geldbeutel vor. Um den Klimaschutz im Eigenheim oder Eigentum zu stärken, müsse nicht immer das gesamte Gebäude gedämmt oder die Heizungsanlage komplett ausgetauscht werden. Niedriginvestive Maßnahmen könnten große Wirkung entfalten: Von der Dämmung der obersten Geschossdecke bis zum hydraulischen Abgleich der Heizung – die Maßnahmen könnten oft schon kurzfristig zur Energieeinsparung beitragen. Und: Die Kosteneinsparung sei häufig nach einigen Jahren bereits höher als die ursprüngliche Investition.

Gesundheitsausgaben gestiegen

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik beliefen sich die Gesundheitsausgaben in Bayern im Jahr 2017 auf 58,8 Milliarden Euro, 4,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Überdurchschnittlich stark gestiegen sind vor allem die Ausgaben der sozialen Pflegeversicherung (+25,5 Prozent). Mit knapp 32 Milliarden Euro entfiel der größte Teil der Gesundheitsausgaben auf die gesetzlichen Krankenkassen.

Jeder Zweite hatte Burn-out-Symptome

Die Hälfte der Bundesbürger hatte schon einen Burn-out, das Gefühl, kurz davor zu stehen oder kennt die Symptome aus eigener Erfahrung. Dementsprechend wichtig ist es, bei psychischen Problemen einen Psychiater aufzusuchen. Allerdings denken 15 Prozent der Deutschen noch immer, dass sie für einen Besuch beim “Psycho-Doc” abgestempelt würden. Andere europäische Länder sind hier deutlich offener – aber auch seltener in psychischer Behandlung: In Osteuropa sagen die meisten, dass sie Burn-out-Symptome aus eigener Erfahrung kennen oder selbst schon einen Burn-out hatten. 72 Prozent der Russen, 66 Prozent der Serben und 62 Prozent der Polen hatten schon derartige Probleme. Belgier, Briten, Spanier und Italiener sind ähnlich häufig betroffen wie Deutsche – zwischen 49 und 52 Prozent von ihnen hatten nach eigenen Aussagen selbst schon einen Burn-out, das Gefühl, kurz davor zu stehen oder kennen die Symptome aus eigener Erfahrung. Am seltensten betroffen sind Franzosen mit 44 Prozent. Die Befragung für den STADA Gesundheitsreport 2019 wurde vom Marktforschungsinstitut Kantar Health im Auftrag der STADA Arzneimittel AG durchgeführt.

Warnung vor bestimmten Defibrillatoren

Bei der Verwendung von Defibrillatoren der Marke Telefunken AED Modell FA1 und HR1 besteht ein potenzielles Sicherheitsrisiko. Als zuständige Marktüberwachungsbehörde in Bayern rät das Gewerbeaufsichtsamt bei der Regierung der Oberpfalz dringend allen Anwendern/Betreibern, diese Defibrillatoren zu überprüfen und gegebenenfalls auszutauschen.

DRF Luftrettung will schnellere Hilfe

Im ersten Halbjahr 2019 sind die rot-weißen Hubschrauber an ihren bundesweiten Stationen über 3.050-mal aufgrund von Schlaganfällen, akuten Herzkreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkten und schwersten Verletzungen alarmiert worden. Bei diesen Einsätzen zählt für die Patienten jede Minute. Ihre Überlebenschance und Genesung lassen sich aus Sicht der DRF Luftrettung durch die Umsetzung der sogenannten „Next-Best“-Alarmierungsstrategie verbessern. Gemäß dieser Strategie soll der Leitstellendisponent bei Tracer-Diagnosen zwei Aspekte beachten: die Einhaltung der Hilfsfrist und die sogenannte Prähospitalzeit. Das ist die Zeitspanne zwischen Erkrankung oder Unfall und dem Zeitpunkt, an dem der Patient in einer für ihn optimal geeigneten Klinik versorgt wird. Um diese Zeitspanne möglichst gering zu halten, müssen alle dafür notwendigen Rettungsmittel gleichzeitig alarmiert werden.

Entwendete Fahrzeuge sichergestellt

Zwölf gestohlene oder unterschlagene Fahrzeuge im Gesamtwert von rund 175.000 Euro konnten die Schleierfahnder der Grenzpolizeiinspektion Raubling und der Grenzpolizeistation Kreuth in nur 14 Tagen auf der BAB A8 im Bereich zwischen Holzkirchen und Samerberg sicherstellen. Bei den Fahrzeugen handelte es sich in erster Linie um Miet- oder Leasingfahrzeuge. Für acht Fahrzeuge bestanden Fahndungsausschreibungen von deutschen Dienststellen, jeweils zwei waren durch die französischen und italienischen Behörden im Schengener Informationssystem als abhandengekommen erfasst.

Kaum Ostalgie

Zwei Drittel der ehemaligen DDR-Bürger (65 Prozent) sind laut RTL/n-tv-Trendbarometer überzeugt, es gehe den Menschen heute besser als damals. 13 Prozent dagegen bewerten die Lebenssituation der Bevölkerung als schlechter, 14 Prozent sehen keinen Unterschied zum Leben in der DDR. Für die eigene Person sehen 9 Prozent der über 45-Jährigen eine Verschlechterung. 18 Prozent sagen, heute gehe es ihnen persönlich „genauso wie früher“, für 69 Prozent hat sich die eigene persönliche Lage verbessert. Die Männer beurteilen die Entwicklung positiver als die Frauen: 74 Prozent der Männer und 65 Prozent der Frauen erklären, dass sich ihr Leben seit dem Ende der DDR verbessert hat. Eine Verschlechterung der persönlichen Situation sehen überdurchschnittlich häufig die 55- bis 60-Jährigen (14%), die Hauptschüler und Befragten mit mittlerem Schulabschluss (11 Prozent) sowie vor allem die Bezieher niedriger Einkommen (29 Prozent). Von den Anhängern der CDU, SPD, FDP und Bündnis 90/DIE GRÜNEN empfinden nur zwischen ein und drei Prozent, dass es ihnen heute schlechter geht als früher. Verhältnismäßig stärker ist diese negative Einschätzung unter den Anhängern der Partei DIE LINKE (14 Prozent), der AfD (15 Prozent) und bei den Nichtwählern (18 Prozent).

Geiersichtung melden

Im Tiroler Lechtal ist ein Bartgeierhorst mit einem Jungvogel entdeckt worden. Der junge Bartgeier ist inzwischen ausgeflogen, doch da der Horst-Standort nicht weit von den Allgäuer Hochalpen entfernt ist, stehen die Chancen gut, einen Bartgeier auch in Bayern beobachten zu können. „Die Wiederbesiedelung der Nordalpen durch Bartgeier könnte durch diese Entwicklung eine neue Dynamik bekommen“, sagt Henning Werth, LBV-Gebietsbetreuer Allgäuer Hochalpen. Zuletzt wurden im Juli in den Allgäuer Alpen Bartgeier beobachtet. Gänsegeier wurden kürzlich ebenfalls im selben Gebiet am Widderstein gesichtet. Für einen besseren Schutz der Segelflieger ist der LBV aber auf Mithilfe angewiesen: Melden Sie uns Ihre Geiersichtungen! Mit einem Foto oder einer genauen Beschreibung lassen sich Art, Alter und sogar das Individuum genau bestimmen, erklärt Werth. Sichtungen mit Datum, Uhrzeit und möglichst genauem Standort der Vögel sollten per E-Mail geschickt werden an geiersichtung [bei] lbv.de.

Dr. Olaf Konstantin Krueger

• Hier geht’s zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 7. August 2019.

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