++ Konjunktur ++ Pkw-Zulassung ++ Kfz-Handel ++ Herkunftsländer ++ Migrantinnen ++ Grundrente ++
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Prospekt-Box Blickpunkt

++ Konjunktur ++ Pkw-Zulassung ++ Kfz-Handel ++ Herkunftsländer ++ Migrantinnen ++ Grundrente ++

Bayern- & Deutschlandnews zum 5. März 2019!

Südostoberbayern schwächelt

Die Unternehmen in Südostoberbayern sind mit eingetrübter Stimmung in das neue Jahr gestartet. Wie aus einer aktuellen Umfrage der IHK für München und Oberbayern hervorgeht, ist der IHK-Konjunkturindex um sieben Zähler auf 126 Punkte gesunken. „Die Wirtschaft in Südostoberbayern bleibt aber weiterhin in guter Verfassung. Es gibt keinen Grund zum Schwarzsehen“, betont Irene Wagner, Sprecherin des IHK-Regionalforums Südost. Die Betriebe blicken nun jedoch spürbar vorsichtiger in die Zukunft. „Die Wirtschaft wächst weiter, aber nicht mehr so stark wie in den letzten Monaten. 20 Prozent der Befragten rechnen mit einer Belebung der Geschäfte, 13 Prozent mit einer Eintrübung. Gegenüber der letzten Befragung haben sich die Erwartungen im Saldo damit von 14 auf sieben Punkte halbiert“. Abgenommen hat ebenfalls die Zufriedenheit mit der aktuellen Geschäftslage. Hier ist der Saldo zwischen zufriedenen und unzufriedenen Unternehmern seit Herbst von 56 auf 49 Punkte gesunken. Dies ist aber immer noch ein ausgesprochen hoher Wert.

Traumstart für Einzelhändler

Nach den ersten im Bayerischen Landesamt für Statistik vorliegenden Ergebnissen zur Monatsstatistik im Einzelhandel stieg der Umsatz im bayerischen Einzelhandel im Januar 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat nominal um 4,7 Prozent und preisbereinigt um 3,6 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten wuchs um 1,0 Prozent.

Pkw-Neuzulassungen legen zu

Mit 268.867 Zulassungen erreicht der Pkw-Markt im Februar ein Plus von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Nach zwei Monaten liegt der Markt 0,6 Prozent im Plus und erreicht mit 534.569 Zulassungen das höchste Neuzulassungsvolumen seit 20 Jahren. Die Mitglieder des „Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e. V. (VDIK)“ steigern mit 204.665 Zulassungen ihren Marktanteil auf 38,3 Prozent (Vorjahr 38,1 Prozent). Der Privatmarkt weist mit rund 182.900 Zulassungen ein Minus von 4 Prozent auf. Dennoch liegt der Markt weiterhin sehr deutlich über dem langjährigen Durchschnittsniveau. Der Marktanteil der Importmarken legt im Privatmarkt um 1,4 Prozentpunkte auf 48,1 Prozent (Vorjahr 46,7 Prozent) zu. Wie bereits im Vormonat verzeichnet der Dieselmarkt auch im Februar ein Plus. In den ersten beiden Monaten des Jahres wurden über 179.000 Diesel-Pkw neu zugelassen, das entspricht einem Plus von 2,5 Prozent. Die Importmarken erzielen ihr Mehrvolumen bei den Benzin- und alternativen Antrieben. Ihr Anteil an den Neuzulassungen mit Dieselmotor sinkt von 25 auf 23 Prozent.

Bayerischer Kfz-Handel im Plus

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik nach vorläufigen Ergebnissen der Monatsstatistik im Kfz-Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kfz) mitteilt, wuchs der Umsatz des bayerischen Kraftfahrzeughandels im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr nominal um 3,4 Prozent, nach Preisbereinigung um 2,0 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten des Kraftfahrzeughandels nahm im gleichen Zeitraum um 1,9 Prozent zu.

Übernachtungszahlen im Plus

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, erfreuten sich im Jahr 2018 auch die Kleinbeherbergungsbetriebe mit neun oder weniger Betten (einschl. Privatquartiere) in den Prädikatsgemeinden Bayerns mit knapp 1,5 Millionen Gästeankünften (+2,5 Prozent mehr als im Vorjahr) und fast 9,2 Millionen Übernachtungen (+0,1 Prozent mehr als im Vorjahr) steigender Beliebtheit. 20 Prädikatsgemeinden verbuchten dabei über 100.000 Übernachtungen. Darunter waren Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald, Schönau a. Königssee, Bad Hindelang, Ruhpolding und Pfronten die übernachtungsstärksten Gemeinden.

Großhandelsumsatz gestiegen

Die Großhandelsunternehmen in Deutschland setzten im Jahr 2018 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) preisbereinigt (real) 1,0 Prozent und nicht preisbereinigt (nominal) 3,6 Prozent mehr um als im Jahr 2017. Im 4. Quartal 2018 stieg der Umsatz preisbereinigt um 1,4 Prozent und nicht preisbereinigt um 4,3 Prozent gegenüber dem 4. Quartal 2017.

44 sichere Herkunftstaaten

44 noch nicht als „sicherer Herkunftsstaat“ anerkannte Länder erfüllten im vergangenen Jahr das Kriterium dafür, wonach die Anerkennungsquote für Schutzsuchende weniger als fünf Prozent beträgt. Dies betraf nach einem Bericht der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ unter Berufung auf Statistiken des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge neben den Maghreb-Staaten und Georgien weitere 40 Staaten. Sie alle hatten im vergangenen Jahr eine Anerkennungsquote von unter fünf Prozent. Darunter befanden sich Moldau (0,8), Kolumbien (2,3), Vietnam (2,5), Indien (2,3) und Pakistan (4,4). Betroffen waren insgesamt 22.123 Fälle von Schutzsuchenden, davon 9.845 mit Flüchtlingen aus den Maghreb-Staaten und Georgien.

Duldungsgrund oft unklar

In Nordrhein-Westfalen wird fast jede zweite Duldung von abgelehnten Asylbewerbern ohne genauere Angabe von Gründen ausgesprochen. Zum Stichtag 1. Januar 2019 seien von den Ausländerbehörden insgesamt 55.746 Duldungen und davon 25.455 aus „sonstigen Gründen“ ausgesprochen worden, erklärte das NRW-Flüchtlingsministerium gegenüber der WAZ. Es bestehe Handlungsbedarf bei der differenzierten Erfassung von Duldungsgründen im Ausländerzentralregister (AZR). „Je differenzierter Duldungsgründe erfasst und gespeichert werde, desto besser ist ein mögliches Wegfallen zu prüfen“, so das Flüchtlingsministerium. NRW begrüße daher, dass sich eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe darauf verständigt habe, die pauschale Angabe „sonstige Gründe“ zu konkretisieren. Als „sonstige Gründe“ werden bislang Fälle gefasst, in denen ein eindeutiges Abschiebehindernis wie Krankheit oder drohende unmenschliche Behandlung in der Heimat nicht benannt werden kann.

Ausländischer Frauenanteil sinkt

Ende Oktober 2018 lebten 4,7 Millionen Frauen ausländischer Staatsangehörigkeit in Deutschland, das waren rund 47 Prozent der knapp 10,1 Millionen Ausländerinnen und Ausländer. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatte der Frauenanteil im Jahr 1970 insbesondere bedingt durch den Zuzug von männlichen Gastarbeitern lediglich 38 Prozent betragen. Bis 2011 hatte sich das Verhältnis weitgehend ausgeglichen, als Frauen knapp die Hälfte der 6,3 Millionen ausländischen Einwohnerinnen und Einwohner stellten. Seitdem hat sich das Verhältnis wieder zugunsten der Männer verschoben. Insgesamt lebten Ende Oktober 2018 42,1 Millionen Frauen in Deutschland. Sie stellten damit 50,6 Prozent der Bevölkerung des Landes. Das Geschlechterverhältnis zwischen Frauen und Männern hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr angeglichen: So hatte 1950 der Frauenanteil noch 53,3 Prozent betragen. Aus methodischen Gründen ist ein Nachweis der Personen mit dem Geschlecht ‘divers’ in der Bevölkerungsfortschreibung derzeit nicht möglich.

Jobs für zugewanderte Mütter

Die Bundesregierung will zugewanderten Müttern dabei helfen, Arbeit zu finden, und fördert dafür deutschlandweit 90 Kontaktstellen, die diese Frauen beraten und ihre Jobsuche begleiten. „Gerade Mütter, die mit ihren Familien und teils noch kleinen Kindern zu uns zugewandert sind, brauchen ein gutes Angebot, um künftig auf eigenen Beinen zu stehen und ihr eigenes Geld zu verdienen“, erklärte Familienministerin Franziska Giffey (SPD). Ihnen sollen in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) gezielt Sprachförderung und Kinderbetreuung sowie Praktika, Ausbildungs- und Arbeitsplätze vermittelt werden. „Besonders intensiv wollen wir uns künftig auch um geflüchtete Frauen kümmern“, kündigte BA-Vorstandschef Detlef Scheele an. Angaben des Ministeriums zufolge haben 48 Prozent der Mütter mit Migrationshintergrund in Deutschland keine Arbeit, mehr als 400.000 Frauen wollen sofort wieder beruflich einsteigen.

„Doppelmoral“ bei Grundrente

Im Streit um die von der Großen Koalition geplante Grundrente (blick berichtete) wächst der Druck auf die Union, ebenso wie die SPD auf die ursprünglich geplante Bedürftigkeitsprüfung zu verzichten: DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach warnte in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vor „Doppelmoral“. Buntenbach betonte: „Die Grundrente muss jetzt kommen. Die Lebensleistung verdient Respekt und Anerkennung und bedarf keiner Bedürftigkeitsprüfung.“ Es sei durch nichts zu rechtfertigen, jetzt eine solche Prüfung zu fordern, obwohl sie bei der Ausweitung der Mütterrente keine Rolle gespielt habe. „Nicht Doppelmoral sondern schnelles Handeln ist jetzt gefragt“, sagte die Gewerkschafterin und forderte: „Die Koalition muss daher jetzt im Interesse von Millionen Menschen die Grundrente schnell umsetzen.“ Sonst werde das Problem von Armutsrenten weiter wachsen und immer mehr Menschen betreffen, besonders diejenigen, die zu Niedriglohn arbeiten müssen. Das sind zum ganz überwiegenden Teil Frauen. okk

Dr. Olaf Konstantin Krueger

• Hier geht’s zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 27. Februar 2019..

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