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Foto: Universal Pictures Germany

Filmtipp: Loving

13.06.2017

Virginia, 1958. Richard Loving liebt Mildred über alles.

Als Mildred schwanger wird, ist es für Richard überhaupt keine Frage, sie zu heiraten und mit ihre eine gemeinsame Existenz aufzubauen.
Doch Richard ist ein Weißer, Mildred eine Schwarze. Und in Virginia verbietet ein Gesetz die sogenannten „Mischehen“. Richard und Mildred werden verhaftet und zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Dies bleibt ihnen nur dann erspart, wenn sie Virginia verlassen und für 25 Jahre nicht mehr dorthin zurückkehren. Richard und Mildred akzeptieren das Angebot und ziehen nach Washington. Doch Mildred vermisst ihre Familie und fühlt sich im neuen Zuhause nicht wohl. Die Jahre vergehen.

Und in Mildred wächst der Wunsch, gegen die Ungerechtigkeit aufzubegehren. Sie nimmt Kontakt zu Menschenrechtlern und Anwälten auf und ist entschlossen, für die Liebe zu kämpfen, die vom Staat nicht gewollt ist. Der Fall Loving vs. Virginia ging 1967 in die US-Geschichtsbücher ein. Denn fortan war die Ehe ein Grundrecht, ohne Einschränkung durch die Hautfarbe.
Regie: Jeff Nichols, mit Joel Edgerton, Ruth Negga, Marton Csokas, FSK 6, 124 Min.

Regisseur Jeff Nichols setzt dem Ehepaar Loving ein Denkmal und zeigt die beiden Protagonisten als stille Helden, denen es nicht um den großen und dramatischen Bürgerrechtskampf geht, sondern um die simple Gerechtigkeit und die Anerkennung ihres Glücks. Von der ersten Minute an glaubt man dem Paar seine Nähe, Vertrautheit und Liebe.

Das Thema vermittelt sich bei Nichols auch dank seines gut gebauten Drehbuchs eindrücklich, obwohl der Film auf die stereotypen Bilder des Rassismus verzichtet. Dieser Film ist ein unaufgeregt erzählter Film, der seine Botschaft eindringlich, sensibel und mit viel Liebe vermittelt. Und der daran erinnert, dass die Liebe keine Hautfarbe kennt.
 
Andrea Hailer, soulkino

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