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Jugendblog: Was mich bewegt!

30.07.2018

++ Lifestyle ++ Ausstrahlung ++ Universum ++ Straßenmusik ++ Lebensweg ++ Essen ++

Boarischer Lifestyle

Alle die mich kennen, kennen mich fast ausschließlich mit meinem Dialekt. Denn er gehört zu mir und mit ihm identifiziere ich mich und meine Mitmenschen. Ich finde es schön, sagen zu können, dass ich aus Bayern komme und wir, wie in anderen Bundesländern auch, unsere eigenen Traditionen und Bräuche haben. Ich hoffe, dass uns diese auch noch lange im Leben begleiten werden. Doch vieles verändert sich im Laufe der Zeit. Was mir dabei sehr auffällt, ist die Tracht. Mittlerweile gibt es sie in allen Schnitten, Farben und Verzierungen. Eigentlich kann man das ja nur befürworten, weil vor allem die Vielfalt steigt, aber auf manchen Anblick könnte ich wirklich verzichten. Dirndl, die eigentlich schon als Minirock gelten könnten und am besten noch massenhaft viele Farben oder übertriebene Verzierungen beinhalten, haben meiner Meinung nach nichts auf dem Volksfest oder anderen traditionellen Veranstaltungen zu suchen. Eher am Fasching. Doch auch Männertrachtenhemden, die bei- spielsweise mit riesigen giftgrünen Karos versehen und am Rücken vielleicht sogar noch mit einem Hirschgeweih oder ähnlichem bestickt sind, sehen nicht unbedingt ansehnlich aus. Bei diesem Thema sollte man dann doch lieber auf das Altbewährte vertrauen.


Mehr Freude durch Straßenmusik

Jeden Tag laufen Millionen von Menschen durch Straßen und Fußgängerzonen der Region. Dabei vernachlässigen sie, meiner Meinung nach, genau eine Sache wahnsinnig stark. Die Straßenmusik. Sie ist es, die mir beim Shoppen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Wenn ich eines bemerkenswert finde, dann, wenn andere Menschen versuchen ein bisschen mehr Freude in die Welt zu bringen. Zwar sind das nur kleine Gesten, aber genau die sind es doch, von denen wir uns begeistern lassen, oder? Die Zeit, anzuhalten und wenigstens ein paar Minuten zuzuhören hätten wir doch alle. Wieso also nicht annehmen, was uns geschenkt wird?

 

Individuelle Ausstrahlung

Alle reden immer von Individualität und freier Entfaltung der Persönlichkeit. Ich aber finde, dass vor allem viele Jugendliche nicht unbedingt eine besondere Ausstrahlung besitzen. Die meisten wirken unsicher oder einfach „mainstream“. Oft kann ich vor allem Mädchen genau ansehen, dass sie extrem verunsichert sind und ihnen sehr viel daran liegt, anderen zu gefallen. So etwas macht mich gleichermaßen wütend wie traurig. Wie wär’s mit: So sein wie man sich selbst gefällt?! Am wertvollsten sind letztendlich nämlich die Menschen, die einen genauso mögen, wie man eben ist. Alle andern können einem dann ja „den Buckel runterrutschen“, wie man so schön sagt. Ich weiß, wer meine Freunde sind und dass sie mich mögen, gerade wegen meiner Persönlichkeit, die eben mal mehr und mal weniger charmant oder anstrengend ist. Ich denke, jeder sollte so sein, wie er sich wohlfühlt und anderen das auch zeigen.

Unser Universum

Was mich jeden Tag aufs Neue fasziniert, ist das Universum. Der Urknall, die Planeten, unser Planet Erde, Naturkatastrophen, Lebewesen und weshalb es sie gibt. Wie hat alles angefangen? Gab es überhaupt einen Anfang? Und warum gibt es überhaupt etwas und nicht nichts? Das alles sind Fragen, die sich bestimmt jeder von uns schon mindestens einmal gestellt hat und dank der Naturwissenschaft haben wir auch schon viele Antworten erhalten. Trotzdem schießen diese und ähnliche Fragen immer wieder durch meinen Kopf und fahren dort Achterbahn. Am liebsten möchte ich selbst in eine Rakete einsteigen und einfach losdüsen, damit ich mich mit meinen eigenen Augen von der Existenz des Universums überzeugen kann. Die Kosmologie birgt unendlich viele Geheimnisse, die es zu erforschen gilt. Doch ob man je eine Erklärung für diese haben wird, ist fraglich.

 

Das Leben nach der Schule

Jugendliche haben heutzutage so unglaublich viele Berufs- und Studienmöglichkeiten sobald sie die Schule abgeschlossen haben, heißt es. Und woher genau soll ich jetzt wissen, welche Möglichkeit die richtige für mich ist? Bis jetzt habe ich noch keinen Schimmer, wie ich mein späteres Leben gestalten möchte. Und so einfach ist das ja auch nicht. Aber irgendwann ist der Zug dafür abgefahren, mein Abi hoffentlich geschafft und alle studieren irgendetwas, reisen oder beginnen eine Ausbildung. Ich frage mich oft, wo ich dann sein werde und was ich machen werde. Denn eigentlich weiß ich nur, was ich nicht machen will, alles andere steht noch ziemlich offen. Ich glaube das ist für viele ein heikles Thema, aber vielleicht sollte ich mir ja nicht so viele Gedanken machen und alles so nehmen wie es kommt. Ich hoffe einfach, dass ich das Beste daraus machen werde. Also „Schaun ma moi, dann seing ma’s scho“.

 

Lieber essen!

Ein weltbewegendes Thema. Die einen haben so viel davon, dass die Hälfte weggeschmissen wird und die anderen so wenig, dass sie jeden Tag um ihr Leben bangen müssen. Und wir hier in Bayern, Deutschland? Ich behaupte, dass es uns nicht an überlebenswichtigen Gütern fehlt, worüber wir sehr froh sein können. Aber wissen das auch alle Menschen wertzuschätzen? Unglaublich viele machen sich Sorgen um ihre Figur und minimieren deshalb ihren Essenskonsum. Sie machen Detox-Diäten, Low-Carb-Diäten oder fasten gleich komplett. Das tut mir in der Seele weh, denn solche Mahlzeiteneinschränkungen haben sehr selten etwas mit der eigenen Überzeugung zu tun, sie dienen einzig und allein dem Schlankheitswahn. Ich finde, jeder sollte das essen, worauf er gerade Lust hat und was ihm schmeckt. Wichtig ist dabei einfach das bewusste Essen und Genießen. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass man sich mal an seinem Lieblingsgericht überisst. Für solche Fälle habe ich jedoch einen wunderbaren Tipp: einfach ein kleines Verdauungsschläfchen machen.

Sandra Stadler, Schülerin (16 Jahre) aus Feldkirchen- Westerham

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