Foto: Zivica Kerkez/123rf.de

Aktionstag „Bayern gegen Leukämie“: Werde Blutspender und Lebensretter!

16.05.2018

Foto: Zivica Kerkez/123rf.de

Altötting, Mühldorf am Inn, Rosenheim und Traunstein beteiligen sich genauso wie Erlangen, Regensburg und München: An über 200 bayerischen Standorten wird am Freitag, 25. Mai, die „größte Typisierungsaktion“ des Freistaates durchgeführt. Die „Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB)“ und der „Blutspendedienst (BSD)“ vom „Bayerischen Roten Kreuz (BRK)“ rufen zum Aktionstag „Bayern gegen Leukämie“ auf. Maßgabe: Mit jedem registrierten Stammzellenspender steigt für an Blutkrebs Erkrankte die Chance, wieder ganz gesund zu werden.

Jährlich erkranken in Deutschland nach Schätzung des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) rund 11.000 Menschen neu an einer bösartigen Blutkrankheit wie Leukämie. Vielen Patienten kann nur eine Stammzellen- oder Knochenmarktransplantation helfen. Die meisten sind auf eine Spende von Menschen außerhalb der Verwandtschaft angewiesen. Obgleich bereits mehr als 31 Millionen Menschen in ein weltweit vernetztes Spenderregister aufgenommen sind, fehlt noch für jeden zehnten Patienten ein passender Spender. Dabei reichen zur Typisierung nur wenige Tropfen Blut oder ein Wangenabstrich aus.

„Lebensrettungsset“ der Stiftung AKB

Jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 45 Jahren kann sich mit einem „Lebensrettungsset“ als Stammzellenspender gegen Leukämie registrieren lassen: Online unter akb.de die Nummer des Sets angeben, mit dem beiliegenden Blutröhrchen vom Hausarzt Blut abnehmen lassen oder mit den Wattetupfern einen Wangenabstrich durchführen und die Probe portofrei in der Box des Lebensrettersets an die Stiftung AKB verschicken. Aus der Probe werden die Gewebemerkmale des Spenders analysiert und die Daten anonym im weltweiten Spenderregister gespeichert. Geben Blutspender des Blutspendedienstes (BSD) den Mitarbeitern des BSD/BRK bei der Blutspende einen entsprechenden Hinweis, wird eine zusätzliche Blutprobe für die Aufnahme in das Spenderregister genommen. Einmal gespeichert, verbleibt jeder Registrierte bis zum 60. Lebensjahr in der Datenbank. Eine weitere Typisierung ist nicht erforderlich.

Die Stammzellenspende wird stets begleitet von einer umfassenden Aufklärung, Beratung und Betreuung durch die Ärzte und das Ambulanzteam der Stiftung AKB in Gauting oder in München beim BSD/BRK. Die Entnahme von Stammzellen erfolgt vorwiegend aus peripherem Blut, selten durch die Entnahme von Knochenmark durch Punktion des Beckenkamms. Knochenmark ist blutbildendes Gewebe und nicht zu verwechseln mit Rückenmark, das im Wirbelkanal liegt und Teil des Nervensystems ist. Die Stiftung AKB betreut gegenwärtig knapp 310.000 Spender vornehmlich aus Bayern. Bislang wurden über 4000 Stammzellenspenden vermittelt. Täglich kommen drei bis vier hinzu.

„Ärmel hoch gegen Blutkrebs“

Der Aktionstag „Bayern gegen Leukämie“ steht unter der Schirmherrschaft der Bayerischen Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml (CSU). Die Registrierung als Stammzellenspender wird am 25. Mai an über 200 Standorten im Freistaat durchgeführt: bei allen bayerischen Gesundheitsämtern, den Stellen der Gesundheitsregion Plus, den Servicezentren der DAK-Gesundheit Bayern, den Beratungs- und Begutachtungszentren des „Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung in Bayern (MDK Bayern)“, zu den Blutspendeterminen des BSD/BRK am Aktionstag, bei Radio Arabella und dem „Münchner Merkur tz“ im Pressehaus München, beim Blutspendedienst in München sowie der Stiftung „Aktion Knochenmarkspende Bayern“ in Gauting. Alle Ausgabeorte sind auf der Website bayern-gegen-leukaemie.de gelistet. Wer keine Ausgabestelle in seiner Nähe findet, registriert sich online unter akb.de und erhält das „Lebensrettungsset“ zugeschickt.

Geldspenden an die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern sind mit dem Verwendungszweck „Bayern gegen Leukämie“ an das Konto DE57 7025 0150 0022 3944 80 zu richten. Spender erhalten auf Wunsch ab 50 Euro eine Spendenquittung.

Olaf Konstantin Krueger


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