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Sprachen beim interreligiösen Symposium im Domicilium in Weyarn über das Sterben (v.l.n.r.): Prof. Dr. Michael von Brück, Steven Langnas, Prof. Dr. Lorenzl, Gönül Yerli, Pater Stephan Havlik, Dr. Thomas Barth und Ingo Taleb-Rashid. Foto: Maria Börgermann-Kreckl

Interreligiöses Symposium sprach über den Tod

28.02.2017

„Wenn der Pfarrer ins Haus kommt, dann ist es so weit...“: Mit dieser Erfahrung sind Vertreter verschiedener Religionen konfrontiert, wenn es um das Sterben geht. Vor rund 60 Teilnehmern legten nun sieben Repräsentanten unterschiedlicher religiöser Richtungen und Kirchen beim interreligiösen Symposium in Weyarn ihre Anschauungen zu Krankheit, Sterben, Tod und Bestattung dar. Ausgerichtet wurde das zweitägige Sympsoium vom gemeinnützigen Verein „Stiftung Domicilium“.

Religionswissenschaftler Prof. Dr. Michael von Brück moderierte die Tagung und führte in das Thema mit einen Überblick zum Hinduismus ein. Ihre Erfahrungen zu Sterben und Tod erläuterten die evangelische Pfarrerin Dr. Juliane Fischer, die muslimische Religionspädagogin Gönül Yerli, der Weyarner katholische Pater Stephan Havlik, der Rabbiner Steven Langnas sowie als Vertreter des Sufismus Ingo Taleb-Rashid und des Buddhismus Dr. Thomas Barth.

Prof. Dr. med. Lorenzl, Chefarzt der Neurologie im Krankenhaus Agatharied, berichtete, wie sich im Klinikalltag der Wunsch nach religiöser oder spiritueller Begleitung zeigt. Sein Credo: „Wir sollten all unsere Möglichkeiten nutzen und Menschen in der Klinik nicht nur körperlich gut behandeln, sondern in einem sehr breit gefassten Verständnis spirituell begleiten; der Wunsch ist groß, auch bei so genannten kirchenfernen Menschen.“

Bei allen Unterschieden war in allen Religionen die Erfahrung gegenwärtig, dass „das Ewige“, „das Göttliche“ in der Welt und in jedem Menschen gegenwärtig wäre. So wurde von den meisten Referenten der Tod als „Heimkehr“, als „Erneuerung“ zu diesem Ewigen oder Göttlichen, aus dem wir bei der Geburt entstanden wären, beschrieben. Der Tod löste Verbindungen und verbinde wieder neu, etwa im Verständnis von Generationen, sodass wir die vor uns Gegangenen als Ahnen verehren und uns als in dieser langen Kette der ständigen Erneuerung stehend sehen könnten. In diesem Verständnis, das in allen vorgestellten Religionen zu spüren wäre, sei das Leben wichtig als Vorbereitung oder als Weg hin zu diesem Übergang - verstanden als „Vollendung“, als „Zwischenphase“ oder im Glauben an eine Wiedergeburt.

Die vielen Erscheinungen der Religionen fanden in einer abschließenden interreligiösen „Feier des Lebens“ ihren Ausdruck: Jeder Vertreter wählte ein Ritual zum Leben oder Sterben, an dem die Symposiumsteilnehmer sich in einem würdigen Rahmen abschließend beteiligen konnten. okk

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