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Foto: DEKRA

Riskanter Highcut für Mofa & Co.

12.06.2017

Zugegeben: Per Mofa, Moped oder Roller mit maximal Tempo 45 unterwegs zu sein, erzeugt keinen Geschwindigkeitsrausch. Für manche Fahrer von Kleinkrafträdern ist es daher verlockend, die Tempobegrenzung ihres fahrbaren Untersatzes durch illegales Tuning zu umgehen.

Auf Portalen im Internet zeigen eine ganze Reihe von Video-Tutorials, wie das auch Laien bewerkstelligen können. Allerdings ist dies nicht nur illegal, sondern kann auch Leben und Gesundheit von Fahrer, Sozius und anderen Verkehrsteilnehmern gefährden.

Gemessen an der Fahrleistung haben Fahrer von Kleinkrafträdern ein sechsmal höheres Risiko als Autofahrer, im Straßenverkehr getötet zu werden. „Bei Unfällen, die von Kleinkrafträdern verursacht werden, ist unangepasste Geschwindigkeit die häufigste Ursache, gefolgt von mangelnder Verkehrstüchtigkeit des Fahrers und Fahren mit zu geringem Abstand", berichtet Luigi Ancona, Unfallforscher bei DEKRA.

Insbesondere Bremsen, Fahrwerk und Reifen von Kleinkrafträdern bis 50 Kubik sind nicht auf höhere Geschwindigkeiten ausgelegt, so der Experte. „Wer damit schneller als 45 Stundenkilometer fährt, hat einen überproportional längeren Bremsweg, das Fahrverhalten verschlechtert sich und das Zweirad wird deutlich schwerer zu kontrollieren."

Auch juristisch und finanziell kann das „Frisieren“ von Mofas, Rollern & Co. bittere Konsequenzen haben: Bei einer unerlaubten Leistungssteigerung erlischt die Betriebserlaubnis für das Gefährt. Damit ist der Versicherungsschutz nicht mehr gewährleistet. Zudem drohen Führerscheinentzug und Bußgelder oder Sozialstunden nach dem Jugendstrafrecht.

Selbst bei eigenmächtigen Verschönerungsmaßnahmen ist Vorsicht geboten. So dürfen zum Beispiel Frontverkleidungen keine scharfen Kanten aufweisen und verchromte Flächen nicht zu groß ausfallen. Sogar bei der Positionierung von Rücklicht und Blinkern macht die StVZO klare Vorgaben.

Lesen Sie hier: Pedelec-Tuner riskieren Führerschein

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