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Intensive Sonneneinstrahlung kann auch beim Tier zu Sonnenbrand führen. Foto: ps

Weidetiere leiden unter der Hitze

06.07.2015

Aufgrund der hohen Außentemperaturen häufen sich im Landratsamt Altötting – Veterinäramt - die Anzeigen, dass Pferde, Rinder, Schafe oder Ziegen auf den Weiden intensiver Sonneneinstrahlung schutzlos ausgesetzt sind.

Freilebende Tiere suchen bei starker Sonneneinstrahlung instinktiv kühle, schattige Plätze auf. Aber was machen der angekettete Hund oder die eingezäunten Weidetiere? Sie suchen oft vergeblich nach einem schattigen Platz.

Dabei kann es nach dem Tierschutzgesetz je nach Schweregrad sogar eine Straftat sein, einem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen. Die Zufügung geschieht hier durch Unterlassung, der Tierhalter sorgt nicht für einen ausreichenden Witterungsschutz. Auch die EU gibt bei sogenannten Cross Compliance Kontrollen vor, dass ein fehlender Witterungsschutz bei Weidetieren als Verstoß geahndet wird.

Intensive Sonneneinstrahlung kann auch beim Tier zu Sonnenbrand führen und zwar an wenig behaarten, unpigmentierten Stellen. Bekannt sind Sonnenbrände zum Beispiel am Flotzmaul und am Euter bei Rindern. Die Tiere haben durch die Hautverbrennungen Schmerzen und Schäden und sie leiden, weil sie ihrem Instinkt, schattige Plätze aufzusuchen, nicht folgen können. Laien erkennen oft das Leiden nicht. Zum Beispiel bilden Schafe einen Kreis und senken die Köpfe, damit wenigstens diese im Schatten sind.

Ein natürlicher Witterungsschutz besteht aus geeigneten Bäumen oder großen Büschen, die ausreichenden Schatten werfen. Fehlen diese, muss man einen künstlichen Witterungsschutz bauen. Wichtig ist, dass jeder Witterungsschutz so groß bemessen ist, dass alle Tiere, die sich auf der Weide befinden, gleichzeitig darunter Schutz finden können, nicht nur ein Teil der Tiere. Zudem muss der künstliche Witterungsschutz mindestens aus einem Dach und zwei Seitenwänden nach Norden und Westen bestehen.

Und eines darf bei der Hitze nicht vergessen werden: ausreichend Trinkwasser. Leider sieht man immer noch die Wasserfässer aus Blech mitten in der Sonne stehen. Was geschieht dann? Das Wasser erhitzt sich auf so hohe Temperaturen, dass es von den Tieren nicht mehr angenommen wird und die Tränkevorrichtung (Tränkebecken) erhitzt sich so stark, dass sich die Tiere bei Berührung ihr Maul verbrennen. Hat sich beispielsweise ein Rind einmal sein Flotzmaul am Blech verbrannt, meidet es dieses auch, wenn es wieder abgekühlt ist. Deshalb ist das Fass oder zumindest die Tränkevorrichtung unbedingt zu beschatten.

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