++ Löhne ++ Kindergeld ++ Organspende ++ ÖDP ++ Erfindungen ++ Steuereinnahmen ++
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++ Löhne ++ Kindergeld ++ Organspende ++ ÖDP ++ Erfindungen ++ Steuereinnahmen ++

Bayern- & Deutschlandnews zum 20. März 2019!

Weniger Lohn für Frauen

Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts beträgt der Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern in Bayern nach wie vor 24 Prozent. Deshalb kritisiert Dr. Verena Di Pasquale, stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern, die noch immer bestehende Lohnungerechtigkeit: „100 Jahre Frauenwahlrecht, 70 Jahre Gleichstellung im Grundgesetz – und dennoch kann in Bayern auch im Jahr 2019 von echter Gleichstellung zwischen den Geschlechtern noch lange nicht die Rede sein. Mit einer Lohnlücke von 24 Prozent liegt der Freistaat weiterhin deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 21 Prozent. Nur in Baden-Württemberg ist sie mit 26 Prozent noch größer. Es ist höchste Zeit, diese Lücke zu schließen!“

NGG kritisiert Ungleichheit

Gleiche Arbeit, unterschiedliche Bezahlung: Im Landkreis Rosenheim verdienen Frauen, die in Vollzeit arbeiten, 17 Prozent weniger als Männer. Das hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitgeteilt. Sie verweist hierbei auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Danach kommen Männer mit einer Vollzeitstelle im Kreis Rosenheim auf ein durchschnittliches Bruttoeinkommen von 3.192 Euro pro Monat – Frauen hingegen nur auf 2.650 Euro. In Bayern beträgt der Verdienstunterschied bei Vollzeit zwischen den Geschlechtern 17 Prozent (Männer: 3.556 Euro, Frauen: 2.968 Euro). Dies liege teils an niedrigeren Positionen, die Frauen häufig hätten, insbesondere aber auch an der mangelnden Zahlungsbereitschaft von Unternehmen, so die NGG Rosenheim-Oberbayern.

Antrag auf Kindergeld ist kostenlos

Die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit (BA) distanziert sich von kommerziellen Internetanbietern, die Kindergeldberechtigten gegen die Zahlung eines Entgelts die Abwicklung ihres Kindergeldantrags anbieten. Denn der Antrag auf Kindergeld bei der Familienkasse ist online möglich, kostenlos und datensicher. Die Familienkasse hat bereits im Frühjahr 2018 die Möglichkeit eingerichtet, Kindergeld online zu beantragen. Aus Sicht der BA entsteht für Eltern bei der Nutzung des kommerziellen Portals daher keinerlei Mehrwert. „Wir können Berechtigten nur raten, einen Antrag auf Kindergeld immer direkt bei uns zu stellen. Wir garantieren für eine rasche, rechtssichere Bearbeitung- und nicht zuletzt für die Sicherheit der Daten“, so Karsten Bunk, Leiter der Familienkasse der BA. Mehr Information online: familienkasse.de.

Keine Organspende ohne Zustimmung

Gut 70 Prozent aller Deutschen sind grundsätzlich bereit, ihre Organe nach dem Tod zu spenden. Allerdings will eine Mehrheit von 56 Prozent der Organspende zu Lebzeiten ausdrücklich selbst zugestimmt haben. Eine Widerspruchsregelung, nach der jeder als Spender gilt, der eine Organspende nicht ablehnt, bekommt keine Mehrheit. Diesen Automatismus trägt nur gut jeder Dritte mit. Insgesamt zeigen sich in der Bevölkerung gravierende Wissensdefizite zum Thema Organspende. Das belegt eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage der Schwenninger Krankenkasse unter 1.068 Bundesbürgern ab 18 Jahren. Jeder Zweite fühlt sich schlecht informiert über die Themen Organspende und den Hirntod als Voraussetzung für die Organentnahme. Jeder Dritte weiß nicht, wie man zum Organspender werden kann. „Seit Jahren wird über das Thema diskutiert – aber ganz offensichtlich an der Bevölkerung vorbei“, sagt Siegfried Gänsler, Vorsitzender des Vorstandes der Schwenninger Krankenkasse. „Zum einen muss die Politik die Menschen stärker mitnehmen in dieser ethisch so wichtigen Debatte. Zum anderen müssen wir alle Basisarbeit leisten und noch besser aufklären“, unterstreicht der Kassenchef.

Krankenstand in Sachsen-Anhalt am höchsten

Berufstätige im Süden sind offenbar weniger krankheitsanfällig als im Rest der Bundesrepublik. Im Osten fehlten laut einer aktuellen Datenerhebung der KKH Kaufmännische Krankenkasse mit durchschnittlich sechs Prozent die meisten Arbeitnehmer wegen Krankheit, gefolgt vom Westen mit 5,2 Prozent. Im Norden und Süden hingegen meldeten sich dagegen nur 4,6 beziehungsweise 4,2 von 100 Berufstätigen krank. In keinem anderen Bundesland fehlten im vergangenen Jahr mehr Arbeitnehmer wegen Krankheit als in Sachsen-Anhalt. Mit einem Krankenstand von 6,4 Prozent liegt das Bundesland deutlich über dem Gesamtschnitt von genau 5 Prozent. Auf Platz zwei und drei rangieren Thüringen mit 6,2 Prozent und Brandenburg mit 6,1 Prozent. In Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg waren dagegen nur 4,2 von 100 Arbeitnehmern krankgeschrieben.

ÖDP erfreut über Finanzspritze

„Wir freuen uns über die kleine Finanzspritze von den Freien Wählern!“, erklärt der stellvertretende ÖDP-Kreisvorsitzender Reinhard Retzer aus Lohkirchen. „Wenn die Freien Wähler 700.000 Euro an die Bundestagsverwaltung zurückzahlen müssen und die jährliche Pauschale gekürzt wird, kommt das allen anderen Parteien zugute.“ 2017 seien nach Angaben Retzers insgesamt 161.803.517 Euro von der Bundestagsverwaltung an die Parteien überwiesen worden. Die staatliche Parteienfinanzierung sei dazu da, den grundgesetzlich verankerten Auftrag der Parteien zur öffentlichen Willensbildung zu gewährleisten. Die einzelnen Beträge für die Parteien richten sich dabei unter anderem nach deren Stimmenanteilen bei Wahlen. Daneben gäbe es für jeden Euro an Spenden noch 45 Cent extra vom Staat. „Nachdem die ÖDP als einzige Partei per Satzung keine Spenden von Firmen annimmt, um unabhängig zu bleiben, freuen wir uns umso mehr über den Zuschuss aus der Rückzahlung der Freien Wähler.“ Retzer kommentierte die Vorgänge um die Finanzen der Freien Wähler: „Der Geruch von den Fleischtöpfen der Macht verwirrt Aiwanger offenbar den Sinn für Sitte und Anstand. Dadurch schadet sich die Aiwanger-Truppe nicht nur selbst, sondern sie schädigt den Ruf ihrer zahlreichen fähigen Kommunalpolitiker vor Ort.“

Bayern stark bei Erfindungen

Bayern behauptet sich als führender Innovationsstandort. Der Anteil des Freistaates an allen neu erteilten Patenten in Deutschland beträgt 29 Prozent, heißt es in einer vom Bayerischen Industrie- und Handelskammertag (BIHK) veröffentlichten Studie. Bayern übertrifft damit den Bundesdurchschnitt im Verhältnis zu Wirtschafts-kraft und Einwohnerzahl um den Faktor 1,7. Insgesamt haben bayerische Unterneh-men, Forschungseinrichtungen und Privatpersonen zuletzt erfolgreich 13.764 Patente registriert. Deutschlandweit wurden 47.889 Patente erteilt. Basis für die Studie sind Zahlen der Patentämter zu den im Jahr 2017 veröffentlichten Patentanmeldungen.

Kommunale Steuereinnahmen gestiegen

Die kommunalen Steuereinnahmen stiegen im Jahr 2018 um 1,3 Milliarden Euro auf gut 20 Milliarden Euro und lagen damit um 7,1 Prozent über dem Ergebnis des Jahres 2017. Der größte Anteil dieser Zunahme entfällt auf die Gewerbe-steuer, die um gut 657 Millionen Euro bzw. 8,3 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro gestiegen ist. Im Vorjahr waren die Gewerbesteuereinnahmen noch um 0,3 Prozent gesunken. An zweiter Stelle folgt der Gemeindeanteil an der Ein-kommensteuer mit einem Anstieg um 356 Millionen Euro auf 8,3 Milliarden Eu-ro. Dies entspricht einer Zunahme von 4,5 Prozent. Wie das Bayerische Lan-desamt für Statistik weiter mitteilt, erhöhten sich im Betrachtungszeitraum die kommunalen Einnahmen aus den Grundsteuern A und B um 1,4 Prozent auf 1,87 Milliarden Euro. Die Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Umsatz-steuer verzeichneten eine Zunahme um 29,2 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro. Auch die übrigen, vom Volumen her weniger bedeutenden Gemeinde-steuern stiegen insgesamt um 3,3 Millionen Euro bzw. 5,6 Prozent auf gut 63 Millionen Euro.

30 Prozent der Fläche sind Wald

Knapp 30 Prozent der Fläche Deutschlands sind Waldflächen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, prägt der Wald mit einer Fläche von 106.380 km² (29,7 Prozent) die Landschaft nach den Landwirtschaftsflächen (182.178 km² oder 50,9 Prozent) am stärksten. Im Vergleich dazu betragen die Flächen für Siedlung 32.986 km² (9,2 Prozent) und für Verkehr 18.046 km² (5,0 Prozent). Die waldreichsten Länder sind Rheinland-Pfalz (40,6 Prozent der Gesamtfläche), Hessen (39,8 Prozent) und Baden-Württemberg (37,8 Prozent). Die waldärmsten Länder unter den Flächenländern sind Schleswig-Holstein (10,3 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (21,2) und Niedersachsen (21,5). Von den Stadtstaaten hat Berlin mit 17,7 Prozent den größten Waldflächenanteil, in Bremen liegt der Anteil dagegen nur bei 1,1 Prozent, in Hamburg bei 5,3 Prozent.

Reifen beurteilen „nach Gefühl“

Besorgniserregend: Bei der Beurteilung der Einsatzfähigkeit ihrer Reifen verlassen sich 13 Prozent der Autofahrer auf ihr subjektives Empfinden. Jeder Zehnte ist zudem überzeugt, dass Reifen bis zum Erreichen des empfohlenen Höchstalters – unabhängig von der Profiltiefe oder Reifenschäden – verwendungsfähig sind. Dies ist das Ergebnis einer Befragung von 2.825 Autofahrern, durchgeführt vom Reifenspezialisten reifen.com. Dass von (zu) alten Autoreifen Sicherheitsrisiken ausgehen – diese Ansicht teilt ein Viertel der Autofahrer nicht: So rechnen bei Verwendung alter Reifen 24 Prozent keineswegs mit verminderter Haftung oder längeren Bremswegen, weitere 29 Prozent nicht mit erhöhter Aquaplaning-Gefahr. Zusätzlich gehen 27 Prozent der Befragten nicht davon aus, dass mit zunehmendem Reifenalter die Gefahr für eine Laufflächenablösung oder einen „Reifenplatzer“ steigt.

Frühlingszeit ist Datingzeit

Die Sonnenstunden nehmen zu, die Temperaturen steigen, die ersten T-Shirt-Tage brechen an – endlich Frühling! Offenbar macht der Frühling auch richtig Laune zu daten – das zeigt zumindest eine aktuelle Umfrage unter 2.001 Singles aus Deutschland, die das Datingportal LoveScout24 (www.lovescout24.de) gemeinsam mit Kantar TNS durchgeführt hat*. Demnach fühlt sich fast jeder zweite Single im Frühling besonders motiviert zu einem Rendezvous. „Das ist der Ansteckungseffekt“, sagt Dr. Katharina Ohana, Psychologin und Beziehungsexpertin bei LoveScout24. „Denn wenn es Frühling wird, sehen Singles all die glücklichen Paare, die ihr Glück in den Parks, in den Städten, in den Biergärten leben und später auch ein stückweit auf den Social Media Plattformen inszenieren. Natürlich will man dann auch dieses Glück spüren und datet wieder mehr.“

Dr. Olaf Konstantin Krueger

• Hier geht’s zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 13. März 2019..

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