Neruds verbindende Künstlerseele
Nerud war schon zu Lebzeiten sehr populär. Höhepunkte seines Werkes sind die zahlreichen Zeichnungen und Gemälde der Insel Ibiza. Pressefoto
Prospekt-Box Blickpunkt

Neruds verbindende Künstlerseele

Ausstellung in der Stadtgalerie Altötting.

„Vorbilder“, so nennen der Simbacher Rudolf Beer (*1957 in Teufelseigen) und der Altöttinger Alexander Brandmeyer (*1966 in Bremen) ihre gemeinsame Ausstellung. Ihr Vorbild Josef Karl Nerud (*1900, †1982) ist ein Bindeglied für die sehr unterschiedlichen Künstler, welche beide, ebenso wie Nerud, Mitglieder der Innviertler Künstlergilde sind.

Nerud war schon zu Lebzeiten sehr populär. Durch eine reduzierte und auf das Wesentliche beschränkte Formensprache gelangte er zu einem starken Ausdruck und zu atmosphärischer Dichte. Höhepunkte seines Werkes sind die zahlreichen Zeichnungen und Gemälde der Insel Ibiza. Das leuchtende Weiß war seine fundamentale Erkenntnis. Weiß ist in Neruds Bilderwelt nicht nur Farblosigkeit, sondern erregende, intensiv strahlende Farbigkeit.
In einem lebendigen Interaktionsprozess fließen Sichtweisen und künstlerische Positionen des alten Meisters immer wieder in die Werke der beiden regionalen Künstler mit ein. Drei unterschiedliche, aber doch verbindende Ansätze: das bietet die Ausstellung „Vorbilder“ in der Stadtgalerie Altötting.

Einladung zur Entdeckungsreise

Durch die Ausstellung Vorbilder zieht sich dieses In-Beziehung-Sein von Werken und Künstlern aus unterschiedlichen Generationen wie ein roter Faden, der nicht nur Bilder Einzelner sichtbar macht; auch der spannende Prozess der wechselseitigen Annäherung, Einflussnahme und Weiterentwicklung wird in dieser Ausstellung konkret erlebbar.

Gegenständliche und abstrakte Bilder, Ansichten von Ibiza, Plattenbausiedlungen aus der Slowakei, Altötting von hinten, figurative Malerei und menschenleere Landschaften und vieles mehr zeigen die drei ganz unterschiedlichen Künstler, zwischen denen trotz ihrer Verschiedenheit unverkennbar eine Seelenverwandtschaft besteht.

Öffnungszeiten der Ausstellung

Freitag, 20. September, bis Sonntag, 3. November:
Mittwoch, Donnerstag und Samstag von 14 Uhr bis 17 Uhr; Freitag: 14 Uhr bis 18 Uhr; Sonntag und Feiertag: 11 Uhr bis 16 Uhr. Sonderöffnungen für Gruppen auf Anfrage.

Weitere Informationen im Wallfahrts- und Tourismusbüro unter Telefonnummer 0 86 71/50 62 19 oder E-Mail stadtgalerie@altoetting.de.

Rahmenprogramm zur Ausstellung

„Fest der Sinne“ am Freitag, 20. September, rund um den Altöttinger Kapellplatz. Sonderöffnung mit freiem Eintritt von 19 Uhr bis 22 Uhr. Aktion Portraitzeichnen mit Alexander Brandmeyer.

„Café Sokrates“: Der (lebens-) philosophische Gesprächskreis mit Otto Hopfensperger ist am Dienstag, 1. Oktober, um 19.30 Uhr zu Gast in der Stadtgalerie mit dem Thema „Vorbilder“ im Mittelpunkt der Gespräche.

„Führung durch die Ausstellung“ jeweils um 17 Uhr. Am Freitag, 4. Oktober, mit Künstler Rudolf Beer. Am Freitag, 18. Oktober, mit Künstler Alexander Brandmeyer. Am Freitag, 25. Oktober, mit Michael Nerud (Sohn des Künstlers).

„Kunstspaziergang“: Der Künstler Rudolf Beer lädt am Freitag, 11. Oktober, von 17 Uhr bis 18 Uhr zu einem Kunstspaziergang durch Altötting ein, Treffpunkt Stadtgalerie Altötting.

„Matinée-Lesung“: Patricia Weißl-Günther und Alexander Brandmeyer laden am Sonntag, 13. Oktober, um 11.30 Uhr zu einem literarischen Genuss ein.

„Vorlese3viertelstunde: Die beliebte Vorlese-Reihe der Stadtbücherei Altötting macht einen Ausflug in die Stadtgalerie. Alexander Brandmeyer liest aus „Na klar, Lotta kann Radfahren“ am Freitag, 18. Oktober, von 15.15 Uhr bis 16 Uhr. Freier Eintritt.

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