++ Rauschtrinker ++ Güterumschlag ++ Migranten ++ Wetter ++ Stau ++ Krippengeld ++ Kindergeld ++ City-Maut ++
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++ Rauschtrinker ++ Güterumschlag ++ Migranten ++ Wetter ++ Stau ++ Krippengeld ++ Kindergeld ++ City-Maut ++

Bayern- & Deutschlandnews zum 2. Dezember 2019!

Mehr Rauschtrinkerinnen

Wenn es nach einer Datenanalyse der KKH Kaufmännische Krankenkasse geht, sollten junge Frauen deutlich weniger Alkohol konsumieren: Die Zahl der 15- bis 24-Jährigen, die unter anderem wegen eines akuten Alkoholrauschs oder psychischer Probleme aufgrund von Alkohol behandelt wurden, ist von 2007 auf 2017 um rund 47 Prozent gestiegen. Bei den gleichaltrigen Männern stagnierte hingegen die Zahl der Rauschtrinker. Diese sollten vor allem den exzessiven Tabakkonsum reduzieren. Die KKH verzeichnete von 2007 auf 2017 einen deutlichen Anstieg um fast 40 Prozent bei den männlichen 15- bis 24-Jährigen mit Tabakabhängigkeit, Entzugserscheinungen, einem akuten Tabakrausch oder psychischen Problemen aufgrund von Tabak. Bei den Frauen hingegen stagnierte hier die Zahl.

Bayerische Museen sind anziehend

Die Museen im Freistaat waren im Jahr 2018 die besucherstärksten Einrichtungen in ganz Deutschland, fasst Kunstminister Bernd Sibler den aktuellen Bericht des Instituts für Museumsforschung zusammen. Mit rund 19,7 Millionen Besuchern konnten sie deutschlandweit die höchsten Besucherzahlen verbuchen. In Bayern gibt es rund 1 250 Museen in staatlicher und nichtstaatlicher Trägerschaft.

Mehr Güterumschlag in Bayern

Die bayerischen Häfen der Bundeswasserstraßen von Passau über Nürnberg bis Aschaffenburg schlugen von Januar bis September 2019 rund 6,0 Millionen Tonnen Güter um und somit 13,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden rund 2,47 Millionen Tonnen eingeladen und über 3,54 Millionen Tonnen Güter ausgeladen. Der Güterumschlag in den Mainhäfen stieg um 17,0 Prozent auf 3,21 Millionen Tonnen. Im Donaugebiet lag der Güterumschlag von Januar bis September 2019 bei 2,79 Millionen Tonnen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist dies eine Zunahme um 9,5 Prozent. Im größten bayerischen Hafen Regensburg wurden knapp eine Million Tonnen Güter umgeschlagen, das entsprach einem Anteil von 16,5 Prozent am Gesamtaufkommen. Straubing-Sand meldete 0,51 Millionen Tonnen Güterumschlag und somit 39,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, erreichte jedoch noch nicht die Umschlagsmengen aus dem Jahr 2017 (0,56 Millionen Tonnen). Im Vergleich mit den anderen bayerischen Häfen verbuchte der Hafen den größten Anstieg in den ersten drei Quartalen 2019.

Über 60 Zuwanderer festgenommen

Über die Weihnachtstage (24.–26.12.) verteilt hat die Bundespolizei über 60 Personen festgestellt, die zwischen Kufstein und Kiefersfelden versucht hatten, illegal einzureisen. Die meisten von ihnen waren in Autos und Bussen unterwegs. Gleich 17 Insassen eines in Italien zugelassenen Fernbusses mussten ihre Reise in Richtung Dortmund an der Grenzkontrollstelle auf der A 93 vorzeitig beenden. Die Migranten stammen unter anderem aus Albanien, Ghana, Kuba und von der Elfenbeinküste. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde allen 17 Personen die Einreise verweigert. Die Bundespolizisten übergaben sie den österreichischen Behörden.

Bayern 2019 kältestes Bundesland

Bayern war 2019 das kälteste deutsche Bundesland. Der Temperaturdurchschnitt lag nach Messungen des Deutschen Wetterdienstes bei 9,5 Grad, bundesweit waren es 10,2 Grad. Auch Niederschlag fiel jede Menge: Durchschnittlich 845 Liter pro Quadratmeter gab es 2019 gegenüber 730 Litern bundesweit. Die Sonne schien 1 885 Stunden lang, fast 300 Stunden mehr als 2018. Deutschlandweit war das Jahr 2019 nach ersten Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wohl das drittwärmste seit Beginn regelmäßiger Temperaturaufzeichnungen im Jahr 1881. Anteil daran hatte nicht zuletzt die extreme Hitze Ende Juli mit über 40,0 Grad. dpa/lby

Staus nach dem Ferienende

Das letzte Wochenende der Weihnachtsferien (3.–5.1.) hat es für Autofahrer in sich. Fast zeitgleich enden in 15 Bundesländern, in den Niederlanden und etlichen Nachbarländern die Ferien. Nur die Schüler Hessens können sich über eine weitere freie Woche freuen. Dass nicht alle Urlauber an ein und demselben Tag zurückkehren, liegt an der diesjährigen Feiertagskonstellation. Montag, 6. Januar (Heilige Drei Könige), ist in Bayern, Baden-Württemberg und Teilen Sachsen-Anhalts Feiertag – allerdings ohne Feiertagsfahrverbot für Lastwagen. Am selben Tag haben noch die Schulen in Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein geschlossen. Das bedeutet, dass viele Autourlauber aus den genannten Regionen erst an diesem Tag heimkehren. Die Staugefahr ist besonders am Nachmittag groß.

Ausländische Investitionen hoch

Trotz politischer Unsicherheiten werden 2019 in Deutschland mehr Deals mit ausländischen Investoren angekündigt als im Vorjahr. Besonders US-amerikanische Unternehmen beteiligen sich immer häufiger an deutschen Firmen. Dies sind zwei der Kernergebnisse des Berichts „Destination Deutschland. M&A-Aktivitäten ausländischer Investoren 2019“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC). Die Analyse berücksichtigt alle Zusammenschlüsse, Unternehmenskäufe und -verkäufe, Leveraged Buyouts, Spin-offs, Privatisierungen und Übernahmen von Minderheitsanteilen, die zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 15. November 2019 angekündigt wurden.

Neues Krippengeld seit 1. Januar 2020

Eltern von Krippenkindern in Bayern können ab dem 1. Januar einen Zuschuss von 100 Euro im Monat erhalten. Das neue Krippengeld ergänzt die bestehenden Kindergarten-Zuschüsse, wie das Familienministerium mitteilte. Der Landtag hatte das Krippengeld Anfang Dezember mit der Mehrheit der schwarz-orangen Koalition beschlossen. Dieses gibt es für Eltern, die ihre ein- und zweijährigen Kinder in staatlich geförderten Kindertageseinrichtungen – in einer Krippe oder bei Tageseltern – betreuen lassen. Es profitieren aber nur Eltern mit einem gemeinsamen Jahreseinkommen von maximal 60 000 Euro. Die Kindergarten-Zuschüsse in Höhe von ebenfalls 100 Euro im Monat sind dagegen unabhängig vom Einkommen. dpa/lby

Familien nutzen Baukindergeld

Viele junge Familien nutzen das Baukindergeld: Seit dem Start im September 2018 sind bis Ende 2019 rund 180 000 Anträge eingegangen. Das entspreche Zuschüssen in Höhe von mehr als 3,5 Milliarden Euro, teilte die zuständige Förderbank KfW der „Rheinischen Post“ mit. Bis zum 30. November zählte die Kreditanstalt für Wiederaufbau 171 510 Anträge, monatlich kämen etwa 10 000 neue hinzu. Bis Jahresende lag die Zahl damit bei rund 180 000. Insgesamt stehen für das Förderprogramm, das bis Ende 2020 läuft, 9,9 Milliarden Euro zur Verfügung.

Familienkasse zahlt für mehr Kinder

Die Zahl der mit Kindergeld unterstützten Jungen und Mädchen ist im vergangenen Jahr um knapp 300.000 auf nunmehr über 15,7 Millionen gestiegen. Das berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf jüngste Statistiken der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit. Im November wendete die Kasse für alle fast 35,5 Milliarden Euro auf. Die Zahl der kindergeldberechtigten Elternteile näherte sich der Schwelle von 9,5 Millionen. Im Jahr 2018 hatte die Familienkasse erstmals für mehr als 15 Millionen Mädchen und Jungen Kindergeld ausgezahlt. Im abgelaufenen Jahr stieg die Zahl der Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit um 1,4 Prozent auf knapp 12,6 Millionen, die mit ausländischer Staatsangehörigkeit um 3,9 Prozent auf gut 3,1 Millionen.

Weiterer Anstieg der Erwerbstätigkeit

Im Jahresdurchschnitt 2019 waren rund 45,3 Millionen Personen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2019 um 402.000 Personen oder 0,9 Prozent höher als im Vorjahr. Im Jahr 2018 hatte die Zuwachsrate noch 1,4 Prozent betragen. Damit setzte sich der nun seit 14 Jahren anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit weiter fort, allerdings mit abgeschwächter Dynamik. Eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung sowie die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte überwogen die Effekte des demografischen Wandels, sodass im Jahr 2019 die höchste Erwerbstätigenzahl seit der Wiedervereinigung im Jahr 1991 erreicht wurde.

Parkgebühren und City-Maut

Der Deutsche Städtetag macht sich für eine Verteuerung des Anwohnerparkens stark. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte der „Saarbrücker Zeitung“: „Ein Bewohnerparkausweis für ein Jahr darf heute nicht mehr als 30 Euro kosten. Das deckt oft noch nicht einmal den Verwaltungsaufwand der Städte für Schilder und die Ausweise.“ Öffentlicher Raum sei knapp, er habe seinen Wert. „Die Städte müssen dem einen Preis geben können. Hier sollte ein Rahmen von 20 bis 200 Euro möglich sein“, so Dedy. Die Kommunen müssten zudem die Möglichkeit erhalten, eine „City-Maut“ einzuführen. „Der Städtetag will keine bundesweiten neuen Abgaben. Aber eine Stadt, die eine City-Maut erheben will, soll das machen können“, betonte Dedy. okk

Dr. Olaf Konstantin Krueger

• Hier geht’s zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 18. Dezember 2019.

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