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Spannend plaudert Kröll in schönstem, den Ohren schmeichelndem Oberbairisch über Geheimnisse, Mythen und Aberglauben im Freistaat.

Stefan Krölls mutiges Kabarett

08.01.2018

Nachdem das Gastspiel von Stefan Kröll im Rahmen des Kulturherbstes 2017 wegen eines Todesfalls in dessen Familie verschoben werden mussten, findet es am Wochenende Samstag und Sonntag, 20. und 21. Januar, im KuS Feldkirchen-Westerham statt.

Denkt man an Bayern, dann gern an einen weißblauen Himmel, an grasgrüne Weiden vor Alpenpanorama oder glitzernde Seen. Der eine oder andere auch an schillernde Könige und Reichtum! Die wenigsten denken an eine „Gruam“. Düster, muffig, geheimnisvoll.

Man könnte auch sagen: der Mist, der durchs Gitter fällt, das was gern verdrängt oder gar totgeschwiegen wird, was nur in Sagen, Mythen oder in geheimen Verschwörungstheorien überlebt. Dabei übt doch gerade das Abgründige so eine große Faszination aus.

Auch auf Stefan Kröll, den seit ein paar Jahren so erfolgreichen oberbayerischen Kabarettisten und gleichzeitig vielleicht interessantesten Erzähler in Sachen Bayerische Geschichte. Mutig hat er sich an den Rand verbotener Abgründe gestellt, einen Blick in tiefe Keller oder hinter aufpolierte Kulissen gewagt, auch mal mit dem Vergrößerungsglas in der Hand. Spannend plaudert Kröll in schönstem, den Ohren schmeichelndem Oberbairisch über Geheimnisse, Mythen und Aberglauben im Freistaat. Schnell hängt ihm das Publikum an den Lippen, um unvermutet aus der heilen Welt heraus in eine „waxe Gschicht“ von anno dazumal oder in eine verruchte Anekdote katapultiert zu werden.

Aber keine Angst: Stefan Kröll bringt das Publikum immer wieder heil ins „Hier und Jetzt“ zurück und schlägt dabei so ungewohnte wie spannende Brücken. So treffen Hexenverbrennungen und die BILD - Zeitung ebenso aufeinander wie Schillers „Räuber“ und er "Boarisch Hiasl".

Nie anklagend trotzig oder unter der Gürtellinie provozierend, sondern immer charmant witzig und saukomisch wirft Kröll gewohnte Denkmuster über den Haufen, öffnet die Sicht auf neue Perspektiven und lässt dabei der Faszination an Abgründen oder der Gier nach geheimem Wissen viel Raum. Bemerkenswert, wie verblüffend aktuell manch historische Anekdote ist und wie tief der Aberglaube noch immer in der Gesellschaft verankert zu sein scheint.

Das erste Gastspiel am Samstag, 20. Januar ist bereits seit langem komplett ausverkauft. Einlass ist um 19 Uhr, die Show beginnt um 20 Uhr. Für das zweite Gastspiel am Folgeabend, Sonntag, 21. Januar, um 18 Uhr (Einlass 17 Uhr) gibt es noch Tickets im Vorverkauf bei allen München-Ticket-VVK-Stellen sowie bei der VHS und beim Buch&Café in Feldkirchen-Westerham.

Weitere Infos & Ticketversand direkt beim Veranstalter unter Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.mta-online.de und 0173/1501239. Restkarten (falls vorhanden) an der Abendkasse.

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