++ SeeKuh ++ Findelfuchs ++ Kaminöfen ++ Ozon ++ Stress ++ Schleusung ++
Foto: 123rf.de
Prospekt-Box Blickpunkt

++ SeeKuh ++ Findelfuchs ++ Kaminöfen ++ Ozon ++ Stress ++ Schleusung ++

Bayern- & Deutschlandnews zum 8. Mai 2019!

SeeKuh bekommt Nachwuchs

Die gemeinnützige Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V. (OEOO) aus München und Kiel, die seit über acht Jahren an der Umsetzung ihres Konzepts einer “Maritimen Müllabfuhr” zur Sammlung von Plastikmüll aus den Meeren arbeitet, baut ihr zweites Müllsammelschiff für den maritimen Einsatz. 2016 wurde die erste SeeKuh, ein speziell konzipierter Katamaran mit 10 x 12 Metern und Sammelnetzen zwischen den beiden Rümpfen, in Dienst gestellt. Sie ist das erste zertifizierte Müllsammelschiff weltweit, dient daneben aber auch der Forschung zu Mikroplastik sowie der Aufklärung. Inzwischen wurde das Sammelkonzept der SeeKuh 1.0 weiterentwickelt, so dass der Verein nun ein neues Schiff bauen wird, das vor allem für die weltweite Sammlung von Plastikmüll in Mündungsgebieten und an Küsten vorgesehen ist. Die Fertigstellung des Spezialschiffs, das wieder von der Lübeck Yacht Trave Schiff GmbH gebaut und aus Spenden und Sponsorengeldern finanziert werden soll, ist für 2020 geplant.

Findelfuchs gerettet

Einen nicht ganz alltäglichen Einsatz hatten die Beamten der Polizeiinspektion Brannenburg letzten Samstagabend. Zwei Bergwanderer gaben in der PI an, auf ihrem Weg von der Mitteralm abwärts in Richtung Ortsmitte Brannenburg ein ganz junges Tierbaby aus einem Bachlauf gerettet zu haben. Das Tier wurde vermutlich von seinem Rudel getrennt und wäre wohl ohne ihr Zutun ertrunken. Die Finder vermuteten, es handele sich um einen Wolf. Nachdem die Polizeibeamten das Mini-Fellknäuel begutachteten, konnte man die Ähnlichkeit zu einem Wolf/Hund tatsächlich nicht abstreiten, weswegen ein Jagdpächter zur Gattungsbestimmung hinzugezogen wurde. Dieser konnte „Entwarnung“ geben und bestimmte das Tier als Fuchsjunges. Obwohl sich die Finder und nicht minder der aufnehmende Wachbeamte sogleich in das pelzige Findelkind „verliebten“, wurde es von seinen „Neueltern“ zur weiteren Versorgung ins Tierheim Rosenheim gebracht.

Brexit: Nachteile für Versicherte

Britische Lebensversicherer haben schon reagiert. Unternehmen wie Standard Life, Aviva Life & Pensions, The Royal und Clerical Medical planen ihren Umzug nach Irland oder Luxemburg. Einige haben das Geschäft bereits auf ihre Tochterunternehmen übertragen. „Das hat viele Verbraucher, die bei einem britischen Anbieter abgeschlossen haben, verunsichert. Es hat aber keine negativen Auswirkungen auf die Leistungen oder Rechte der betroffenen Verträge“, sagt Susanne Götz von der Verbraucherzentrale Bayern. Doch ein Nachteil ist nicht von der Hand zu weisen: „Mit der Übertragung der Verträge wird der Insolvenzschutz schwächer“, weiß die Finanzjuristin. Nach dem Auszug aus Großbritannien greift die britische Sicherungseinrichtung FSCS nicht mehr. Sie springt wie die deutsche Protektor Auffanggesellschaft ein, wenn ein Versicherungsunternehmen insolvent ist. Auch in Irland und Luxemburg unterstehen die Versicherungsgesellschaften einer staatlichen Aufsicht. Verbraucher sollten die aktuelle Situation trotzdem zum Anlass nehmen, ihre Verträge auf den Prüfstand zu stellen. Wichtig zu wissen: Ein Sonderkündigungsrecht steht Versicherten in dieser Lage nicht zu. Bei Fragen zu Lebensversicherungsverträgen hilft die Verbraucherzentrale Bayern weiter. Ein Beratungstermin kann vereinbart werden online auf www.verbraucherzentrale-bayern.de oder telefonisch unter (089) 55 27 94-131.

Weniger Kaminöfen verkauft

Die Anzahl der verkauften Feuerstätten in Deutschland ist im Jahr 2018 auf 300.000 Geräte und damit um rund fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Insbesondere der Absatz von Kamin- und Dauerbrandöfen ging um etwa 12.000 Stück zurück. Positiv hat sich hingegen der Absatz von mit Holzpellets betriebenen Feuerstätten sowie von Einbaugeräten, sogenannten Heiz- und Kamineinsätzen, entwickelt. Diese Absatzzahlen nannte jetzt der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V., der die Gerätehersteller vertritt. Insgesamt liegt die Anzahl der Feuerstätten, die in deutschen Haushalten für behagliche Wärme sorgen, seit vielen Jahren stabil bei rund 11,5 Millionen. Ein Großteil der verkauften Geräte dient somit der Modernisierung des Anlagenbestandes.

Vorsicht bei eScootern

E-Scooter stehen kurz vor der Straßenzulassung. Gut möglich, dass einige Modelle, die derzeit im Handel erhältlich sind, gar nicht auf Straße oder Gehweg dürfen. Denn dafür müssen die E-Flitzer Vorgaben aus der Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge erfüllen. Deshalb sollten Verbraucher laut der HUK-COBURG Versicherungsgruppe noch mit dem Kauf eines E-Scooters warten. Für Käufer lässt sich dann am Typenschild leicht erkennen, ob ein E-Scooter öffentlich genutzt werden darf.

Ozon-Infos wieder online

Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) veröffentlicht seit dem 2. Mai wieder täglich Ozonberichte online, die neben den Ozonwerten und Ozonkarten eine Ozonprognose für den Folgetag liefern. Empfindliche Personen sollten sich, wenn der Informationswert von 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft überschritten wird, schonen und Anstrengungen im Freien vermeiden. „Trotz des heißen Sommers war das Jahr 2018 beim Ozon unproblematisch“, bilanziert Claus Kumutat, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Umwelt. „Der Informationswert wurde 2018 nur dreimal überschritten.“ Die Alarmschwelle, die bei Ozon bei 240 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft liegt, wurde in Bayern letztmalig im Jahrhundertsommer 2003 erreicht. Informationen über Ozon sind auch über die „umweltinfo“-App des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz mobil verfügbar. Derzeit liegen keine erhöhten Werte vor.

Stress in der Arbeit

Laut einer repräsentativen Umfrage von LinkedIn, durchgeführt vom unabhängigen Marktforschungsinstitut YouGov, spüren vier von fünf deutschen Arbeitnehmern (82 Prozent) die Folgen von Stress am Arbeitsplatz. Die häufigsten Auswirkungen sind Anspannung (57 Prozent), Unruhe (44 Prozent) und Schlafstörungen (40 Prozent). Obwohl sich diese Faktoren signifikant auf die psychische Gesundheit der Mitarbeiter auswirken können, berichten viele der Befragten einen Mangel an Präventionsmaßnahmen: 40 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Arbeitgeber keinerlei Präventionsmaßnahmen bieten. Oftmals wird das Thema sogar tabuisiert. Die Umfrage offenbart überdies ein strukturelles Problem: Frauen sind häufiger von negativen Auswirkungen der Arbeit betroffen als Männer.

Kinder nach Schleusung ausgesetzt

Die Rosenheimer Bundespolizei ermittelt gegen unbekannte Schleuser, die in der Nacht zum 2. Mai sieben Personen ohne die erforderlichen Dokumente von Italien nach Deutschland gebracht haben. Drei Kinder, zwei, sieben und elf Jahre alt, waren an einer Tankstelle bei Klais (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) abgesetzt und sich selbst überlassen worden. Im Ortsgebiet Garmisch-Partenkirchen kontrollierte die örtliche Polizei die Insassen eines Autos mit deutschen Kennzeichen. Der 42-jährige Fahrer legte einen deutschen Ausweis vor. Die weiteren vier Insassen, ein Mann, eine Frau und zwei Kinder hatten türkische Ausweise dabei. Bei der Kontrolle der Papiere stellten die Beamten fest, dass drei Kinderausweise ausgehändigt worden waren, die nicht zugeordnet werden konnten. Laut Aussage des Fahrzeugführers wollte er die drei Minderjährigen abholen, doch sie waren nicht zum Treffpunkt gebracht worden. Eine Polizeistreife entdeckte die Kinder schließlich an einer Tankstelle nahe Klais und nahm sie in Gewahrsam. Alle acht Personen wurden nach Rosenheim gebracht, wo die für Schleusungsfälle zuständige Bundespolizei die Ermittlungen übernahm. Danach wurden die Migranten einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet.

Jugend zuversichtlich

Die QVC-Zukunftsstudie „Living 2038: Wie lebt Deutschland übermorgen?“ kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis: Keine Altersgruppe schaut so optimistisch in die Zukunft wie die Elf- bis 17-Jährigen. 30 Prozent sagen, das Leben werde in 20 Jahren genauso schön sein wie heute. Mehr als jeder Fünfte erwartet sogar, dass es noch besser wird. Bemühen sie sich deshalb so sehr um ihr zukünftiges Leben? Von der QVC Studie lassen sich folgende vier Thesen ableiten: 1. Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit setzen sich durch. 2. Wir sind alle eins: Die Gemeinschaft zählt. 3. Freundschaften bleiben wichtig – trotz oder gerade dank sozialer Medien. 4. Makellosigkeit ist out. Die QVC-Studie zeigt, dass die Gemeinschaft immer stärker in den Vordergrund rückt.

Vergesellschaftung unzulässig

Der Berliner Verfassungsrechtler Helge Sodan hält die Vergesellschaftung von Großbetrieben wie BMW oder Deutsche Wohnen für nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. „Unzulässigen Sozialisierungsbestrebungen kann durch die in der rechtswissenschaftlichen Literatur vertretene restriktive Auslegung des Artikel 15 begegnet werden: Diese betrifft die Anforderungen an die Anerkennung als sozialisierungsfähige Güter ebenso wie die konsequente Anwendung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit“, schrieb der Professor für Staats- und Verwaltungsrecht an der FU Berlin in einem Gastbeitrag für den „Tagesspiegel“.

Kühnert-Debatte schadet der SPD

Die Enteignungsvorstellungen des Jungsozialisten Kevin Kühnert schaden den Sozialdemokraten. Im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer verliert die SPD zwei Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche und kommt auf 15 Prozent. Union und Grüne hätten momentan mit zusammen 49 Prozent eine sichere regierungsfähige Mehrheit. Wenn aktuell der Bundestag neu gewählt würde, ergäbe sich folgende Stimmverteilung: CDU/CSU 29 Prozent (Bundestagswahl 32,9 Prozent), SPD 15 Prozent (20,5), FDP 8 Prozent (10,7), Grüne 20 Prozent (8,9), Linke 9 Prozent (9,2), AfD 13 Prozent (12,6). Sechs Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2). 23 Prozent aller Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden nicht wählen (Nichtwähler 2017: 23,8 Prozent).

U18-Europawahl vor neuem Rekord

Die U18-Europawahl am 17. Mai steuert auf einen neuen Rekord zu. Aktuell sind bereits mehr als 1.000 Wahllokale registriert – in Jugendtreffs, auf Spielplätzen, in Feuerwachen, Bibliotheken, Gemeindehäusern oder Schulen. Zur Europawahl 2019 liegt die Zahl damit mehr als doppelt so hoch im Vergleich zur Wahl 2014. Damals konnten Kinder und Jugendliche lediglich in 410 Wahllokalen ihre Stimme abgeben.

EU-Wahl: Wählen per Brief

Wer bei der Europawahl 2019 seine Stimme per Briefwahl abgeben möchte, muss bei seiner Gemeinde schriftlich oder mündlich – allerdings nicht telefonisch – einen Antrag auf Erteilung eines Wahlscheins stellen. Der Antrag kann auch über das gegebenenfalls vorgehaltene Online-Formular im Internet-Angebot der Gemeindebehörde gestellt werden. Sofern sich ein entsprechender QR-Code auf der Wahlbenachrichtigung befindet, kann dieser zur Antragstellung genutzt werden. Wer den Antrag für einen anderen stellt, muss eine entsprechende schriftliche Vollmacht vorlegen. Ein Vordruck für den Antrag befindet sich auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung, die alle im Wählerverzeichnis eingetragenen Wahlberechtigten bis spätestens zum 5. Mai erhalten haben sollten. Wahlschein und Briefwahlunterlagen können bis zum Freitag vor der Wahl, das heißt bis zum 24. Mai 2019 bis 18:00 Uhr beantragt werden, in besonderen Ausnahmefällen (zum Beispiel bei nachgewiesener kurzfristiger Erkrankung) auch noch bis zum Wahltag, dem 26. Mai 2019 bis 15:00 Uhr. Wer seinen Antrag im Wahlamt abgibt, erhält die Briefwahlunterlagen sofort und kann noch im Wahlamt seine Stimme abgeben. okk

Dr. Olaf Konstantin Krueger

• Hier geht’s zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 10. April 2019..

Aktuelle Ausgaben

Rosenheim

Rosenheim KW 33

Wasserburg

Wasserburg KW 33

Inntal

Inntal KW 33

Mangfalltal

Mangfalltal KW 33

Inn-Salzach

Inn-Salzach KW 33

Freizeit spezial

Freizeit spezial