++ Sozialhilfe ++ Schwarzarbeit ++ Waldstrategie ++ Berater ++ Wohnungsnot ++ Gesundheit ++
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++ Sozialhilfe ++ Schwarzarbeit ++ Waldstrategie ++ Berater ++ Wohnungsnot ++ Gesundheit ++

Bayern- & Deutschlandnews zum 24. Juli 2019!

Sozialhilfeausgaben erneut gestiegen

Die Sozialhilfeausgaben in Bayern sind 2018 erneut gestiegen. Die Bruttoausgaben für Leistungen nach dem 3. und 5. bis 9. Kapitel des SGB XII beliefen sich im Jahr 2018 in Bayern auf 4,2 Milliarden Euro. Nach Abzug der Einnahmen (607 Millionen Euro) verblieben Nettoausgaben in Höhe von 3,6 Milliarden Euro. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, war die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen auch 2018 – mit Nettoausgaben in Höhe von mehr als 2,7 Milliarden Euro – die größte Einzelposition. Die nachrichtlich zur Verfügung gestellten Nettoausgaben des Bundes für Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung für Bayern beliefen sich auf 782 Millionen Euro.

Verständnis für Schwarzarbeit

90 Prozent der deutschen Haushalte mit einer Reinigungskraft lassen ihre Wohnung schwarz putzen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen, repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL Aktuell. Zwei Drittel der Bundesbürger (65 Prozent) haben Verständnis dafür, wenn eine Privatperson jemanden ohne Rechnung beschäftig, etwa Reinigungshilfen, Gärtner oder Handwerker. Dies gilt insbesondere für die unter 45-Jährigen (30- bis 44- Jährige: 72 Prozent; 14- bis 29-Jährige 74 Prozent) und für Befragte mit Kindern im Haushalt (71 Prozent). 58 Prozent der Deutschen geben an, dass sie in ihrem Verwandten- oder Freundeskreis Personen kennen, die schon einmal jemanden ohne Rechnung beschäftigt haben. Dies trifft auf die unter 30-Jährigen (68 Prozent) noch häufiger als auf die Älteren (45- bis 59-Jährige: 55 Prozent; 60 Jahre und älter: 56 Prozent) zu. 22 Prozent der Befragten haben nach eigenen Angaben selbst schon einmal für Haushalt, Garten, Umbauarbeiten, Kinderbetreuung o.ä. schwarz Hilfe in Anspruch genommen. Überdurchschnittlich häufig geben dies die über 60-Jährigen (30 Prozent) und mit 29 Prozent Befragte mit einem höheren Haushaltsnettoeinkommen (3000 Euro und mehr) an. 12 Prozent der Bundesbürger haben selbst schon einmal schwarz solche Arbeiten durchgeführt. Jüngere Befragte (14- bis 29-Jährige) geben mit 30 Prozent deutlich häufiger als der Durchschnitt an, selbst schon einmal schwarz Hilfe geleistet zu haben.

Wasserburgerin bei WM

Vom 20. bis 28. Juli finden die Spiele der U19-Weltmeisterschaft der Damen in Bangkok, Thailand, statt. Insgesamt kämpfen 16 Teams um den Titel. Zur deutschen U19-Auswahl gehört die Wasserburgerin Leonie Fiebich.

„Waldstrategie“ gefordert

Zu trocken, zu warm, zu viele Schädlinge: Ein Großteil der bayerischen Nadelbäume ist nach Einschätzung der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) akut bedroht – mit massiven Folgen für die Forstwirtschaft in der Region. „Nach dem Hitze-Jahr 2018 fehlt auch in diesem Sommer bislang der nötige Regen. Gerade heimische Fichten leiden unter ,Dürre-Stress‘. Die Bäume sind Schädlingen wie dem Borkenkäfer fast schutzlos ausgeliefert“, sagt der Bezirksvorsitzende der Forst-Gewerkschaft in Oberbayern, Michael Müller. Die aktuelle Lage sei dabei erst der Anfang. „Der heimische Wald bekommt den Klimawandel längst zu spüren. Bei Fichten, Kiefern und Tannen geht es langfristig ums Überleben“, warnt Müller. Wichtig sei jetzt eine neue „Waldstrategie“, um den Forst vor dem Klimawandel zu schützen. „Wir brauchen eine breite Aufforstung mit den Baumarten, die vor Ort gedeihen. Dabei müssen private Waldbesitzer und staatliche Forsten noch stärker als bisher auf Mischwälder setzen. Eine Fichte, die neben Buchen und Eichen steht, kommt besser mit Schädlingen zurecht“, so die Gewerkschaft.

Berater in der Bundesverwaltung

Nach einer Umfrage des Finanzressorts, über deren Ergebnisse die Deutsche Presseagentur am 23. Juli berichtete, haben die Bundesministerien im ersten Halbjahr 2018 mindestens 178 Millionen Euro für externe Berater ausgegeben. Spitzenreiter sind dabei das Innenministerium mit 78,7 Millionen Euro und das Verkehrsministerium mit 47,7 Millionen Euro. 2014 lagen die Ausgaben des Bundes für Berater noch bei 63 Millionen Euro. Seitdem sind die Beträge jedes Jahr gestiegen. „Es ist nicht akzeptabel, dass sich der Staat für 180 Millionen Euro externen Sachverstand einkauft, anstatt auf die ausgewiesene Kompetenz der Kolleginnen und Kollegen in den Ministerien und Behörden zurückzugreifen“, meint der dbb-Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach.

DUH kritisiert Rechtsverstöße

Tests der Deutschen Umwelthilfe zur Umsetzung der Rücknahmepflicht von Elektroaltgeräten im Handel ergaben Gesetzesverstöße bei 25 der untersuchten 55 Märkte. Jeder zweite Händler verstieß gegen Hinweispflichten. 15 Händler verweigerten die Rücknahme von Elektroaltgeräten. Die Nichtumsetzung gesetzlicher Pflichten sei mitverantwortlich, dass mehr als die Hälfte des Elektroschrotts illegal entsorgt wird. Die DUH will gegen festgestellte Verstöße des Handels rechtlich vorgehen und die bisher untätigen Marktüberwachungsbehörden der Länder informieren. Die Bundesländer müssten endlich Rechtsverstöße im Handel kontrollieren und Bußgelder gegen Rechtsbrecher verhängen.

Neugierde für Nachbars Laptop

Geschäftsreisende sind neugierig auf die Daten anderer und leichtsinnig im Umgang mit ihren eigenen Daten. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage von AirPlus International hervor, einem führenden Anbieter von Paymentlösungen für Geschäftsreisen. Während mehr als 90 Prozent der Business Traveller mehr oder weniger ungeniert auf den Laptop ihrer Sitznachbarn schielen, versucht sich nur etwas mehr als ein Drittel von ihnen dauerhaft mit Hilfe eines Blickschutzfilters vor den neugierigen Blicken zu schützen. Bei Bahnreisen verbringen immerhin 52 Prozent die Reisezeit mit Arbeiten am Laptop. Im Flugzeug sind es sogar 55 Prozent. Da wundert es nicht, dass die Nähe zum Nachbarn zum Spicken verführt: „Ich bin neugierig, woran Leute arbeiten“, gibt fast ein Drittel (31 Prozent) ganz offen zu. Weitere 59 Prozent schielen „eher unabsichtlich“ auf die Arbeit des Sitznachbarn. Nur ein Zehntel achtet nach eigener Aussage die Privatsphäre seiner Mitreisenden. Gerade einmal 9,4 Prozent der Befragten gaben an, nie auf den Laptop ihres Nachbarn zu schauen.

Baunormen Ursache von Wohnungsnot

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund sieht das knappe Personal in Bauämtern sowie zu viele und zu strenge Vorschriften als eine Ursache des Verzugs beim Wohnungsbau. „Der Abbau überflüssiger Standards und der rund 20.000 Baunormen ist dringend erforderlich“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Auch sei die Aufstockung des Fachpersonals in den ausgedünnten Baubehörden der Kommunen ein „wichtiger Schritt“, um schnell bezahlbare Wohnungen zu schaffen. „Nicht weiter lange reden, sondern schnell handeln“, forderte der kommunale Verband angesichts eines Fehlbedarfs von derzeit etwa 100.000 bezahlbaren Wohnungen pro Jahr.

Top 20-Reiseziele

Die Travel-Plattform ab-in-den-urlaub.de wollte wissen, wo die in Bayern Lebenden in diesem Jahr ihren Urlaub verbringen und hat die gebuchten Reisen ausgewertet. Dabei ganz oben auf der Liste: die Türkei, Spanien, Griechenland und Ägypten. Für 17,2 Prozent der Reisenden geht es an die Türkische Riviera. Es folgt mit einigem Abstand auf dem zweiten Platz ein absoluter Klassiker: Mallorca mit 7,8 Prozent. Danach reiht sich Hurghada in Ägypten mit 6,8 Prozent ein. Neben einer besonderen Vorliebe für Griechenland mit Kreta (3,9 Prozent), Rhodos (2,3 Prozent), Korfu (1,2 Prozent) und Kos (1,2 Prozent) genießen die Bayern das Dolce Vita, bevorzugt in Norditalien (3,8 Prozent). Als Fernreiseziel ist Punta Cana in der Dominikanischen Republik (1,9 Prozent) begehrt. Weitere gefragte Urlaubsländer sind Bulgarien, Tunesien und Malta.

Zufrieden mit der Gesundheit

Bayern, Franken, Schwaben und Badener – die Bewohner der beiden südlichen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg bewerten sowohl die Gesundheitsversorgung am Wohnort als auch die allgemeine Lebenszufriedenheit mit am höchsten. Zu diesem Resultat kommt eine repräsentative Meinungsumfrage des Gesundheitsmonitors des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH) unter 2.000 Bundesbürgern. Konkret: Zwei von drei Bürger Bayerns beurteilen die Gesundheitsversorgung an ihrem Wohnort mit den Schulnoten „sehr gut“ oder „gut“ – und machen ihr Bundesland damit zum Spitzenreiter. In Baden-Württemberg sind es sechs von zehn (61 Prozent). Umgekehrt ist es bei der Gesamtzufriedenheit mit dem Leben: Zwei von drei Menschen in Baden-Württemberg (65 Prozent) bewerten sie auf einer Skala von 1 bis 7 (wobei „1“ für sehr zufrieden und 7 für „sehr unzufrieden“ steht) mit 1 oder 2, das ist spitze. In Bayern trifft das immerhin auf sechs von zehn Bürger zu (61 Prozent), was Platz zwei bedeutet.

Dr. Olaf Konstantin Krueger

• Hier geht’s zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 17. Juli 2019.

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