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Foto: Starbulls

7:2 gegen Weiden: Starbulls drehen im Schlussdrittel auf

19.12.2017

Die Starbulls Rosenheim haben das Heimspiel gegen die Blue Devils Weiden am 22. Spieltag der Eishockey-Oberliga Süd mit 7:2 klar für sich entschieden.

Vor 1.796 Zuschauern im emilo-Stadion zeigten sich die Grün-Weißen gut erholt von den beiden Niederlagen des Vorwochenendes, ließen sich auch von einem frühen Rückstand nicht schocken und drehten die Partie noch vor der ersten Pause. Nach einem torlosen Mitteldrittel münzte die Mannschaft von Manuel Kofler im Schlussabschnitt ihre deutliche Überlegenheit dann in fünf weitere Tore um.

Nach wie vor ersatzgeschwächt, aber immerhin wieder mit Topscorer Michael Fröhlich traten die Starbulls gegen die Blue Devils Weiden an. Der Gegner, den die Grün-Weißen vor zwei Wochen auswärts mit 6:2 besiegten, kam mit der Empfehlung zweier deutlicher Siege am vergangenen Wochenende an die Mangfall und schlug schon nach knapp zwei Minuten eiskalt zu. Verteidiger Adam Schusser erkannte die Lücke in der Rosenheimer Deckung und spielte einen idealen Pass aus der eigenen Verteidigungszone, Marcel Waldowski nahm auf uns vollstrecke frei vor Starbulls-Torwart Luca Endres zum 0:1. Doch die Führung währte nur 16 Sekunden, denn Maximilian Vollmayer fasste sich ein Herz, startete einen Alleingang über die rechte Seite und tunnelte Gästekeeper Johannes Wiedemann zum 1:1 (3.).

Danach hatte Weiden einige Spielmomente Oberwasser, und Torwart Luca Endres war einige Male gefordert. Er entschärfte Abschlüsse von Tom Pauker und Petr Heider und verhinderte auch gegen den aus spitzem Winkel abstaubenden Josef Straka die erneute Gästeführung. Eine weitere Einzelleistung leitete dann die Führung der Hausherren ein. Diesmal war es Michael Fröhlich, der sich durch die Gästeabwehr spielte und so vehement nachsetzte, dass Sturmpartner Jussi Nättinen die Scheibe nur noch ins leere Tor heben musste – 2:1 (14.). Ab diesem Zeitpunkt gehörte das Spiel eindeutig den Starbulls. Petri Lammassaari, der an der Latte scheiterte (16.) und dann Vollmayer und Daniel Bucheli im Nachstochern hätten für die Gastgeber noch vor der ersten Pause erhöhen können.

Im zweiten Spielabschnitt schnürten die Grün-Weißen ihren Gegner aus der Oberpfalz phasenweise in dessen Zone ein, schossen häufig, ließen kaum noch einen Gegenangriff zu. Allein ein Tor gelang dem Kofler-Team nicht, weil Weidens Torwart Johannes Wiedemann fehlerfrei agierte und Glück hatte, dass der Pfosten rettete, als er bei einem Schuss von Thomas Reichel eigentlich schon geschlagen war (35.).

Fast mit einer Kopie des zweiten Rosenheimer Tores begann der Schlussabschnitt. Erneut tankte sich Fröhlich mit Nachdruck und Scheibensicherheit von der Seite vor das Gästetor und diesmal war es Lammassari, der nur noch einzuschieben brauchte – 3:1 (42.). Zwar konnten die Gäste mit einer ihrer wenigen Chancen noch einmal auf 3:2 verkürzen – Martin Heinisch staubte nach Zuspiel von Straka aus kurzer Distanz ab – doch dann holten die Starbulls das nach, was sie im Mitteldrittel versäumten: Sie verwerteten nun ihre Torchancen. Zunächst staubte Verteidiger Manuel Neumann in Überzahl abgeklärt zum 4:2 ab (53.), dann erhöhte Vollmayer bei angezeigter Strafe auf 5:2. Sein satter Schlagschuss von der blauen Linie schlug unhaltbar im Kreuzeck ein (54.). Noch in der gleichen Spielminute und erneut bei angezeigter Strafe erhöhte Daniel Bucheli nach einem tollen Spielzug mit finalem Querpass von Michael Baindl aus dem rechten Endanspielkreis auf 6:2.

Weiden hatte den befreit aufspielenden Gastgebern jetzt überhaupt nichts mehr entgegen zu setzen. Dominik Daxlberger, Vollmayer, Bucheli und Nättinen hatten gute Chancen auf weitere Rosenheimer Tore. Für den Schlusspunkt zum 7:2 sorgte schließlich Michael Fröhlich mit einem verdeckten Hangelenkschuss aus der Halbdistanz, der halbhoch im langen Eck einschlug (58.).


Die Trainerstimmen:
Milan Mazanec (Weiden): „Gratulation an Rosenheim zum Sieg, der allerdings aus meiner Sicht zu hoch ausgefallen ist. Wir haben 50 Minuten gegen ein läuferisch starkes Team gut dagegen gehalten. Das Rosenheimer Überzahltor zum 4:2 war dann der Knackpunkt. Und die Strafzeit in dieser Situation muss man auch nicht geben. Auf alle Fälle können wir mit unser heutigen Leistung zuversichtlich in das wichtige Spiel am Sonntag gegen Lindau gehen.“

Manuel Kofler (Rosenheim): „Das war eine wirklich gute Leistung meiner Mannschaft nach einer sehr schwierigen Trainingswoche. Einige Spieler sind quasi aus dem Krankenbett auf das Eis. Wir haben bis kurz vor dem Spiel nicht gewusst, wer das Tor hüten wird. Luca Endres hat das dann sehr gut gemacht. Das Spiel heute hat gezeigt, dass es gut ist, Ruhe zu bewahren und positiv zu bleiben.“


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