++ Tierhaltung ++ Jugendarbeit ++ Leukämie ++ Geflüchtete ++ Zahnärzte ++ Grundsicherung ++ Sex ++
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++ Tierhaltung ++ Jugendarbeit ++ Leukämie ++ Geflüchtete ++ Zahnärzte ++ Grundsicherung ++ Sex ++

Bayern- & Deutschlandnews zum 25. März 2020!

Tierhaltung in der Coronakrise

In Zeiten der Corona-Pandemie sind einige Tierhalter unsicher, wie sie mit ihren Heimtieren umgehen sollen: „Es gibt aus wissenschaftlicher Sicht bislang keinen Grund, Heimtiere aus Angst vor Ansteckung auszusetzen oder ins Tierheim abzugeben“, sagt Dr. Stefan Hetz, Biologe und Fachreferent Heimtiere beim Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e. V. (ZZF). Derzeit gebe es keine Hinweise darauf, dass Hunde oder Katzen Menschen mit dem CoV-2-Erreger anstecken können oder eine Rolle bei der Verbreitung des neuen Corona-Virus spielen. Es gebe auch keinen wissenschaftlichen Beleg für eine Infektion von Heimtieren mit dem CoV-2-Erreger durch infizierte Menschen. Selbst infizierte Tierhalter müssen ihre Heimtiere nicht zwangsläufig ins Tierheim geben. Die sozialen Tiere aus ihrem vertrauten Umfeld zu reißen, sei unverhältnismäßig, konstatiert Hetz. Wer ein Ansteckungsrisiko befürchte, sollte Hygieneregeln beachten: „Es reicht, vor dem Kontakt mit dem Tier die Hände gründlich zum Beispiel mit Seife oder Spülmittel zu waschen, den Hund nicht zu küssen oder zu umarmen“, so der Biologe.

Kirchliche Jugendarbeit online

Nicht nur die Erwachsenen trifft Corona: Neben Schulschließungen steht das Freizeitleben der vielen Kinder und Jugendlichen in der Region still. Auch alle Veranstaltungen und Gruppenstunden der katholischen Jugendverbände und Pfarreien sind momentan abgesagt. Die katholischen Diözese Rottenburg Stuttgart bietet daher ein Online-Ersatzangebot. Auf der Plattform wir-sind-da.online finden Kinder, Jugendliche und Familien kreative Do-it-Yourself Ideen, Spieletipps und Tipps um mit seinen Freunden online in Kontakt zu bleiben. Und bei Bedarf lassen sich auch Kontakte zu Jugendsellsorgerinnen und Jugendseelsorgern auf dieser Website finden.

Leukämiepatienten brauchen Spender

Die Stammzellspende ist oftmals die einzige Überlebenschance für Leukämiepatienten. Doch in Zeiten von Corona wird die Suche nach einem passenden Stammzellspender zunehmend schwerer und gleichzeitig dringender. Zum Schutz der Bevölkerung vor COVID-19 fallen werden Typisierungsaktionen auf unbestimmte Zeit verschoben oder fallen sogar ganz aus, schwer erkrankte Leukämiepatienten warten dennoch weiter mit Zeitdruck auf ihren passenden Stammzellspender – die Situation ist brisant. Die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) formuliert daher die nachdrückliche Bitte, in ungewohnten Zeiten wie diesen solidarisch zusammen zu stehen. „Lasst euch bitte noch heute online registrieren, so könnt ihr Leben retten!“, appelliert Stiftungsvorstand Dr. med. Hans Knabe an alle Gesunden zwischen 17 und 45 Jahren. Die Stiftung AKB verweist auf ihre Website akb.de, wo die Registrierung ganz einfach von zu Hause aus durchgeführt werden kann.

Aufnahme von Geflüchteten

Angesichts der weltweit rasanten Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus fordert der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich-Bedford-Strohm, eine umgehende Aufnahme von geflüchteten Kindern aus Lagern auf den griechischen Inseln. „Den Schutzsuchenden in den Flüchtlingslagern droht eine Katastrophe, sobald die Erkrankung Covid 19 dort ausbricht. Sie müssen sofort an einen sicheren Ort gebracht werden.“ Dass es entscheidend ist, umgehend zu handeln, betont auch der Bevollmächtigte des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, Prälat Martin Dutzmann. „Die Zusage, 1.500 Kinder und ihre Familien von den Inseln zu holen, muss jetzt unverzüglich umgesetzt werden, auch wenn wir es lieber gesehen hätten, dass mehr europäische Staaten mehr Menschen aufnehmen.“

Einnahmeausfälle bei Zahnärzten

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) fordert die Bundesregierung auf, auch Zahnärzte bei finanziellen Hilfen im Gesundheitsbereich gleichermaßen zu bedenken. Dies könne nicht nur Aufgabe der Solidargemeinschaft der gesetzlichen Versicherten sein. So wie die medizinische Versorgung allen offen stehe, müssten auch finanzielle Hilfen durch alle getragen werden – dies gelte besonders im Falle der Zahnärzteschaft, deren Einnahmen wesentlich auf privaten Leistungen beruhten. Private und gesetzliche Einnahmen fielen in der Corona-Krise in dramatischem Ausmaß weg. Das stelle viele Praxen vor existenzielle Probleme.

Grundsicherung vorübergehend erleichtert

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) informiert auf ihrer Website unter arbeitsagentur.de/corona-grundsicherung über neue Regeln zur Grundsicherung und bietet den Download der erforderlichen Anträge. In diesen Tagen wird außerdem für alle Fragen eine Sonder-Hotline für Selbstständige, Freiberufler und andere Betroffene geschaltet. Die Nummer steht dann ebenfalls auf der Website. Hintergrund: Der Gesetzgeber plant, das Antragsverfahren befristet zu vereinfachen. Die neuen Regeln sollen voraussichtlich in den nächsten Wochen in Kraft treten. Nach aktuellem, vorläufigen Stand des Gesetzgebungsverfahrens, soll für einen Zeitraum von sechs Monaten unter anderem in der Regel darauf verzichtet werden, das vorhandene Vermögen zu prüfen. Auch die Prüfung, ob die Miete angemessen ist, soll ausgesetzt werden. Kundinnen und Kunden genießen für diesen Zeitraum den Schutz ihrer bisherigen Wohnung. Leistungsanspruch haben alle Personen, die ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln nicht oder nicht vollständig sichern können. Der Leistungsanspruch setzt sich aus der Regelleistung und zusätzlich den Kosten für die Unterkunft und Heizung zusammen. Alleinstehende erhalten derzeit 432 Euro Regelsatz im Monat. Der Betrag kann variieren, je nachdem, ob und wie viele Menschen zusätzlich im Haushalt leben und wie deren Einkommenssituation ist. Die Jobcenter sichern den persönlichen Lebensunterhalt. Anfallende Betriebskosten – etwa Mietkosten für Büros oder Gehälter von Beschäftigten – dürfen von den Jobcentern nicht übernommen werden. Dafür kann es aber Kredite oder Zuschüsse geben. Mehr online beim Bundeswirtschaftsministerium und dem Bundesfinanzministerium. Insofern Selbstständige einen oder mehrere Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigen, kann für diese Beschäftigten Kurzarbeitergeld beantragt werden. Mehr online: arbeitsagentur.de/kurzarbeit.

Zeitungen steigern Web-Reichweite

In Kalenderwoche 12/2020 (16.-22. März) haben mehr als zwei Drittel (67,1 Prozent) der deutschsprachigen Bevölkerung ab 16 Jahren auf die Informationsangebote der Zeitungen im Web zugegriffen. Allein mit ihrem digitalen Angebot haben die Zeitungen damit 46,2 Millionen Menschen erreicht. Ende Januar lag die wöchentliche Reichweite noch bei 50,1 Prozent, das bedeutet ein Plus von 34 Prozent. Die überregionalen Zeitungen konnten ihre digitale Reichweite seit Ende Januar sogar um 64,8 Prozent steigern und erreichten vergangene Woche 40,2 Prozent der Deutschen beziehungsweise 27,7 Millionen Unique User. Auch bei den Kaufzeitungen hat die Nutzung um gut 33 Prozent zugelegt. Sie erreichen ein Drittel der Bevölkerung. Das zeigt eine aktuelle ZMG-Auswertung der AGOF daily digital facts.

Sex in der Corona-Krise

Die Erotik-Community JOYclub hat mit einer Ärztin über Corona gesprochen und 1.000 ihrer 3,5 Millionen Mitglieder befragt. Ergebnis: Die Deutschen leben weitestgehend enthaltsam, nur die junge Generation bleibt sorglos. Detail: Entscheidend für die Ansteckungsgefahr mit Corona ist, wie nah man einer Person kommt, wie lange man einer Person nah ist und wie oft man sich ins Gesicht fasst. Bei sexuellem Kontakt sind diese Faktoren kaum zu vermeiden. Dementsprechend geben 38,5 Prozent der befragten Männer an, seit Ausbruch der Corona-Krise weniger oder gar keinen Sex mehr zu haben. Bei den Frauen sind es sogar über die Hälfte (50,5 Prozent). Die junge Generation hingegen verhält sich weiterhin sorglos. 75,5 Prozent der 18-25-Jährigen geben an, dass ihre sexuelle Aktivität nicht von der Pandemie beeinflusst wird. Während die Hände gar nicht genug gewaschen und desinfizierten werden können, ist dies im Intimbereich dringlichst zu vermeiden. Dr. med. Carla Pohlink warnt: “Gerade bei Frauen ist das eine außerordentlich schlechte Idee, weil es die natürliche Milchsäurebarriere zerstört, die wichtig ist, damit die Vagina gesund bleibt.” Auch Kondome sollten eine Kontaktsperre zum Desinfektionsmittel einhalten, da sonst die Oberfläche porös werden kann.

Dr. Olaf Konstantin Krueger

• Hier geht’s zu den Bayern- & Deutschlandnews vom 18. März 2020.

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